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·8. Februar 2026

Ohne Vinícius: Real im ungeliebten Mestalla unter Zugzwang

Artikelbild:Ohne Vinícius: Real im ungeliebten Mestalla unter Zugzwang
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Wieder einmal geht es für Real Madrid ins ungeliebte Mestalla, diesmal ohne Vinícius Júnior – Fotos: getty images




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Die Ausgangslage

  1. Wieder einmal ist Real Madrid zum Siegen verdammt – ausgerechnet im Mestalla, dem wohl bei den Königlichen ungeliebtesten Ort in LaLiga (Sonntag, 21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN). Dabei sind die Rollen trotz der Dauerkrise beim Rekordmeister an sich klar verteilt, denn Valencia ist wieder mal mitten im Abstiegskampf und in überhaupt keiner guten Verfassung, weder sportlich noch stimmungsmäßig. Doch bekanntlich muss dies bei Duellen der beiden Klubs in Valencias Stadion nichts bedeuten. Wohl an keinem anderen Ort in Spanien tut sich der Hauptstadtklub traditionell so schwer, unabhängig vom Tabellenstand und der sportlichen Lage. Doch alles andere als drei Punkte wäre für die Blancos ein enormer Rückschlag im immer noch sehr offenen Titelrennen, denn der Tabellenführer aus Barcelona ist nach dem Sieg gegen Mallorca (3:0) am Samstagnachmittag vorerst um vier Zähler enteilt. Daher ist der siebte Liga-Sieg in Folge absolute Pflichtaufgabe, vor allem auch wegen der trotz des Patzers in San Sebastián immer noch stabilen und konstanten Form der Katalanen. Zugleich wäre es auch der zweite Dreier im Mestalla in Serie, nach dem die Blancos vor gut einem Jahr einen Last-Minute-Sieg landeten – es wäre das erste Mal seit 2011/12 und 2012/13. Allein dieser Fakt verdeutlicht, wie schwer sich diverse Real-Teams seit Jahren im ältesten Stadion LaLigas tun – in den letzten elf Gastspielen im Mestalla gab es nur drei Real-Siege. Kurioserweise haben die Blancos mit Valencia im Estadio Santiago Bernabéu gleichzeitig über Jahre hinweg und von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen kaum Probleme, während der FC Barcelona wiederum im Mestalla in der Regel überhaupt keine besonderen Schwierigkeiten hat. In Valencia ist der Besuch der Königlichen eben das große Highlight des Jahres und hat im klassischen Pokal-Sinne seine eigenen Gesetze.

Der Gegner

  1. Wie schon in den letzten Jahren, vor allem in der Hinrunde der Vorsaison kriselt es beim FC Valencia gewaltig, sowohl institutionell, unter Besitzer Peter Lim inzwischen Normalität, aber vor allem sportlich. Nur ein Punkt trennt den Traditionsklub von den Abstiegsrängen, und das auch nur dank einer kleinen Zwischenserie von zwei Siegen und einem Remis nach dem Jahreswechsel. Doch nach dem 1:2 gegen Betis am letzten Spieltag folgte unter der Woche ein echter Nackenschlag, vor allem mental und für die Moral: Im Viertelfinale der Copa del Rey verloren die Fledermäuse im Mestalla gegen den Athletic Club in der siebten Minute der Nachspielzeit, als man sich nach großem und aufreibenden Kampf schon in der Verlängerung wähnte. Ob sich die Mannschaft von Carlos Corberán nur wenige Tage später wieder aufrichten und Real Madrid den traditionellen Widerstand bieten kann? Zumal auch der Kräfteverschleiß nicht zu verachten ist, während die Blancos endlich keine englische Woche hatten. Zumindest dürfte es niemanden überraschen, wenn die Fledermäuse trotz aller Widrigkeiten erneut über sich hinauswachsen, denn seit Jahrzehnten ist der Besuch des ungeliebten Giganten aus Madrid in Valencia das Spiel des Jahres, in dem das Heim-Team sowie der Anhang immer alle Reserven mobilisieren und maximal motiviert sind, ungeachtet der allgemeinen sportlichen Situation. Ohnehin braucht auch Valencia dringend Punkte, wenn die gefährliche Lage sich nicht weiter verschärfen soll – ein Abstieg wäre für den ehemaligen Meister ein verheerendes Szenario mit kaum absehbaren Folgen in jeder Hinsicht. Für Corberán ist es außerdem ein weiteres potenzielles Endspiel um seinen Job, denn der Coach wackelte zum Jahresende gewaltig und hielt sich nur dank des kleinen Zwischenhochs im Stuhl, dürfte aber nach den jüngsten Rückschlägen erneut stürmischen Wochen entgegenblicken.

