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·2. Juli 2026
Radikaler Zehn-Punkte-Plan: Journalist Ugur Meleke will TFF-Präsident werden und die Ausländerregel komplett abschaffen!

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·2. Juli 2026

Die administrative Ebene des türkischen Fußballs steht vor einer potenziellen Zäsur von historischem Ausmaß. Mit einem Budget von sage und schreibe 8,525 Milliarden TL – was umgerechnet rund 180 Millionen US-Dollar entspricht – und über 440 Mitarbeitern gehört der Türkische Fußballverband (TFF) wirtschaftlich zu den Schwergewichten in Europa. Die Trendyol Süper Lig belegt kontinental Platz fünf bei den TV-Einnahmen und Rang sechs beim Gesamtwert der Spieler. Dennoch klafft zwischen der finanziellen Muskelmasse und dem tatsächlichen sportlichen Ertrag eine gewaltige Lücke. In einem viel beachteten Beitrag hat der renommierte Sportjournalist und Analyst Ugur Meleke nun offiziell seine Absicht verkündet, für das Amt des TFF-Präsidenten zu kandidieren, um den schlingernden Tanker mit wissenschaftlichen und innovationsorientierten Ansätzen innerhalb von drei Jahren radikal zu reformieren.
Der 46-jährige Präsidentschaftsanwerber nimmt bei seiner Bestandsaufnahme kein Blatt vor den Mund und attackiert die verkrusteten Strukturen der Verbandswahl. Um überhaupt formell für den Chefposten zugelassen zu werden, benötigt ein Bewerber aktuell die Unterstützung von fünf Klubs sowie die Unterschriften von 64 der insgesamt 320 Delegierten. Da sich dieses Gremium fast ausschließlich aus Vereinsfunktionären und Unternehmern zusammensetzt, haben externe Vordenker faktisch keine Chance. „Ist es nicht merkwürdig, dass die Zukunft des Fußballs nicht von denjenigen entschieden wird, die tatsächlich auf dem Platz stehen?“, wirft der Wirtschaftsabsolvent als zentrale Frage auf. Derzeit stellen aktive oder ehemalige Profis, Trainer und Schiedsrichter zusammen gerade einmal 13 Abgesandte. Sein Gegenentwurf sieht eine Erweiterung des Wahlgremiums auf 10.000 Stimmberechtigte vor, unter denen Journalisten, Ärzte, Beobachter und Ex-Nationalspieler das Fundament bilden sollen.
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Um das Niveau der heimischen Eliteklasse anzuheben, legt der Hürriyet-Kolumnist und beIN-Sports-Experte ein detailliertes Dekalog-Programm vor. Der erste Schritt umfasst die Verkleinerung der Süper Lig auf 16 Mannschaften. Mit nur noch 30 Spieltagen, fünf Europapokalplätzen und vier Absteigern soll die maximale sportliche Relevanz bis zum Schluss garantiert werden. Parallel dazu fordert er einen Spielplan ohne künstliche Vorgaben. Die bisherige Praxis, Derbyspiele zum Schutz vor Länderspielpausen zu blockieren oder feste Derby-Spieltage zu diktieren, soll einer völlig freien Auslosung weichen. Auch das Verteilungssystem der Fernsehgelder will der Journalist anpacken. Bislang werden die Einnahmen zu 48 Prozent gleichmäßig, zu 46 Prozent nach Punktprämien und zu 6 Prozent nach dem Tabellenplatz ausgeschüttet. Zukünftig soll ein messbares Zuschauerkriterium einfließen, das volle Stadien belohnt. Als Vorbild nennt er den spanischen Erstligisten Osasuna, der jedem Neugeborenen in Pamplona ein Trikot, eine Babyflasche im Vereinsdesign und ein Sparkonto über 50 Euro schenkt. Um den Offensivgeist zu beleben, soll zudem die Remis-Prämie von sechs auf vier Millionen Lira sinken.

Foto: IHA
Ein besonderer Dorn im Auge ist dem Präsidentschaftskandidaten die chronische Konzeptlosigkeit bei den bürokratischen Beschränkungen des Kaders. Die in den vergangenen zwei Jahrzehnten insgesamt 14-mal geänderte Ausländerregel soll nach den Vorstellungen des Analysten restlos eingestampft werden. Als Alternative schwebt ihm ein an das englische Modell angelehntes Punktesystem vor. Eine Spielgenehmigung wird demnach nur noch über ein Leistungsprofil vergeben, welches das exakte Alter, die FIFA-Rangliste des Herkunftslandes, die sportliche Stärke der Herkunftsliga sowie die Nationalmannschaftseinsätze und absolvierten Pflichtspiele der Vorsaison einpreist. Auch die Hire-and-Fire-Mentalität auf den Trainerbänken soll ein jähes Ende finden. Klubs, die innerhalb einer Spielzeit bereits den zweiten Übungsleiter entlassen, werden per Statut dazu verdonnert, die laufende Saison mit dem eigenen Nachwuchsleiter auf der Bank zu beenden.
Die tiefgreifendsten Einschnitte betreffen die ethische und finanzielle Ausrichtung des Verbandes. Das größte Problem des türkischen Fußballs liege laut dem Experten nicht bei den Referees, sondern bei den Funktionären. Symbolische Sperren von 45 Tagen seien absolut wirkungslos, weshalb das Gesetz gegen Gewalt im Sport sowie die Disziplinarordnung rigoros verschärft werden müssten. Das Schiedsrichterwesen soll durch akademische Ausbildung, Top-Gehälter und modernste Technologien wie Ballsensoren und hochentwickelte Kamerasysteme für Abseits- und Aus-Entscheidungen professionalisiert werden. Radikale Einschnitte sieht er auch für die Nationalelf vor: „Die Erfolgsprämien für die A-Nationalmannschaft sollen gestrichen werden. Die frei werdenden Mittel sollen stattdessen vollständig in die Nachwuchsförderung investiert werden.“ Als fester, stimmungsvoller Spielort für die Nationalmannschaft wird das Gürsel-Aksel-Stadion in Izmir vorgeschlagen.
Abschließend untermauert der ehemalige Mitorganisator der FIFA-U20-Weltmeisterschaft seine Argumente mit dem offiziellen Zahlenwerk des Verbandes. Ein Blick in den jüngsten Tätigkeitsbericht 2025/26 offenbart laut seinen Ausführungen eine immense Schieflage: Während die reinen Verwaltungskosten stolze 171 Millionen TL verschlingen, fließen mickrige 9 Millionen TL in den Behindertenfußball. Alle 440 TFF-Angestellten sollen daher einer strikten Eignungsprüfung unterzogen und der Personalstamm gesundgeschrumpft werden. Der Journalist plädiert leidenschaftlich für einen radikalen Kulturwandel, bei dem Kompetenz über Loyalität triumphiert. Seine weitreichenden Visionen untermauert er mit einem historischen Zitat des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk: „Wenn meine Worte eines Tages der Wissenschaft widersprechen sollten, dann entscheidet euch für die Wissenschaft.“

