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·18. Februar 2026
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·18. Februar 2026
Das war’s, Leute – auch Karneval geht einmal zu Ende! Während der Aschermittwoch für die Religiösen die Fastenzeit einleitet, markiert er für die Feierbiester offiziell das Ende der Party.
Passend zur Symbolik des Tages blickt OneFootball auf Klubs zurück, die den Ausdruck „Renascer das cinzas“ (Wiedergeburt aus der Asche) wörtlich genommen haben. Ob Amateurliga-Neustart, Rettung durch die Fans oder Hilfe vom Erzrivalen – diese Klubs haben bewiesen, dass es ein Leben nach dem Bankrott gibt.
Wer Neapel heute als europäische Macht sieht, vergisst oft den Leidensweg der Partenopei. 2004 war der Klub am Ende: Schulden ohne Ende, Bankrott. Filmproduzent Aurelio De Laurentiis gründete den Verein als „Napoli Soccer“ neu – Startschuss in der Serie C1 (3. Liga).
Der Aufstieg war rasant: Rückkehr in die Serie A 2007, Rückbenennung in Società Sportiva Calcio Napoli und Titel in der Coppa Italia. Die Krönung folgte 2022/23 mit dem ersehnten Scudetto nach 33 Jahren Warten. Und weil es so schön war, legte Napoli in der Saison 24/25 direkt mit der nächsten Meisterschaft nach.
Der BVB war zwar nicht offiziell pleite, stand aber 2005 am Abgrund. Nach der Meisterschaft 2002 führten Größenwahn und Stadionumbau in eine beispiellose Finanzkrise.
Um zu überleben, mussten die Schwarz-Gelben drastische Wege gehen: Gehaltsverzicht der Profis und sogar ein 2-Mio-Euro-Kredit vom Erzrivalen Bayern München, um die Gehälter zu decken.
Die Rettung läutete die Ära Klopp ein (Meister 2011 & 2012). Heute sind die Dortmunder wieder eine feste Größe in der Champions League. Nach dem 2:0-Hinspielsieg gegen Atalanta am Dienstag stehen die Chancen auf das Viertelfinale in dieser Saison bestens.
2012 erlebte Glasgow den Albtraum. Astronomische Schulden führten zur Liquidation und zum Zwangsabstieg in die vierte Liga. Die Rangers mussten sich durch die Niederungen des schottischen Fußballs kämpfen, während Rivale Celtic Titel um Titel sammelte. 2020/21 folgte die triumphale Rückkehr: Die ungeschlagene Meisterschaft (Titel Nummer 55). Zwar hat Celtic mittlerweile gleichgezogen, doch die Rangers sind längst wieder eine ernstzunehmende Kraft.
In den 90ern verzauberte Parma mit Buffon, Cannavaro und Crespo die Welt. Doch der Kollaps des Sponsors Parmalat riss den Klub in den Abgrund. 2015 folgte das endgültige Aus mit 218 Millionen Euro Schulden.
Neustart in der Serie D (Amateure). Das Wunder: Drei Aufstiege in Folge bis zurück in die Serie A! Symbol dieser Reise war Kapitän Alessandro Lucarelli, der versprach, den Klub erst nach der Rückkehr ins Oberhaus zu verlassen – und mit 40 Jahren Wort hielt. Auch Legende Gigi Buffon kehrte für zwei Jahre zurück, bevor er mit 45 die Handschuhe an den Nagel hängte.
Auch die Viola sah die Hölle von innen. 2002 ging die Fiorentina pleite und musste unter dem Namen Florentia Viola in der vierten Liga (Serie C2) neu anfangen. Dank der Familie Della Valle kehrte der Klub innerhalb von zwei Jahren in die Serie A zurück. Heute ist Florenz stabil, steckt aber aktuell in einer Krise: Mit 21 Punkten auf Platz 17 kämpft die Viola punktgleich mit Lecce gegen den erneuten Abstieg.
Der 7. März 1999 ist in Argentinien als „Tag des Racing-Fans“ bekannt. Ein Gericht erklärte den Klub wegen unbezahlbarer Schulden für aufgelöst. Das Team durfte nicht spielen – doch 30.000 Fans stürmten das Stadion, obwohl gar kein Spiel stattfand, um die Schließung zu verhindern.
Durch diesen Massenprotest durfte Racing unter gerichtlicher Aufsicht weitermachen. Seitdem kehrte der Erfolg zurück: Neben nationalen Titeln feierte der Klub jüngst große Erfolge auf dem Kontinent, wie den Sieg in der Copa Sudamericana gegen Cruzeiro und die Recopa gegen Botafogo.
Große Klubs, große Storys: Welche Phönix-Geschichten fallen dir noch ein? Schreib es uns gerne in die Kommentare.
📸 Pau Barrena - 2026 Getty Images
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