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·23. Juli 2026
Regel-Zoff in der Süper Lig: Fenerbahçe stößt neue Debatte an

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Fenerbahçe-Trainer İsmail Kartal hat eine kurzfristige Änderung der Ausländerregel in der Süper Lig ins Gespräch gebracht. Statt des derzeit vorgesehenen Modells mit zehn frei registrierbaren und vier jungen ausländischen Spielern hält er eine Rückkehr zu 12+2 für möglich. Bei Galatasaray soll dieser Vorstoß für deutlichen Unmut sorgen.
Kurz vor dem Start der neuen Saison wird in der Türkei erneut über die Ausländerregel diskutiert. İsmail Kartal brachte das Thema nach dem 1:0-Erfolg von Fenerbahçe gegen Górnik Zabrze öffentlich zur Sprache. Der Trainer erklärte, dass die bisherige Regel möglicherweise noch auf ein Modell mit zwölf frei einsetzbaren und zwei jüngeren ausländischen Spielern geändert werden könnte. Nach seiner Darstellung würden 14 oder 15 der 18 Süper-Lig-Klubs eine Anpassung befürworten. Kartal kritisierte besonders die Verpflichtung von vier jungen Ausländern. Dadurch würden die türkischen Vereine letztlich vor allem Spieler für andere Länder entwickeln. Eine Rückkehr zur vorherigen Regel wäre aus seiner Sicht für einen Großteil der Klubs vorteilhafter.
TFF hatte Änderung bereits ausgeschlossen
Offiziell gilt für die Saison 2026/27 weiterhin das sogenannte 10+4-Modell. Die Vereine dürfen insgesamt 14 ausländische Spieler für ihre erste Mannschaft registrieren. Bei zehn Profis gibt es keine Altersbeschränkung. Werden alle 14 Plätze genutzt, müssen mindestens vier Spieler am 1. Januar 2003 oder später geboren worden sein. Eine Begrenzung der gleichzeitig auf dem Platz stehenden Ausländer gibt es dabei nicht. Der türkische Fußballverband hatte erst am 30. Juni ausdrücklich erklärt, dass an dieser Regelung nicht mehr gerüttelt werden solle. Die zuvor veröffentlichten Vorgaben blieben unverändert bestehen.
Galatasaray soll Änderung wohl ablehnen
Nach Informationen der türkischen Zeitung "Milliyet" stößt Kartals Forderung bei Galatasaray deshalb auf Ablehnung. Der Meister habe seine gesamte Kaderplanung auf Grundlage der bestätigten Regel vorgenommen. Galatasaray soll bereits vor Beginn der Transferperiode eine Änderung beim Verband angeregt haben. Dieses Anliegen sei von der TFF jedoch klar zurückgewiesen worden. Dass die Diskussion nun nach den ersten Transfers erneut eröffnet wird, werde innerhalb des Klubs als problematisch angesehen. Die Verantwortlichen sollen zudem darauf verweisen, dass auch die Trennung von Mauro Icardi durch die bestehende Ausländerregel beeinflusst worden sei. Diese Darstellung stammt allerdings aus dem Umfeld von Galatasaray und wurde weder vom Spieler noch vom Verband bestätigt. Hier bleibt ihr immer auf dem neuesten Stand – im LIGABLatt-TransferCenter!
Änderung würde Kaderplanung auf den Kopf stellen
Eine kurzfristige Anpassung von 10+4 auf 12+2 hätte erhebliche Folgen für die Transferplanung der Vereine. Klubs mit mehreren erfahrenen ausländischen Spielern könnten zwei zusätzliche Profis ohne Altersbeschränkung registrieren. Mannschaften, die bereits gezielt junge Spieler für die vier vorgesehenen Plätze verpflichtet haben, wären dagegen benachteiligt. Genau darin dürfte der Kern des Galatasaray-Einwands liegen.







