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Personelles und voraussichtliche Aufstellung

  1. Einerseits hat sich die Personallage für Álvaro Arbeloa inzwischen einigermaßen entspannt, denn sowohl Trent Alexander-Arnold als auch Antonio Rüdiger und Ferland Mendy konnten wieder mit dem Team trainieren und scheinen halbwegs fit zu sein. Ob es auch für den Kader in Valencia reicht, bleibt abzuwarten, denn Reals Trainer wird diesen erst am Spieltag selbst bekanntgeben, je nachdem, wie es bei dem Trio aussieht. Dafür muss Arbeloa neben den schon vorher verletzten Éder Militão und Jude Bellingham nun auch auf Rodrygo Goes verzichten, der mit Oberschenkelproblemen mindestens zehn Tage ausfällt. Dazu wird der gelbgesperrte Vinícius Júnior fehlen, was für Real im Mestalla nicht zwingend nachteilig sein muss, denn mit dem Brasilianer wird Valencias Anhängern das Hauptobjekt der emotinalen Ausnahmezustände der letzten Jahre fehlen, an dem sich die Gemüter teils auch deutlich über die Grenzen des Vertretbaren aufgeheizt haben. Vier Ausfälle wird es dementsprechend mindestens geben. Die spannende Frage ist, wer Vinícius auf dem linken Flügel vertreten wird, denn davon hängt auch die personelle Besetzung der anderen beiden Positionen im Angriff. Von Mbappé auf links, Gonzalo im Zentrum und Brahim oder Mastantuono auf rechts bis Gonzalo als Viní-Ersatz und Mbappé in seiner angestammten Rolle ist theoretisch alles vorstellbar – Arbeloa muss jedenfalls etwas kreativ handeln. Ob er das im Defensivverbund ebenfalls tut und Dani Carvajal nach wochenlangem Warten von Beginn ran darf, ist möglich, aber auch fraglich. Wahrscheinlicher und risikoarmer ist die zuletzt angestammte Viererkette, dafür ein Startelf-Einsatz für Dani Ceballos im Mittelfeld.
  1. Verletzt: Éder Militão (Muskelriss), Jude Bellingham (Muskelverletzung), Rodrygo Goes (Oberschenkel)
  1. Gesperrt: Vinícius Júnior (Gelb-Sperre)
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Reals mögliche Startelf in Valencia – Grafik: REAL TOTAL

