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·5. Oktober 2026

Portugals Nationalelf: Trainer Jesus über CR 7 Ronaldo: „Die Entscheidung liegt bei Cris“

Artikelbild:Portugals Nationalelf: Trainer Jesus über CR 7 Ronaldo: „Die Entscheidung liegt bei Cris“

Nach dem Eklat um Cristiano Ronaldo hat Portugals Trainer Jorge Jesus eine überraschende Wendung eingeleitet. Statt einen endgültigen Bruch zu verkünden, stellte er dem Superstar nach dem Pflichtsieg gegen Norwegen eine klare Perspektive für eine Rückkehr in Aussicht, verknüpft mit einer Bedingung.

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Portugals Stürmer (Nr. 07) Cristiano Ronaldo küsst den Ball nach seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich während des Endspiels der UEFA Nations League zwischen Portugal und Spanien in München, Süddeutschland, am 8. Juni 2025. (Foto: John MACDOUGALL / AFP)


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Vom Eklat zur Öffnung

Was als mögliches Karriereende in der Selecao begann, hat sich binnen weniger Tage deutlich entspannt. Cristiano Ronaldo hatte das Trainingslager in Kopenhagen mitten in der Nacht per Privatjet Richtung Madrid verlassen, nachdem Jesus angekündigt hatte, ihn erneut auf die Bank zu setzen. Der Entscheidung über seine Zukunft wollte der Coach vor dem Nations-League-Spiel gegen Norwegen bewusst aus dem Weg gehen.

Nach dem 2:1-Erfolg gegen Norwegen, mit dem Portugal den Einzug ins Viertelfinale perfekt machte, äußerte sich Jesus dann deutlich konkreter als zuvor. „Wenn er will, kehrt er in die Nationalmannschaft zurück, wir können vor der nächsten Nominierung darüber sprechen, aber die Entscheidung liegt bei Cris“, sagte der 72-Jährige.

Eine Bedingung bleibt

Ganz ohne Vorbehalt ist das Angebot allerdings nicht. Jesus knüpfte eine mögliche Nominierung an die Spielpraxis seines Superstars bei dessen Klub. „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung, sofern er bei Al-Nassr spielt, ein Spieler, der nominiert werden kann“, betonte der Trainer. Damit bleibt offen, ob und wie Ronaldo auf das Angebot reagiert.

Berichten zufolge soll Jesus bereits zu einem Versöhnungsgespräch bereit gewesen sein, dem Ronaldo lediglich noch zustimmen müsse. Ob der 41-Jährige dazu tatsächlich bereit ist, erscheint derzeit fraglich. Am Wochenende hatte er mit einem Like für einen kritischen Instagram-Beitrag des früheren brasilianischen Nationalspielers Felipe Melo nachgelegt, der einen „grotesken Unterschied“ zwischen dem Umgang mit Ronaldo und dem mit Lionel Messi in Argentinien beklagte und forderte, man dürfe ihn „nicht einfach so gehen“ lassen.

Rückhalt aus der Kabine

Unterstützung erhält Ronaldo auch aus dem eigenen Mannschaftskreis. Bruno Fernandes von Manchester United mahnte, man dürfe „keine Gräben“ aufreißen, und äußerte die Hoffnung, dass interne Angelegenheiten „hinter verschlossenen Türen“ geklärt würden und „die Sache auf beiden Seiten gut ausgeht“.

Sportlich zeigt sich Portugal unterdessen auch ohne seinen Rekordtorschützen bemerkenswert stabil. Seit Anfang 2025 blieb die Selecao in fünf Partien ohne Ronaldo unbesiegt, mit vier Siegen und einem Remis, darunter auch der 4:2-Erfolg in Dänemark sowie der jüngste Sieg gegen Norwegen. In der Nations-League-Gruppe A3 führt Portugal mit der Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen.

Die Fakten im Überblick:

  1. Auslöser: Ronaldo verließ das Trainingslager in Kopenhagen überstürzt per Privatjet
  2. Bedingung: Jesus knüpft Nominierung an Spielpraxis bei Al-Nassr
  3. Bilanz ohne CR7: Seit 2025 fünf Spiele, vier Siege, ein Remis, keine Niederlage
  4. Rekorde: 146 Tore in 234 Länderspielen, EM-Titel 2016 als Kapitän
  5. Tabellenstand: Portugal führt Gruppe A3 mit neun Punkten aus drei Spielen an

So geht es weiter: Jesus will vor der nächsten Länderspielnominierung mit Ronaldo sprechen, die Entscheidung über eine Rückkehr liegt laut Trainer beim Spieler selbst.

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