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·31. August 2026
Rayan Philippes Bundesliga-Reise geht in Paderborn weiter

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·31. August 2026

Der Hamburger Angreifer Rayan Philippe steht Berichten zufolge vor einem Leihwechsel zum Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn, nachdem die beiden Klubs eine vollständige Einigung über den Transfer des 25-Jährigen erzielt haben. Florian Plettenberg berichtet, dass Philippe auf Leihbasis nach Ostwestfalen wechselt, wobei sich Paderborn eine Kaufoption für den französischen Stürmer sichert. Die medizinische Untersuchung und die Vertragsunterzeichnung sind für Dienstag angesetzt, danach kann der Deal offiziell verkündet werden.
Der bevorstehende Wechsel beendet – zumindest vorerst – auf unerwartete Weise Philippes Versuche, sich nach einer produktiven Vorbereitung als wichtigere Figur im HSV-Kader von Merlin Polzin zu etablieren. Vor etwas mehr als einem Jahr kam Philippe als einer der begehrtesten Offensivspieler der 2. Bundesliga nach Hamburg. Die Rothosen investierten rund 2,5 Mio. Euro, um den früheren Stürmer von Eintracht Braunschweig zu verpflichten.
Philippe wird nun erneut innerhalb des deutschen Oberhauses wechseln und sich diesmal einem Paderborner Team anschließen, das für den Bundesliga-Klassenerhalt zusätzliche offensive Qualität sucht. Paderborn verstärkte seinen Angriff zuletzt mit der späten Sommerverpflichtung von Bundesliga-Routinier Marvin Pieringer aus Heidenheim. Pieringer stand beim Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Mainz in der Startelf und absolvierte beim 0:0-Unentschieden die vollen 90 Minuten.
Der in Nizza geborene Philippe nahm einen ungewöhnlichen Weg in die deutsche Eliteklasse. Nach seiner Ausbildung in Frankreich und nur wenigen Chancen im Profibereich verschwand Philippe fast vollständig vom Radar des Mainstreams, bevor er seine Karriere in Luxemburg neu aufbaute. Eintracht Braunschweig holte ihn daraufhin 2023 ablösefrei nach Deutschland. Der Wechsel erwies sich als Glücksgriff.
Philippe steuerte in seiner ersten Saison in der 2. Bundesliga acht Tore und fünf Vorlagen bei, bevor er in der Spielzeit 2024/25 richtig durchstartete. Seine 13 Ligatore und sechs Assists weckten das Interesse zahlreicher Bundesliga-Klubs. Mainz war im vergangenen Sommer besonders nah an einer Verpflichtung dran.
Ironischerweise erschwerte Philippe diesen Transfer selbst, indem er Braunschweig in den Relegationsspielen gegen Saarbrücken zum Klassenerhalt verhalf. Der Verbleib in der 2. Liga stärkte Eintrachts Verhandlungsposition und trug dazu bei, dass der geplante Deal mit Mainz platzte.
Hamburg griff schließlich zu.
Später sorgte Philippe für einen der denkwürdigeren Momente seiner ersten Bundesliga-Saison, als er gegen den Klub doppelt traf, zu dem er beinahe gewechselt wäre. GGFN berichtete darüber, wie Philippe seinen gescheiterten Mainz-Transfer mit einem Torjubel in Telefon-Geste beim 4:0-Sieg des HSV offen verspottete.
„Es war wirklich knapp, aber ich bin jetzt glücklich, hier in Hamburg zu sein“, sagte Philippe damals.
Nicht einmal elf Monate später liegt seine unmittelbare Zukunft woanders.
Zunächst sah es so aus, als könne Philippe Hamburgs Investition rechtfertigen. Der französische Angreifer kam an den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen auf fünf Torbeteiligungen und gab Polzin eine beachtliche positionsbezogene Flexibilität. Ob zentral oder auf rechts, Philippes Direktheit und Abschlussstärke gaben dem HSV phasenweise genau das, was man sich von einem der gefährlichsten Stürmer der Vorsaison in der 2. Bundesliga erhofft hatte.
Seine Leistungen waren so vielversprechend, dass Get German Football News Philippe in unserer Winterbewertung der Transfers zu Hamburgs gelungenen Sommerzugängen zählte. An Konstanz mangelte es allerdings weiterhin. Philippe beendete die Bundesliga-Saison 2025/26 letztlich mit fünf Toren aus 28 Einsätzen, von denen er nur 13 von Beginn an machte. Es gab produktive Phasen, aber nicht genug davon, damit sich der Franzose einen unangefochtenen Platz in Polzins Angriff sichern konnte.