Statistiken und Besonderes

  1. GESAMTBILANZ: Real Madrid und der FC Valencia trafen bisher 181 Mal aufeinander. Der spanische Rekordmeister hat dabei mit 95 Siegen, 38 Unentschieden und 48 Niederlagen ganz eindeutig die Nase vorn. Torbilanz: 341:222 aus Sicht der Merengues. Im eigenen Stadion hat der Valencia allerdings eine positive Bilanz gegen Real: 38 Siege, 24 Remis und 29 Niederlagen. Von den letzten elf Partien im Mestalla gewannen die Fledermäuse fünf, die Königlichen hingegen nur dreimal – unter anderem das letzte Duell am 3. Januar 2025, als Real trotz 0:1-Rückstand, verschossenem Elfmeter und Unterzahl am Ende noch mit 2:1 gewann. Valencia revanchierte sich allerdings nur wenige Monate später mit einem 2:1-Last-Minute-Sieg im Bernabéu.
  1. IM MESTALLA IMMER „BESONDERS“: Spätestens seit 1996 und dem Transfer von Predrag Mijatović von Valencia zu Madrid sowie dem CL-Finale 2000 gelten die Königlichen als eine Art Erzfeind im Mestalla. Doch vor allem in den letzten paar Jahren ging die Rivalität seitens der Valencia-Fans oft zu weit und über die Grenzen des Vertretbaren hinaus: So gab es wiederholt massenhaft rassistische Beleidigungen gegen Vinícius Júnior, was letzten Endes sogar vor Gericht landete und Haftstrafen zu Folge hatte – erstmals überhaupt in Spanien. In der vorletzten Saison war es beim Gastspiel der Königlichen im Mestalla ausnahmsweise kein rassistischer Hass, sondern ein nicht zu fassender Schlusspfiff des Schiedsrichters während der Flanke zum eigentlichen 3:2-Siegtreffer der Blancos, der in Erinnerung bleibt. Jesús Gil Manzano beendete die Partie de facto 26 Sekunden zu früh und brachte den Hauptstadt-Klub somit um den Sieg. Beim letzten Duell im Mestalla sah Vinícius, der erneut auch rassistisch beleidigt wurde, sogar Rot, doch diesmal ist er wegen einer Gelb-Sperre hingegen gar nicht dabei – gutes Omen für Real und weniger Hitze von den Rängen? Gewöhnlich und langweilig wird es sicher auch diesmal nicht, denn es gibt kaum eine andere Paarung im spanischen Fußball, die abseits aller sportlichen Kriterien und Voraussetzungen seit so vielen Jahren und nur an diesem einen bestimmten Ort eine dermaßen aufgeladene und komplexe Dynamik entwickelt hat, die mit sportlichen Aspekten nicht zu erklären ist.
  1. MESTALLA-COUNTDOWN LÄUFT: Vor beinahe 19 Jahren begannen die Arbeiten am neuen Stadion des Vorzeigeklubs aus der drittgrößten Stadt Spaniens, es entstand ein Rohbau – und steht bis heute fast unverändert im Norden Valencias, mehrere Kilometer vom innerstädtischen alten Mestalla entfernt. Ein Geisterprojekt, das seit Jahren fast vergessen und aus Geldmangel quasi abgeschrieben wurde, aber durch die FIFA WM-Vergabe an Spanien (mit Marokko und Portugal) wiederbelebt zu werden scheint. Seit Monaten wird am Nou Mestalla wieder gewerkelt, inzwischen wurden Sogar die ersten Pfeiler der künftigen Dachkonstruktion angebracht. Ob der Bau wirklich rechtzeitig vor 2030 und dem WM-Start fertig wird, darf zumindest vorsichtig angezweifelt werden, aber nach heutigem Stand könnte demnächst das alte Mestalla, ein altes, fast marodes Stadion, an dem längst der Zahn der Zeit nagt, gleichzeitig aber ein ikonisches und einzigartiges, monumentales Symbol des spanischen Fußballs, tatsächlich verschwinden. Denn die Pläne sehen einen Abriss der historischen Heimstätte des FC Valencia vor. Rational erklärlich und wohl unausweichlich, emotional und kulturell für den Fußball im allgemeinen aber ein unersetzlicher Verlust. Noch ist aber der unvergleichliche Ort mit seinen hohen, steilen Rängen, den Außenterassen und der atemberaubenden Lage da und trotzt der Zeit. Jedem Fußballliebhaber sei ein Besuch im Mestalla aufrichtig ans Herz gelegt – solange es noch möglich ist. Nur Real Madrid dürfte sich vielleicht insgeheim ein wenig freuen, wenn die Jahrzehnte voller Leiden, Qualen und Ärger im Mestalla endlich vorbei sind.
  1. GELB-ALARM: Während Vinícius sich im Heimspiel gegen Rayo Vallecano seine fünfte gelbe Karte abholte und in Valencia aussetzen muss, steht Franco Mastantuono immer noch bei vier Verwarnungen und würde bei einem weiteren Karton im nächsten Heimspiel gegen Real Sociedad (14. Februar) fehlen.
  1. SCHIEDSRICHTER: Javier Alberola Rojas (34) ist der Leiter der Partie im Mestalla – ausgerechnet der Schiedsrichter des letzten Liga-Derbys bei Atlético (2:5), was die einzige Partie der Blancos unter der Leitung des Mannes aus Ciudad Real in dieser Saison war, der seit 2017/18 in der Primera División pfeift und seitdem zweimal zum Referee des Jahres gewählt wurde.
  1. WIEDERSEHEN: Für zwei Stürmer des FC Valencia stellt die Begegnung mit Real Madrid etwas Besonderes dar. Diego López spielte 2017/18 für die U17 der Königlichen und Hugo Duro kickte 2020/21 für die Castilla, wurde vom damaligen Profi-Trainer Zinédine Zidane sogar dreimal in der ersten Mannschaft eingesetzt. Kurios: Duro traf in vier der letzten fünf Duelle mit Real, verpasste allerdings beim letzten Aufeinandertreffen im Bernabéu (4:0) den LaLiga-Rekord gegen Real. Aber im Mestalla ist für das kriselnde Valencia gegen den Rekordmeister ohnehin fast immer alles anders und besonders.

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