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·29. Juni 2026

RL-Reform: Hansa Rostock kündigt Boykott der Abstimmung an

Artikelbild:RL-Reform: Hansa Rostock kündigt Boykott der Abstimmung an

Am heutigen Montag steht die Abstimmung zur Regionalliga-Reform an. Kurzfristige Änderungen der Regionalverbände sorgen jedoch für Zündstoff, weil besonders das favorisierte Kompass-Modell betroffen ist. Der F.C. Hansa Rostock kündigte nun den Boykott der Abstimmung an, und auch Fortuna Köln sprach sich öffentlich für die ursprüngliche Kompasslösung aus.

"Das ist kein sauberer Reformprozess mehr"

Vier Absteiger, vier Regionalligen und vier Meister, die am Ende einer Saison aufsteigen. Eine Umstrukturierung der Regionalliga sorgt seit  Jahren für Diskussionen im deutschen Fußball, aber eine Lösung hat es noch nicht gegeben. Am heutigen Montag, den 29. Juni, folgt jedoch eine Abstimmung für eine potentielle Regionalliga-Reform, bei der das sogenannte Kompass-Modell dem Vernehmen nach von den Vereinen favorisiert wird. Allerdings änderten die Regionalverbände zuletzt kurzfristig die Pläne. Statt 20er-Staffeln sollen nur 18 Teams pro Regionalliga vorgesehen werden, dazu wurden die Abstimmungsregeln nachträglich verschärft.


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Umstände, die dem F.C. Hansa Rostock sauer aufstoßen. Die Kogge kündigte einen Boykott der Abstimmung an. "Was als gemeinsamer Reformprozess angekündigt wurde, hat sich kurz vor der Entscheidung in eine Richtung entwickelt, die wir nicht mittragen können", heißt es in der Mitteilung der Ostseestädter. Kritisiert wird unter anderem, dass "ein zentrales Modell auf den letzten Metern verändert" wird. Rostock macht deutlich: "Das ist kein sauberer Reformprozess mehr. Das ist ein Verfahren, das Vertrauen zerstört." Obwohl Vereine über Monate auf Basis anderer Rahmenbedingungen gearbeitet haben, wie es weiter heißt.

Auch Köln setzt Statement ab

Damit stehen die Ostseestädter nicht alleine da. Auch Fortuna Köln bezog öffentlich Stellung. "Wir stehen weiterhin hinter den ursprünglich vereinbarten Inhalten der Reform: vier Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Vereinen und eine Entscheidung per Mehrheitsvotum statt Einstimmigkeit", erklärt Präsident Hanns-Jörg Westendor, dass auch die Südstädter die kurzfristigen Änderungen am Kompass-Modell ablehnen. Ein zentraler Kritikpunkt der Kölner ist zudem: "Während ursprünglich eine einfache Mehrheit aller abstimmenden Vereine für die Umsetzung des Kompassmodells ausgereicht hätte, wäre nun die Zustimmung in allen fünf Regionalliga-Gebieten erforderlich."

Die anstehende Abstimmung wird nicht die endgültige Entscheidung für oder gegen das Kompass-Modell sein. Dennoch ist klar, dass das Ergebnis der Abstimmung eine Richtung für die Reform vorgeben wird. Dem Kompass-Modell zufolge wären die Regionalligen nicht statisch, sondern jedes Jahr neu nach geografischen Kriterien zusammengestellt worden. Im Gegensatz dazu steht noch das Regionen-Modell, bei der eine Zusammenlegung der Nord-, Nordost- und Bayern-Staffel wahrscheinlich wäre. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen sich wohl "eine Menge" Klubs dem Boykott anschließen, sollten die kurzfristigen Veränderungen nicht zurückgenommen werden.

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