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·24. April 2026

Prestianni kommt glimpflich davon: Sternchen-Sperre der UEFA

Artikelbild:Prestianni kommt glimpflich davon: Sternchen-Sperre der UEFA
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Prestianni (r.) hat Vinícius (l.). diskriminierend beleidigt – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Zwei Monate nach Vorfall in den CL-Playoffs

Über zwei Monate später hat die UEFA eine Entscheidung getroffen: Gianluca Prestianni wird für sein diskriminierendes respektive homophobes Verhalten bestraft. Und gesperrt – das hat der europäische Fußballverband am Freitagnachmittag bekannt gegeben. Dabei war es schon am 17. Februar zwischen Benfica-Spieler Prestianni und Vinícius Júnior zu mutmaßlich rassistischen Beleidigungen gekommen, auch wenn der Klub aus Lissabon und sein Spieler danach eher beteuerten, dass es sich um „andere“ Beleidigungen gehandelt haben soll. Die UEFA wertet den Fall nun aber mit einer mehr oder weniger deutlichen Strafe, denn die sechs-Spiele-Sperre besitzt das eine oder andere Sternchen respektive Anmerkung. Erstmal zur Mitteilung des Verbands:


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Nach den Ermittlungen eines Ethik- und Disziplinarinspektors der UEFA wurde ein Disziplinarverfahren gegen den Spieler von SL Benfica, Gianluca Prestianni, wegen eines mutmaßlichen diskriminierenden Verhaltens eingeleitet.

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA (CEDB) hat beschlossen: Den Spieler Gianluca Prestianni von SL Benfica wegen diskriminierenden (d. h. homophoben) Verhaltens für insgesamt sechs (6) offizielle Spiele von UEFA-Vereinen und/oder Nationalmannschaften zu sperren, für die er andernfalls spielberechtigt wäre. Die Sperre für drei (3) dieser Spiele unterliegt einer Bewährungsfrist von zwei (2) Jahren, beginnend mit dem Datum der vorliegenden Entscheidung.

Diese Entscheidung (d. h. die Sperre für sechs Spiele) umfasst die vorläufige Sperre für ein Spiel, die der Spieler während des am 25. Februar 2026 ausgetragenen K.o.-Play-off-Spiels der UEFA Champions League 2025/26 zwischen Real Madrid und SL Benfica verbüßt hat. Die FIFA wird aufgefordert, die oben genannte Sperre weltweit zu verlängern.

Von sechs-Spiel-Sperre schlussendlich nur noch zwei?

Der 20-jährige Argentinier, der Vini hinter vorgehaltener Hand mehrfach als „Mono“, also Affe, rassistisch beleidigt haben soll, hat also ein Spiel dieser Sperre schon abgesessen – das Rückspiel der Champions-League-Playoffs. Bleiben noch fünf, wobei drei davon auf eine zweijährige Bewährung ausgesetzt sind – sollte Prestianni also nicht erneut negativ auffallen, müsste er nur noch zwei Mal in internationalen Wettbewerben zusehen. Dazu zählt die UEFA auch Länderspiele, aber da der Spieler eben aus Argentinien stammt, hat die UEFA die FIFA aufgefordert, die Sperre auch auf die argentinische Nationalmannschaft auszuweiten. Auch wenn der Rechtsaußen schlussendlich wohl trotzdem nur noch zwei Mal zusehen muss – egal ob in Europa oder auch bei Länderspielen – und sogesehen wohl doch noch eher glimpflich davon kommt.

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