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·29. Juni 2026

Daten-Analyse: Julian Pauli kehrt im Sommer zurück – warum die Geißböcke dennoch Verstärkung suchen

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Simon Bartsch

29 Juni, 2026

Er kommt von Dynamo Dresden zurück, bekommt in der Vorbereitung seine Chance – und trotzdem schaut der FC nach weiteren Innenverteidigern. Warum? Julian Pauli beim 1. FC Köln: Was die Daten sagen und was eben nicht.

Es war ein kleiner Schockmoment, als Julian Pauli vor ziemlich genau einem Jahr in Bad Waltersdorf auf dem Boden liegenblieb und behandelt werden musste. Möglicherweise hatte die Verletzung Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Saison, denn der Innenverteidiger, der in der Vorsaison sein Debüt bei den FC-Profis gefeiert hatte, ging eine Leihe bei Dynamo Dresden ein. Diesen Sommer wird er dem Vernehmen nach eine weitere Chance beim FC bekommen. Sollte es am Ende aber eine weitere Leihe geben, wäre das sicherlich kein Rückschlag.

Julian Pauli könnte im Sommer zurückkehren

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Die Diskussionen um einen weiteren Innenverteidiger reißen rund um den 1. FC Köln nicht ab. Der FC befindet sich dem Vernehmen nach weiterhin auf der Suche, haben den ein oder anderen Spieler im Blick. Zuletzt wurde über José Marsà spekuliert. Bei den Anhängern wird dagegen diskutiert, ob es denn überhaupt nötig ist, nach der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey einen weiteren zentralen Abwehrspieler unter Vertrag zu nehmen. Tatsächlich ist der Bestand überschaubar. Neben JSP befinden sich mit Rav van den Berg und Joel Schmied aktuell nur zwei weitere Innenverteidiger im Kader. Timo Hübers wird erst zur Rückrunde zurückerwartet. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kehren aber zwei Spieler von ihren Leihen zurück. Vor allem ersteren wird eine große Chance eingeräumt, sich in der Vorbereitung anzubieten. Thomas Kessler gilt als großer Befürworter, sieht den 20-Jährigen mittelfristig beim FC. Immerhin hat der in London geborene Abwehrspieler in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga ordentlich Spielpraxis sammeln können.

Noch einige Entwicklungsfelder

Mit 21 Einsätzen und knapp 1800 Spielminuten hat Pauli eine solide Saison auf den Platz gelegt. Zumindest hat der Abwehrspieler die Einsatzzeit bekommen, die sich die Kölner von der Leihe erhofft haben. Und der 20-Jährige hat sich in vielen Statistiken recht achtbar geschlagen. Bei den Defensivaktionen pro Spiel gehörte Pauli mit 9,25 pro 90 Minuten zu den besten der Liga. Auch seine Passquote von fast 90 Prozent und der Anzahl von progressiven Pässen waren für den 20-Jährigen beeindruckend. Kein Wunder also, dass sich der Abwehrspieler in den kommenden Wochen mit den weiteren Verteidigern messen soll. Dass er das Zeug hat, beim FC zu bestehen hat das Eigengewächs bekanntlich schon bewiesen. Und auch bei Dynamo war man mit den Leistungen des Youngsters durchaus zufrieden. Allerdings hat Pauli im Ligavergleich in der vergangenen Saison auch mit einigen Schwächen zu kämpfen gehabt. Denn die progressiven Bälle kamen nur knapp über 60 Prozent an, auch bei den langen Bällen ins letzte Drittel hat der Innenverteidiger noch Verbesserungsbedarf.

Gerade im vertikalen Spielaufbau, der im modernen Bundesliga-Fußball von einem Innenverteidiger mit Ball am Fuß erwartet wird, ist das Kölner Eigengewächs fehleranfällig. Bei den Luft-Duellen setzte sich der Abwehrspieler auch nur in weniger als 50 Prozent durch. Für eine Körpergröße von 1,90 Metern ein eher schwacher Wert. Pauli ist gerade einmal 20 Jahre alt, der Abwehrspieler kann kein fertiger Innenverteidiger sein, die Entwicklungsfelder sind da, aber kein Alarmsignal. Doch mit seinen Werten der Vorsaison würde es wohl nicht zum Bundesliga-Stammspieler reichen. Das muss es auch noch nicht. Pauli befindet sich am Anfang seiner Entwicklung, hat noch Zeit. Die Daten spiegeln das vergangene Jahr unter anderen Voraussetzungen wider. Nur sind die Daten vielleicht ein Fingerzeig, warum die Kölner dann doch nach einem weiteren Innenverteidiger schauen.


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