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·5. Juni 2026
Platzt der England-Traum? Warum Said und Malek El Mala nicht gemeinsam in die Premier League wechseln dürfen

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Simon Bartsch
5 Juni, 2026
Die Absage kam überraschend, die Gründe sind nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die beiden El Malas wohl aktuell nicht gemeinsam in England spielen können.
Malek und Said El Mala
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Die Absage kam am Donnerstagabend überraschend. Erst wenige Stunden zuvor war durchgesickert, dass Thomas Kessler bereit gewesen wäre, das Angebot des FC Brentford anzunehmen. Wie berichtet, hätte der Gemeinsame Ausschuss den Wunsch des Geschäftsführers auch durchgewunken. Nur wollte der Spieler offenbar nicht. Said El Mala hat dem Club aus dem Westen Londons abgesagt – oder absagen lassen. Der 19-Jährige wird nicht zu den Bees wechseln. Vermutlich, weil er auf ein besseres Angebot aus England wartet. So ist es zumindest zu hören. Doch es könnte noch ein ganz anderer Grund eine wichtige Rolle spielen. Denn bekanntlich beraten die Eltern den Shootingstar mittlerweile und die hätten nichts dagegen, wenn die El-Mala-Brüder auch weiterhin für den gleichen Verein auflaufen. Das war schon der Grund für die Absage bei Borussia Dortmund, bevor die El Malas beim FC unterschrieben.
Der BVB führte 2024 Gespräche mit dem heutigen FC-Profi, wollte den Spieler unbedingt unter Vertrag nehmen. Doch Bruder Malek sollte nicht mit verpflichtet werden. „Damit war das für mich vom Tisch“, sagte Said El Mala im Interview den „11Freunden“. Der Topscorer der Geißböcke wechselte an den Rhein, weil der FC Malek eben auch ein Arbeitspapier anbot. Es ist rein spekulativ, ob es die El Malas in England ebenfalls nur im Doppelpack geben soll. Fakt ist, dass es sie unter normalen Umständen aber nicht im Doppelpack geben wird. Grund dafür ist, dass der ältere der beiden Brüder in England gar keine Arbeitserlaubnis erhalten würde – zumindest mit sehr sehr großer Sicherheit. Um auf der Insel Fußball zu spielen, brauchen Nicht-UK-Profis das sogenannte „International Sportsperson Visa“. Und das gibt es nicht einfach für jeden Spieler, der bei einem Profi-Verein unter Vertrag steht.
Damit das Visum überhaupt ausgestellt werden kann, muss die FA grünes Licht erteilen und das tut der Verband nur, wenn der jeweilige Spieler eine bestimmte Anzahl an Punkten im sogenannten Governing Body Endorsement erreichen. Relativ schnell geht es mit dem Visum, wenn der Akteur als Nationalspieler schon viel Einsatzzeit gesammelt hat. Das ist bei beiden El-Mala-Brüdern nicht der Fall. Punkte gibt es aber auch für Spiele in der Liga, im Pokal oder Europapokal. Nur wird die Regionalliga West nicht mit aufgeführt. Die Spiele in der vierthöchsten deutschen Spielklasse zahlen nicht ein. Die nötige Punktzahl beträgt 15, Malek El Mala erreicht 0. Und damit auch zu wenig, über eine Ausnahmeregelung aufgenommen zu werden, die bei 8 bis 14 Punkten möglich wäre. Es gibt aber eine Hintertür: Über das Elite Significant Contribution können große Talente, die die Punktzahl komplett verfehlen, doch noch unter Vertrag genommen werden.
Von den ESC-Plätzen erhalten die Clubs zwei bis vier. Allerdings müssen die Teams nachweisen, dass es sich bei dem Spieler wirklich um ein absolutes Ausnahmetalent handelt. Das blieb Malek El Mala in den bisherigen Auftritten in der Regionalliga West schuldig. Zudem sind die Plätze rar und bei den meisten Clubs für die ganz großen Talente vorgesehen, die direkt einschlagen und dem jeweiligen Verein sofort weiterhelfen. Tatsächlich gilt die Regel für jeden Club der Premier League. Für Brenton genauso wie für Newcastle, Chelsea oder Manchester City. Gemeinsam werden die beiden Brüder also wohl nicht nach England wechseln. Für den FC würde damit wohl der Traum vom ganz großen Geld platzen. Den wird es in Deutschland so wahrscheinlich nicht geben.
Es ist natürlich noch lange nicht gesagt, dass das der Grund für die Absage ist. Es werden sicherlich auch andere Faktoren mitspielen. Dass die beiden Brüder ein spezielles Verhältnis haben, ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Das würde sicherlich auch die Distanz zwischen London und Köln überstehen.







































