PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co. | OneFootball

PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co. | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: BMG-News

BMG-News

·20. Februar 2026

PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co.

Artikelbild:PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co.

Vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg ging es auf der Pressekonferenz weniger um einzelne Personalien als um das Gesamtbild: die Entwicklung der Mannschaft, den Umgang mit der aktuellen sportlichen Situation und die Frage, wie sich gute Ansätze wieder in Punkte ummünzen lassen. Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder zeichneten dabei das Bild eines Teams, das sich trotz der schwierigen Phase stabil sieht, in entscheidenden Momenten jedoch konsequenter werden muss.

Personalupdate: Rückkehrer, Geduld und ein klarer Plan

Personell kann Polanski grundsätzlich auf einen großen Teil seines Kaders zurückgreifen, auch wenn mit Rocco Reitz ein zentraler Spieler gesperrt fehlen wird. Kevin Diks kehrt nach abgesessener Sperre zurück, während Robin Hack und Gio Reyna wieder erste Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnten. Für einen Kaderplatz kommt ein Einsatz aktuell noch zu früh.


OneFootball Videos


Besonders vorsichtig geht der Klub weiterhin mit Tim Kleindienst um, dessen Aufbau bewusst langfristig gedacht wird.

„Das ist natürlich ein stetiger Prozess. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass er sich so vorbereitet, dass es nicht wie beim ersten Mal ist, dass er mit vollen Emotionen einsteigt. Wir sind deutlich vorsichtiger, weil die Crunch-Time April und Mai sein wird.“

Reyna: Viel Analyse, aber keine klare Ursache

Gio Reyna begleitet das Thema Verletzungsanfälligkeit schon seit längerer Zeit, auch bei seinen vorherigen Stationen musste er immer wieder längere Pausen einlegen.

„Er hat noch einmal an seinem Schlaf gearbeitet, am Essverhalten, hat alles auf den Kopf gestellt, um etwas zu prüfen und es ist nicht wirklich etwas rausgekommen. Auf der einen Seite macht das natürlich Kopfzerbrechen, auf der anderen Seite zeigt es auch, wie viel er investiert.“

Immerhin sei zuletzt strukturell nichts passiert und er konnte relativ schnell wieder ins Training einsteigen.

Die Strafräume als Schlüssel: Dort fehlen die entscheidenden Details

Sportlich sieht das Trainerteam aktuell vor allem in beiden Strafräumen den entscheidenden Hebel. Die Trainingsarbeit konzentriert sich deshalb stark auf Boxverteidigung, Konsequenz und Entscheidungsfindung in entscheidenden Momenten.

„Ich glaube, dass wirklich der letzte Schritt bis auf den letzten Zentimeter auch noch zählt. Rein taktisch sind wir da, aber es fehlt dieser letzte halbe Schritt, um genau diesen Ball noch einmal zu blocken.“

Auch offensiv müsse die Mannschaft konsequenter werden.

„Es ist sehr positiv, dass wir so viele Torchancen haben, aber es ist natürlich überhaupt nicht gut, wenn wir davon keine aufs Tor bringen. Das sind genau diese Prozentpunkte, die uns fehlen.“

Hugo Bolin drängt sich auf

Artikelbild:PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co.

Photo by Imago

Nach starken Trainingsleistungen ist Bolin eine ernsthafte Option für die Startelf. Generell beschreibt Eugen Polanski die Stimmung im Team trotz der Ergebnisse als konzentriert und zielgerichtet.

„Ich nehme die Mannschaft positiv wahr. Trotz der unruhigen Zeiten sind wir sehr konzentriert und ich habe das Gefühl, dass gerade etwas mit der Mannschaft passiert.“

Formkurve: Leistungen stimmen, die Belohnung fehlt

Der Trainer bewertet die jüngsten Auftritte teilweise sogar als spielerisch stärker als in der Phase, in der die Borussia erfolgreicher war.

