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·15. September 2026

Richarlison sagt Nein – und sitzt bis Januar fest

Artikelbild:Richarlison sagt Nein – und sitzt bis Januar fest

Ein Klub aus Rio bot 20 Millionen Euro. Tottenham war bereit zu verkaufen. Der Spieler wollte nach Hause. Und trotzdem ist nichts passiert – weil sich alle Beteiligten über die Laufzeit eines Vertrages nicht einigen konnten.

Die Ausgangslage: ein Spieler ohne Wettbewerb

Richarlison steht nicht im Premier-League-Kader von Tottenham. Roberto De Zerbi hat ihn dort nicht gemeldet, was in der Praxis bedeutet: Der 29-Jährige kann bis frühestens Januar kein Ligaspiel für die Spurs bestreiten. 2022 kam er für rund 60 Millionen Pfund aus Everton, sein Vertrag läuft im letzten Jahr, und die sportliche Perspektive im Norden Londons liegt irgendwo zwischen U21-Training und Warteschleife.


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Vier Türen, vier Mal zu

Der brasilianische Weg war der emotionalste – und war deshalb am weitesten gediehen. Vasco steigerte sein Angebot bis auf ein Paket von rund 17 Millionen Pfund inklusive Boni, Tottenham stimmte zu, das Zeitfenster in Brasilien lief. Dann kam der Bruch. Richarlison wollte sich nach übereinstimmenden Berichten nicht dauerhaft binden, sondern nur kurzfristig, um im Winter neu zu entscheiden. Er selbst erklärte den Vasco-Fans in einem Instagram-Video, er sei sehr nah dran gewesen und habe eine Leihe bis Dezember gewollt.

Zwei Lesarten, ein Ergebnis: Der Transfer ist tot, und die Fenster in Brasilien und der Türkei sind es auch.

Warum Tottenham fassungslos ist

In London wird die Sache deutlich weniger romantisch bewertet. Schon die Absage an Everton hatte intern für Verstimmung gesorgt; nach dem geplatzten Vasco-Deal ist von erheblicher Frustration in der Klubführung die Rede. Aus Sicht der Spurs hat ein Spieler, den sie loswerden wollen und der selbst gehen will, binnen weniger Tage zwei Ausgänge blockiert – und blockiert nun ein Gehalt in einem Kader, in dem er nicht spielen darf.

Für Aufsehen sorgte zwischendurch die Überlegung seiner Berater, über die FIFA-Regel zum sportlichen Grund eine vorzeitige Vertragsauflösung zu prüfen. Wer diesen Weg auch nur erwägt, hat die Brücken nicht nur angezündet, sondern das Streichholz behalten.

Der Befund

Richarlison war einmal ein WM-Torschütze mit einem der schönsten Treffer des Turniers 2022. Jetzt ist er ein 29-Jähriger, der drei Monate lang gegen Nachwuchsmannschaften trainieren wird, um im Januar in einen Markt zurückzukehren, der ihn dann schlechter bewertet als heute.

Die Frage ist nicht, ob er noch Premier-League-Niveau hat. Die Frage ist, wie viel davon nach einem Vierteljahr ohne Wettkampf übrig bleibt – und wer ihm das anschließend noch abkauft.

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