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·31. Juli 2026
Ragnar Ache arbeitet am Traum von der Premier League: „Auf dem Niveau bin ich zurzeit aber nicht“

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Simon Bartsch
31 Juli, 2026
Im Testspiel gegen Rheinsüd wurde er noch nicht berücksichtigt, gegen Bergisch Gladbach gab es 30 Minuten, doch mittlerweile ist der Angreifer wieder voll im Spiel. Ragnar Ache arbeitet in Kitzbühel an seiner guten Form, will gefühlt eher gestern statt morgen in die neue Spielzeit starten. Kein Wunder, nachdem er das Saisonfinale verletzt verpasste.
Ragnar Ache im Trainingslager in St. Johann (Foto: come-on-fc.com)
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Wild gestikulierend stand der Stürmer im Mittelkreis, forderte den Ball, bekam ihn nicht. Ragnar Ache wirkte alles andere als glücklich, als der Angriff im Testspiel am Montag an ihm vorbeilief, doch das Lächeln kehrte schnell zurück. Ache wirkt locker, irgendwie befreit dieser Tage in Kitzbühel. Vielleicht auch, weil seine Situation aktuell recht komfortabel scheint. Denn, wenn über ein potenzielles Transferziel spekuliert wird, dann fällt doch oft die Kategorisierung „Backup für Ache“. Und „Backup für Ache“ impliziert in gewisser Weise, dass der Stürmer dann doch irgendwie bei den Geißböcken gesetzt ist. Nominell ist der 28-Jährige der einzige klassische Mittelstürmer im Team – wenn man den ausgemusterten Imad Rondic nicht mitzählt. Der Spieler ist aber auch einfach nur glücklich, dass er aktuell fit ist.
Auch deswegen geht man es gerade besonders ruhig an. Denn der Stürmer scheint anfällig für Verletzungen. Das Finale der vergangenen Saison erlebte der Angreifer beispielsweise von der Tribüne aus. Der gebürtige Frankfurter hatte sich gegen St. Pauli am 30. Spieltag eine Muskelverletzung zugezogen, war beim Rest der Spielzeit nicht mehr aktiv dabei. Nach dem behutsamen Einstieg in diesem Sommer ist Ache nun zu 100 Prozent dabei, macht bei jeder Übung mit. Es bestehen aktuell jedenfalls wenig Zweifel daran, dass der Stürmer zu Saisonbeginn in der Startelf stehen kann. In der vergangenen Spielzeit erzielte Ache saisonübergreifend acht Tore, bereitete sieben weitere vor. Er gehörte damit zu den Topscorern der Geißböcke. In dieser Saison darf es aus Kölner Sicht gerne ein wenig mehr sein, wenn denn keine Verletzung bei dem Angreifer dazwischen grätscht.
Acht Tore hört sich für einen Zielstürmer, der wiederum 31 Mal auf dem Platz stand, ordentlich, aber eben nicht überragend an. Nur gehört zur Wahrheit eben auch, dass das Spiel der Geißböcke nicht nur auf den Zielstürmer ausgerichtet war. Mit den schnellen Außen, die das Dribbling nicht scheuen, um dann ins Zentrum zu ziehen und den Abschluss suchen, gab es zum Beispiel ein anderes probates Mittel, um an Tore zu kommen. Dabei wurde Ache in der Box durchaus gesucht. Zwar schlugen die Kölner recht viele Flanken (416, fünftbester Wert der Liga), von denen auch im Schnitt jede Dritte beim Mitspieler ankam (Viertbester Wert der Liga), doch Tore erzielten die Geißböcke im prozentualen Vergleich dann doch wenige. Auch, weil Aches Aufgabe durchaus im Ablegen bestand. Während der FC mehr als 400 Versuche für seine acht Treffer benötigte, kam Leverkusen nach 350 Hereingaben bereits auf neun Tore. Ein probates Mittel sind die Hereingaben aber allemal.
Denn Ache ist durchaus ein starker Kopfballspieler. Im Schnitt gewann der Stürmer in der vergangenen Saison 13 Kopfball-Duelle pro 90 Minuten, ligaweit Platz zwei hinter Berlins Andrej Ilic. Das ist bemerkenswert – vor allem, weil Ache bei einer Körpergröße von 1,83 Metern nicht zu den klassischen Kopfballriesen gehört. Was ihm an Zentimetern fehlt, macht er durch Timing und Positionierung, vor allem durch seine enorme Sprungkraft wett. Allerdings geht es dabei eben auch um lange Bälle, die der Stürmer gewinnbringend verlängert. Die Torausbeute mit dem Kopf war in der vergangenen Spielzeit mit zwei in der Liga ein wenig mau. In seiner Karriere erzielte der Angreifer insgesamt schon 15 Tore mit dem Kopf.
Unvergessen ist aber natürlich der Fallrückzieher gegen Hoffenheim. „Ich weiß bis heute nicht, wie das passiert ist. Ehrlich nicht“, sagte Ache im Interview mit den „11Freunden“ und gab zu, dass er der Kugel nur hinterherschauen wollte. „Mein Körper hat sich was anderes überlegt. Plötzlich hing ich in der Luft.“ Das Tor sorgte international für Aufsehen. Auch in England ging es viral. Und möglicherweise kommt der Stürmer seinem Traum so ein Stück weit näher. „Mein Traum ist die Premier League. Auf dem Niveau bin ich zurzeit aber nicht. Dafür muss ich fußballerisch besser werden“, so Ache. „Aber das kann ja noch werden. Schaut euch Harry Kane an: Wie alt ist er? 32. Und so gut wie nie. Der holt sich im eigenen Strafraum den Ball, spielt einen Diagonalball und steht kurz darauf wieder vorne im Sechzehner, um die Flanke einzuköpfen.“







