„Ich glaube tatsächlich, dass wir in den letzten Wochen bessere Spiele gemacht haben als in der Phase, wo wir gewonnen haben […] mit mehr Ballbesitz und mehr Torgefahr.“

Entscheidend sei nun, diese Leistungen auch in Punkte umzuwandeln.

„Es geht darum, diese letzten paar Prozent Gier zu haben. Das sind kleine Details, die den Unterschied machen.“

Wael Mohya: Entwicklung mit Geduld

Artikelbild:PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co.

Photo by IMAGO / Revierfoto

Beim jungen Offensivspieler Wael Mohya spricht Polanski bewusst von einer normalen Entwicklungskurve und betont das Vertrauen.

„Im Training hat er vielleicht noch eine kleine Delle, aber wir reden von einer kleinen Delle bei einem 17-jährigen Jungen, die ganz normal ist. Wir wollen ihn einfach auf ein anderes Level bringen.“

Sein Auftritt in Frankfurt habe erneut gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt.

Schröder zur Lage: Ruhe als entscheidender Faktor

Sportchef Rouven Schröder beschreibt die Situation als normalen Prozess und hebt die Bedeutung von innerer Stabilität hervor.

„Ruhe heißt nicht, dass man nichts macht. Ruhe heißt, in sich gestärkt zu sein und trotzdem an den Fehlern zu arbeiten. Wir müssen Selbstvertrauen ausstrahlen und ehrlich analysieren.“

Der Fokus liege klar auf dem nächsten Spiel.

„Wir haben die Möglichkeit zu gewinnen, wenn wir die Dinge gut machen.“

Kapitänsfrage: Verantwortung auf mehreren Schultern

Die Entwicklung von Rocco bewertet der Trainer positiv, gleichzeitig wird Führung bewusst im Team verteilt. In Freiburg wird Nico die Kapitänsbinde tragen.

„Ich finde, Rocco ist wieder nah an seinen hundert Prozent und macht das richtig gut für sein junges Alter.“

Zukunft von Rocco: Offener Prozess, klare Wertschätzung

Artikelbild:PK vor dem Freiburg-Spiel: Schröder über Reitz-Zukunft, Kleindienst & Co.

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Auch zur Zukunft des Mittelfeldspielers äußerte sich Rouven Schröder ausführlich und zeichnete ein differenziertes Bild. Klar sei, dass Rocco ein zentraler Spieler für Borussia ist und großes Interesse anderer Klubs als normaler Bestandteil des Geschäfts bewertet wird.

„Es ist doch eine Auszeichnung, wenn andere Vereine Interesse zeigen. Rocco ist einer unserer besten Spieler und ein wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft.“

Gleichzeitig machte Schröder deutlich, dass solche Themen zum Fußball dazugehören und nicht überbewertet werden sollten.

„Gerüchte gehören dazu, gerade in solchen Situationen. Wichtig ist, dass man sich davon frei macht und sich auf den Fußball konzentriert.“

Der Klub sieht ihn weiterhin langfristig als wichtigen Baustein, auch wenn Zukunftsfragen grundsätzlich ein laufender Prozess sind.

„Er hat bei uns einen langen Vertrag und die Aufgabe ist jetzt, mit Borussia erfolgreich zu sein und in der Liga zu bleiben.“

Freiburg im Gegnercheck

Den SC Freiburg beschreibt Polanski als äußerst stabile Mannschaft mit klarer Spielidee.

„Freiburg bringt sehr viel Intensität und sehr viel Wucht mit, aber nicht blind, sondern mit einer sehr klaren Struktur. Es ist beeindruckend, wie konstant der Verein arbeitet.“

Dementsprechend erwartet die Borussia eine schwierige Aufgabe.

„Es wird ein hartes Stück Arbeit, um dort erfolgreich zu sein.“

Wie bewertet ihr die Aussagen von Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder? Diskutiert gerne in den Kommentaren.  

👉 Weitere News über Borussia Mönchengladbach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Elias Heinze

📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images/ IMAGO / Revierfoto/ 

Impressum des Publishers ansehen