LIGABlatt
·30. Januar 2026
Raum statt Skill-Move! Wie eFootball andere Entscheidungen belohnt

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·30. Januar 2026

In Fußballsimulationen scheint der Skill-Move als ultimatives Werkzeug, um Überzahl zu schaffen, Gegenspieler stehen zu lassen und Torchancen zu erzwingen. In eFootball ist dieser Ansatz nur bedingt zielführend. Zwar existieren auch hier Tricks und individuelle Aktionen, doch sie stehen nicht im Zentrum das Spiels. Stattdessen belohnt eFootball vor allem eines: das Erkennen und Bespielen von Räumen.
Wer versucht, Situationen ausschließlich über Einzelaktionen zu lösen, stößt schnell an seine Grenzen. Skill-Moves sind oftmals kontextabhängig, riskant und fehleranfällig. Ein falsch getimter Trick führt nicht selten zum Ballverlust und damit zu genau jenen Umschaltmomenten, mit denen eFootball konsequent seine Spieler bestraft.
Räume entstehen durch Bewegung
Räume entstehen in eFootball selten durch das direkte Duell, sondern durch kollektive Bewegung. Ein Pass verlagert das Spiel, ein zweiter verschiebt die gegnerische Ordnung, ein dritter öffnet eine Lücke. Dieser Prozess ist zwar oft recht unspektakulär, aber dafür effektiv. Erfolgreiche Spieler erkennen, wann ein Raum im besten Moment bespielbar ist, und wann nicht. Sie warten, bis sich Passwinkel öffnen, statt sie erzwingen zu wollen. Das Spiel belohnt nicht die auffälligsten Aktionen, sondern die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit.
Warum Skill-Moves an Wirkung verlieren
Skill-Moves funktionieren in eFootball nur dann, wenn sie vorbereitet sind. Ohne Raum, ohne Tempoaufnahme oder ohne Unterstützung durch Mitspieler verlieren sie ihren Zweck. Anders als in anderen Titeln reicht es nicht, einen Gegner isoliert auszuspielen. Selbst ein gelungener Trick führt nicht automatisch zu einem Vorteil, wenn dahinter keine Struktur vorhanden ist. Das Spiel zwingt den Spieler damit, seine Prioritäten zu überdenken. Nicht die Frage "Wie komme ich am Gegner vorbei?" steht im Vordergrund, sondern "Wo entsteht gerade Überzahl?" Diese Verschiebung im Denken verändert die gesamte Spielweise.
Raumkontrolle als offensive Grundlage
Wer Räume auf dem virtuellen Feld kontrolliert, kontrolliert auch das Spiel. In der Offensive bedeutet das, den Gegner ständig zu Entscheidungen zu zwingen. Herausrücken oder fallen lassen, Zentrum sicher oder Flügel schließen. Jede Entscheidung öffnet andere Räume. Spieler, die diesen Mechanismus verstehen, müssen nicht permanent beschleunigen oder Risiken eingehen. Sie spielen den Ball, verschieben des Spiel und lassen den Gegner arbeiten. Der eigentliche Vorteil entsteht nicht erst durch den finalen Pass; viel mehr durch alles, was ihm vorausgeht.
Auch hier zeigt sich die Nähe zum realen Vorbild: Tore entstehen selten durch spektakuläre Einzelaktionen. Fehlerhafte Positionierung, verspätetes Verschieben oder nachlassende Konzentration. Räume sind das eigentliche Kapital. Skill-Moves lediglich ein Werkzeug unter vielen. eFootball bildet diese Logik konsequent ab. Wer versucht, das Spiel wie eine Abfolge von Eins-gegen-Eins-Situationen zu behandeln, wird früher oder später ausgebremst. Wer Räume liest und clever bespielt, verschafft sich dagegen nachhaltige Vorteile.
Wer gut und erfolgreich in eFootball zocken möchte, muss lernen umzudenken. Nicht der auffälligste Spieler, sondern der klügste setzt sich durch. Raum schlägt Skill-Move, Geduld schlägt Aktionismus. Wer das umsetzt, entdeckt ein Spiel, das weniger auf Momentum und Effekte ausgelegt ist, aber im Kern Substanz bietet.
Foto: konami.com/efootball








