Gerade deshalb war seine Arbeit in diesem Sommer besonders interessant.
Philippe ging in die Vorbereitung 2026, offenbar fest entschlossen, sich wieder stärker in den Vordergrund zu spielen. Die Ergebnisse waren ermutigend. Wie in der Get German Football News-Taktik-Vorschau 2026/27 zum Hamburger SV ausführlich beschrieben, gehörte Philippe in der Vorbereitungsphase zu den überraschend produktiven Akteuren.
Philippe traf gegen Heidenheim nach einem starken Zusammenspiel mit dem neuen Stürmer Patson Daka, bereitete anschließend gegen Everton für Daka vor und zirkelte dann gegen Lille einen starken direkten Freistoß aus rund 20 Metern ins Tor. Statt wie ein klarer Abschiedskandidat zu wirken, schien Philippe in der Lage, um eine der beiden offensiven Positionen hinter Polzins Mittelstürmer zu konkurrieren.
Auch die Arbeit hinter diesen Leistungen war gezielt. Philippe nutzte den Sommer, um Schwächen aus seiner ersten Bundesliga-Saison anzugehen, und kehrte mit dem klaren Ziel in die Vorbereitung zurück, seinen Stand innerhalb des Kaders zu verbessern. Die jüngste Transferentwicklung kommt deshalb am Ende dessen, was nach einem erfolgreichen Wiederaufbauversuch aussah.
Paderborn kann ihm jedoch etwas bieten, das Hamburg offenbar nicht kann: einen klareren Weg zu regelmäßiger Bundesliga-Spielzeit.
Auch aus Paderborns Sicht ergibt der Wechsel sehr viel Sinn. Wie in der Get German Football News-Taktik-Vorschau 2026/27 zum SC Paderborn ausführlich analysiert, verbrachten die aufgestiegenen Ostwestfalen große Teile des Sommers damit, ihren Angriff neu aufzubauen, der nach dem Aufstieg viel Produktion verloren hatte.
Filip Bilbija verließ den Verein nach 15 Toren in der Aufstiegssaison, wodurch Paderborn versuchte, seinen Ertrag nicht durch einen direkten Nachfolger, sondern durch eine Reihe unterschiedlicher Offensivprofile zu ersetzen.
Darauf folgten erhebliche Investitionen.
Gabriel Vidović kam für eine vereinsinterne Rekordablöse, während Oliver Batista Meier, Deniz Zeitler und weitere Neuzugänge Cheftrainer Ralf Kettemann deutlich mehr technische Vielfalt in den offensiven Achsen verschafften. Die jüngste Verpflichtung von Marvin Pieringer verstärkte zudem die Mittelstürmer-Position. Philippe bringt noch einmal ein anderes Profil mit.
Sein Tempo, seine Bereitschaft, offene Räume anzugreifen, seine Fähigkeit, aus breiteren Ausgangspositionen zu arbeiten, und seine vorhandene Erfahrung in Deutschlands erster und zweiter Liga machen ihn besonders wertvoll für einen Aufsteiger, der nicht jeden Bundesliga-Gegner territorial dominieren dürfte.
Der Franzose weiß außerdem, wie man in fluiden Offensivstrukturen agiert. Kettemanns Paderborner wechseln flexibel zwischen Dreierkettensystemen wie dem 3-4-2-1 und dem 3-5-2, wobei von den Offensivspielern Rotationen erwartet werden, statt an starren Ausgangspositionen festzuhalten.
Philippes Erfahrung im Zentrum, auf rechts und in engeren Halbraumrollen sollte dem Paderborner Trainer genau für diese Rotationen eine weitere Option geben.
Die geplante Struktur erlaubt es beiden Klubs, eine endgültige Entscheidung zu vertagen. Hamburg investierte erst im vergangenen Sommer erheblich in Philippe und muss beim Stürmer nicht sofort einen Verlust hinnehmen. Paderborn wiederum kann seine Eignung über den Verlauf einer Bundesliga-Saison hinweg bewerten, bevor entschieden wird, ob die Kaufoption gezogen wird.
Für Philippe dürfte regelmäßige Spielzeit wichtiger sein als die Buchhaltung. Der 25-Jährige hat sich über Jahre von den Rändern des französischen Profifußballs über Luxemburg, Braunschweig und schließlich bis in die Bundesliga hochgearbeitet. Seine erste Saison auf Deutschlands höchstem Niveau war weder ein Misserfolg noch der Durchbruch.
Jetzt kommt die nächste Chance.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