Foto: IHA
Die Liga soll künftig aus 16 Vereinen bestehen. Mit 30 Spieltagen, fünf Europapokalplätzen und vier Absteigern soll bis zum letzten Spieltag Spannung herrschen.
Durch weniger Ligaspiele würden zudem Freiräume für Europapokalteilnehmer und die Nationalmannschaft entstehen.
Die bisherige Praxis, Derbyspiele grundsätzlich nicht vor Länderspielpausen anzusetzen, soll abgeschafft werden.
Auch fest vorgegebene Derby-Spieltage sollen entfallen. Stattdessen soll der komplette Spielplan ausgelost werden.
Derzeit werden die TV-Einnahmen wie folgt verteilt:
Künftig soll zusätzlich ein Zuschauerkriterium eingeführt werden. Vereine mit höherem Stadionbesuch sollen einen größeren Anteil erhalten.
Als Beispiel nennt der Autor den spanischen Klub Osasuna, der jedem Neugeborenen in Pamplona ein Trikot, ein Babyfläschchen im Vereinsdesign und ein Sparkonto über 50 Euro schenke.
Außerdem schlägt er vor, die Prämie für Unentschieden von derzeit sechs auf vier Millionen Lira zu senken, um offensiveren Fußball zu fördern.
Die in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 14-mal geänderte Ausländerregel soll vollständig abgeschafft werden.
Stattdessen schlägt der Autor ein Punktesystem für ausländische Spieler vor.
Bewertet werden sollen unter anderem:
Nur Spieler, die eine bestimmte Punktzahl erreichen, sollen eine Spielgenehmigung erhalten – ähnlich wie im englischen Fußball.
So wie Trainer pro Saison höchstens zwei Vereine übernehmen dürfen, sollen auch Vereine nur begrenzt Trainer entlassen können.
Wer innerhalb einer Saison bereits den zweiten Trainer entlässt, soll die Spielzeit mit dem Nachwuchsleiter beenden müssen.
Nach Ansicht des Autors liegt das größte Problem des türkischen Fußballs nicht bei den Schiedsrichtern, sondern bei den Funktionären.
Sowohl das Gesetz gegen Gewalt im Sport als auch die Disziplinarordnung müssten vollständig überarbeitet werden.
Symbolische Strafen wie 45-tägige Funktionssperren seien nicht abschreckend genug.
Langfristig sollen deutlich besser ausgebildete und besser bezahlte Schiedsrichter eingesetzt werden.
Der Autor fordert mehr Unparteiische mit akademischem Hintergrund sowie eine stärkere Nutzung moderner Technologien.
Er verweist darauf, dass künftig durch Sensoren im Ball und in den Schuhen sowie neue Kameratechnik Entscheidungen bei Aus, Eckball, Einwurf oder Abseits wesentlich präziser getroffen werden könnten.
Die Erfolgsprämien für die A-Nationalmannschaft sollen gestrichen werden.
Die frei werdenden Mittel sollen stattdessen vollständig in die Nachwuchsförderung investiert werden.
Außerdem schlägt der Autor ein festes Nationalstadion vor und nennt das Gürsel-Aksel-Stadion in Izmir als geeigneten Austragungsort.
Auch die Ausgabenstruktur des TFF soll überarbeitet werden.
Als Beispiel nennt der Autor den Tätigkeitsbericht 2025/26:
Er fordert, Verwaltungsausgaben deutlich zu reduzieren und stattdessen stärker in Jugendakademien und den Breitensport zu investieren.
Alle 440 Mitarbeiter des Verbandes sollen einer Eignungsprüfung unterzogen werden.
Anschließend soll die Personalstärke auf ein angemessenes Niveau reduziert werden.
Abschließend fordert der Autor einen grundlegenden Kulturwandel im türkischen Fußball.
Das bisherige System, in dem persönliche Beziehungen und Loyalität häufig wichtiger seien als Kompetenz, müsse beendet werden. Stattdessen solle künftig das Leistungsprinzip im Mittelpunkt stehen.
Mit einem Verweis auf Mustafa Kemal Atatürk beendet er seinen Beitrag:
„Wenn meine Worte eines Tages der Wissenschaft widersprechen sollten, dann entscheidet euch für die Wissenschaft.“
Er hoffe, dass dieser Wandel gemeinsam gelingen werde.
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