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·11. Januar 2026
Polzin schimpft wegen Freiburg-Tor über Schiedsrichter: "Das ist mir unerklärlich"

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·11. Januar 2026

Erst in der 83. Spielminute konnte Igor Matanovic den Treffer zur 2:1-Führung für den SC Freiburg erzielen, der schlussendlich auch den entscheidenden Siegtreffer bedeuten sollte. Somit musste sich der Hamburger SV im verschneiten Breisgau geschlagen geben und ohne einen Punktgewinn wieder abreisen.
Merlin Polzin zeigte sich nach dem Abpfiff sehr frustriert. Das lag jedoch an der Niederlage selbst, als an der Vorgeschichte zum Matanovic-Tor. Bei einem Kopfballduell unmittelbar zuvor wurde Jordan Torunarigha recht deutlich vom Ellbogen von Johan Manzambi getroffen. Das Schiedsrichter-Team um Timo Gerach ließ die Partie aber zunächst weiterlaufen, sodass die Gastgeber die Führung erzielten. Eine anschließende Umkehr durch den Videoassistenten blieb jedoch ebenfalls aus, trotz vermeintlich sehr klarer TV-Bilder.
"Ich habe es mehrfach gesehen aus verschiedenen Perspektiven. Es ist mir absolut unerklärlich. Unser Spieler wird im Gesicht getroffen mit dem Ellbogen", kritisierte Polzin das Schiedsrichter-Team bei Sky. "Es ist mir unerklärlich, wie nach einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren."
"Mehr als unglücklich", so beschrieb der Cheftrainer des HSV das somit spielentscheidende Tor für Freiburg. Umso bitterer dieser Rückschlag, weil die Polzin-Truppe mal wieder in Unterzahl geraten war und sich dementsprechend umso mehr für den erhofften Punktgewinn aufopfern musste. Bereits in der 51. Minute wurde Daniel Elfadli mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.
Gefragt, ob er mit Gerach über die Ellbogen-Szene selbst gesprochen habe, antwortete Polzin noch: "Timo und ich kennen uns ja auch schon länger, das ist immer ein vernünftiger Austausch. Wir haben unterschiedliche Meinungen zu der Szene. [...] Für mich ist das eine klare Fehlentscheidung. Aber auch nicht unbedingt von ihm, weil es auf dem Feld sicherlich schwierig ist, das im Bruchteil einer Sekunde zu erkennen. Aber das ist ja das Schöne an der Bundesliga: Wir haben sämtliche Kameraperspektiven zur Verfügung und ich weiß nicht welche da gefehlt hat, damit man das nicht aberkennt."
Gerach selbst hatte sich später bei DAZN noch erklärt (via HSV24). Für ihn sei es zunächst "eine Flanke von außen" gewesen, bei der er wahrgenommen habe, "dass der Stürmer die bessere Position zum Ball hat und auch zum Ball geht".
Der Schiedsrichter weiter: "Der Abwehrspieler kommt von hinten. Es gibt irgendwo einen Kontakt, aber für mich ist und war das alles fußballtypisch. Ich sehe jetzt nicht das typische ‚Ich gehe hoch und schaue nach dem Gegenspieler und habe irgendwie eine Schlagbewegung‘. Das habe ich nicht wahrgenommen und das sehe ich auch nicht in den Bildern und deswegen ging es für mich weiter."
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