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·29. August 2026

OL: Ist Paulo Fonseca der beste Trainer der jüngeren Klubgeschichte?

Artikelbild:OL: Ist Paulo Fonseca der beste Trainer der jüngeren Klubgeschichte?

Nach der Kritik infolge des Ausscheidens von OL in den Play-offs der Champions League hat Paulo Fonseca auf der Pressekonferenz mit Zahlen gekontert und sich sogar als „den besten Trainer der jüngeren Geschichte“ von Lyon bezeichnet. Eine starke Aussage, die durch die Fakten deutlich relativiert wird. Faktencheck.

Das Ausscheiden hat Spuren hinterlassen. Nach der Niederlage von OL gegen Fenerbahçe am Mittwochabend in den Play-offs der Champions League (1:1; 1:2) und den zahlreichen darauffolgenden Kritiken hatte Paulo Fonseca ordentlich Frust. Direkt nach dem Spiel hatte sich der Portugiese verärgert sogar gefragt, ob er vielleicht „ein Scheißtrainer“ sei. Zwei Tage später entschied er sich auf einer Pressekonferenz, seine Bilanz zu verteidigen, Notizzettel in der Hand, und stellte sich als „den besten Trainer der jüngeren Geschichte von Lyon“ dar. Ein sehr gut vorbereiteter Auftritt, der kein Zufall ist: Fonseca, bekannt dafür, auf sein Image zu achten, stützt sich parallel zum Pressedienst von OL auf seinen eigenen persönlichen Presseberater. Das verleiht diesem Auftritt den Charakter eines medialen Gegenangriffs, der darauf abzielt, nach der Welle der Kritik wieder die Kontrolle zu übernehmen. Die von ihm vorgebrachten Zahlen verdienen eine genaue Prüfung.


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Fonseca hob zunächst den 4. Platz der vergangenen Saison (2024-2025) hervor, den ersten auf diesem Rang seit 2020-2021, bei als begrenzt angesehenen Mitteln: 50,6 Mio. Euro investiert bei 112 Mio. Euro an Verkäufen. Das Argument ist grundsätzlich nachvollziehbar, muss aber relativiert werden. Der Vergleich mit 2020-2021 fällt nicht zu seinen Gunsten aus. In jener Saison hatte OL unter Rudi Garcia ebenfalls Platz 4 belegt, allerdings mit 76 Punkten in 38 Spieltagen, also einem Schnitt von 2 Punkten pro Spiel, gegenüber 60 Punkten in 34 Spieltagen (Schnitt 1,76) bei Fonseca. Bei den Ausgaben hatte Garcia mit weniger mehr erreicht: 36,6 Mio. Euro investiert für 7 Neuzugänge (darunter 3 ablösefreie), während in der vergangenen Spielzeit 14 Spieler kamen, darunter Torhüter Matt Turner, für 8 Mio. Euro verpflichtet, nie eingesetzt und kurz darauf in die USA verliehen. Über eine komplette Saison gesehen hat Garcia also tatsächlich besser abgeschnitten. Dennoch macht der institutionelle Krisenkontext des Vereins die Leistung des Portugiesen, der mitten in der Saison kam, keineswegs unehrenhaft.

Hinter seinem Vorgänger Pierre Sage

Der Portugiese brachte anschließend sein stärkstes Argument vor: In den vergangenen fünf Ligue-1-Spielzeiten weist er tatsächlich den besten Punkteschnitt auf. Die beiden vorherigen Spielzeiten hatten bei enttäuschender Ausbeute allerdings viel gekostet, mit 1,56 Punkten pro Spiel in 2023-2024 (83,2 Mio. Euro investiert) und 1,68 in 2024-2025 (147,8 Mio. Euro ausgegeben). Ein echter Pluspunkt für ihn. Seine Argumentation bekommt jedoch Risse, sobald man den Blickwinkel erweitert. Nimmt man seinen Gesamtschnitt seit seiner Ankunft, ist er nicht mehr der beste aller jüngeren Vorgänger. Laut Opta kommt Fonseca in seinen 50 Spielen an der Spitze von OL auf 1,80 Punkte pro Spiel, liegt aber hinter … Pierre Sage, genau dem Mann, den er ersetzt hat, mit dessen Quote von 1,85 Punkten in 41 Spielen. Und seine Hochrechnung auf Platz 3, wenn er sein Tempo der ersten sechs Monate über die ganze Saison gehalten hätte, scheitert an einer hartnäckigen Tatsache: Zwischen seiner Ankunft am 19. Spieltag und dem 34. Spieltag ist OL trotz eines besseren Schnitts von Platz 6 auf … Platz 6 geblieben.

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Und wenn man den engen Rahmen der Liga verlässt, fällt Fonsecas Bilanz im Vergleich noch stärker ab. Weder auf europäischer Bühne noch im Pokal hält er eines der besten jüngeren Ergebnisse des Vereins. Im Coupe de France, wo Pierre Sage OL 2023-2024 bis ins Finale geführt hatte (Niederlage gegen PSG, 1:2), scheiterte der Portugiese im Viertelfinale und schied gegen Lens im Elfmeterschießen aus (2:2, 6:7). In der Europa League sind die Aus noch schmerzhafter: 2025 gegen Manchester United ausgeschieden (6:7 insgesamt), dann 2026 gegen Celta Vigo (1:3 in beiden Spielen), während Peter Bosz 2021-2022 das Viertelfinale der C3 erreicht hatte (Aus gegen West Ham, 1:4 insgesamt). Kurz gesagt: Fonseca kann zwar zurecht eine respektable Punktebilanz in der Ligue 1 verteidigen, sich aber als „den besten Trainer der jüngeren Geschichte“ von OL zu präsentieren, ist vor allem eine Formel – denn die Fakten bestätigen das nicht vollständig.

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Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.

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