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·2. Oktober 2026

PSG-Boss Al-Khelaifi verteidigt Soriano: „Fantastische Karriere“

Artikelbild:PSG-Boss Al-Khelaifi verteidigt Soriano: „Fantastische Karriere“

Nach dem Schuldspruch gegen Manchester City in allen Anklagepunkten hat sich nun auch PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi als EFC-Vorsitzender geäußert. Er hielt sich auffällig zurück und verwies auf das laufende Berufungsverfahren, lobte aber ManCity-Verantwortlichen Ferran Soriano in höchsten Tönen.

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Spielbälle des englischen Ligapokals liegen vor dem Aufwärmen im Molineux Stadium in Wolverhampton gestapelt, aufgenommen beim Spiel der Wolverhampton Wanderers gegen Burnley am 28. August 2024. (Copyright Depositphotos.com)


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Diplomatische Zurückhaltung statt Urteil

Al-Khelaifi sprach auf der EFC-Generalversammlung bewusst vorsichtig, schließlich steht eine endgültige Entscheidung im Fall Manchester City noch aus. „Zunächst einmal sind wir nicht hier, um über etwas zu urteilen, bei dem es sich noch nicht um eine endgültige Entscheidung handelt“, erklärte er und verwies darauf, dass dem Verein noch der Weg der Berufung offensteht. Damit positioniert sich der mächtige Verbandschef als neutraler Beobachter, obwohl der Fall die gesamte europäische Vereinslandschaft betrifft, der die EFC als Interessenvertretung dient.

Bemerkenswert ist, dass Al-Khelaifi die Zuständigkeit explizit bei der Premier League und dem englischen Klub selbst verortet, nicht bei seinem eigenen Gremium. „Und uns steht es nicht zu, dazu etwas zu sagen; das ist eher eine Angelegenheit der Premier League bzw. des englischen Vereins“, sagte er. Eine solche Zurückhaltung wirft Fragen auf, schließlich sitzt mit Ferran Soriano ausgerechnet der CEO der City Football Group im EFC-Vorstand.

Lob für Soriano trotz Skandal

Statt Distanz zu wahren, überschüttete Al-Khelaifi den ManCity-Verantwortlichen mit Komplimenten. „Ferran war eine große Bereicherung für den Vorstand. Er ist ein wertvoller Mitarbeiter, der uns mit seinem Fachwissen voranbringt“, so der PSG-Boss. Auch die Leistungen des Klubs insgesamt würdigte er, ohne sich inhaltlich zum Vorwurf der verschleierten Kosten und überhöhten Sponsoringeinnahmen zu äußern.

Für Manchester City drohen nun drastische Konsequenzen: eine historisch hohe Geldstrafe, Punktabzug, die Aberkennung von Titeln aus dem Zeitraum zwischen 2009 und 2018 oder im schlimmsten Fall sogar ein Zwangsabstieg. Der Fall erinnert an die Champions-League-Sperre von 2020, die der Internationale Sportgerichtshof CAS damals jedoch kassierte, Manchester City konnte sich seinerzeit also erfolgreich wehren.

Die Fakten im Überblick:

  • Urteil: Unabhängige Kommission spricht Manchester City in allen Anklagepunkten schuldig
  • Vorwurf: Verschleierte Kosten und überhöhte Sponsoringeinnahmen
  • Strafen: Geldstrafe, Punktabzug, Titelaberkennung 2009 bis 2018 oder Zwangsabstieg möglich
  • Präzedenzfall: CAS kippte 2020 bereits eine Champions-League-Sperre gegen den Klub

So geht es weiter: Manchester City hat laut Al-Khelaifi das Recht, gegen das Urteil Berufung einzulegen, eine endgültige Entscheidung steht also noch aus.

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