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VfL Osnabrück

·3. Mai 2026

Robert Tesche setzt dem lila-weißen Wochenende die Krone auf

Artikelbild:Robert Tesche setzt dem lila-weißen Wochenende die Krone auf

Mit einem furiosen 3:2-Auswärtssieg feierte der VfL Osnabrück im Auswärtsspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden den perfekten Abschluss eines lila-weißen Wochenendes, an dem man zuvor sowohl den Aufstieg als auch die Meisterschaft einfahren konnte. Der Spielbericht.

Aufstiegstrainer Timo Schultz veränderte seine Startelf im Vergleich zum Heimsieg gegen den SC Verl auf drei Positionen. Theo Janotta, Bryan Henning und Tony Lesueur waren neu im Aufgebot. Dafür nahmen Yigit Karademir, Lars Kehl und Fridolin Wagner zunächst auf der Bank Platz. Wiesbaden-Coach Daniel Scherning nahm zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Lukas Schleimer und Fabian Greilinger standen neu von Beginn an auf dem Platz.


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Bereits vor der Partie brach der erste Jubel in der BRITA-Arena aus. So wurden die Osnabrücker Jungs beim Rausgehen zum Warmmachen nicht nur aufgrund des feststehenden Aufstiegs gefeiert. Wenige Minuten zuvor war dem VfL dank der Niederlage von Energie Cottbus gegen den MSV Duisburg auch die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Der Support der über 5.000 mitgereisten Osnabrücker Fans war in den folgenden 90 Minuten, wie über die gesamte Saison hinweg, zweitligareif. Und auch die Mannschaft zeigte sich von Beginn an engagiert. David Kopacz ging bereits nach fünf Minuten alleine auf das Tor von Florian Stritzel zu. Den Schuss des Flügelstürmers konnte der Schlussmann des SVWW jedoch zum Eckball parieren (5‘). Zwei Minuten später traf Niklas Wiemann nach einem Eckball per Kopf den Querbalken (7‘).

Die Gastgeber kamen wenig später in Person von Donny Bogicevic erstmals in Torgefahr. Der wuchtige Abschluss vom Strafraumrand flog allerdings knapp am Gehäuse vorbei (13‘). In der nächsten Offensivaktion der Wiesbadener setzte sich Fabian Greilinger im linken Halbraum durch und zog aus gut 15 Metern ab. Gegen den rechten Pfosten prallte die Kugel anschließend wieder in den Sechzehner, wo die Lila-Weißen die Situation entschärfen konnten (14‘). Erfolgreich war der SVWW jedoch nach einer guten halben Stunde, als Tarik Gözüsirin aus der Distanz abzog. Lukas Jonsson war zwar noch mit der Hand am Ball, konnte diesen aber nicht mehr am Einschlag hindern (32‘). In der darauffolgenden Schlussphase der ersten 45 Minuten beruhigte sich die Partie ein wenig, sodass es kaum noch zu Abschlussgelegenheiten kam.

Mit dem Wiederanpfiff brachte Timo Schultz mit Ismail Badjie einmal mehr den spielentscheidenden Akteur in die Partie. In der 59. Minute stand das VfL-Eigengewächs goldrichtig, als Robin Meißner von links die Hereingabe in den Sechzehner brachte. Mit dem Kopf sorgte Badjie für den 1:1-Ausgleich (59‘). Der 20-Jährige war wenig später auch am Osnabrücker Führungstreffer maßgeblich beteiligt. So schnappte er sich den Ball, umkurvte den herausströmenden Keeper Stritzel und legte quer auf den freistehenden Robin Meißner. Dieser schoss zwar entgegen der Laufrichtung von Stritzel, der Schlussmann konnte jedoch per Fußabwehr den Gegentreffer zunächst verhindern. Chancenlos blieb der 32-Jährige im darauffolgenden Flankenversuch von Bjarke Jacobsen, den Verteidiger Jordy Gillekens unhaltbar ins rechte obere Eck abfälschte (68‘).

Nun übernahmen die Lila-Weißen das Spielgeschehen. Robin Meißner kam erneut frei zum Abschluss, setzte das Spielgerät jedoch knapp neben den Kasten der Wiesbadener (71‘). Treffsicher zeigte sich dagegen Nikolas Agrafiotis, der sich in der 86. Minute im Sechzehner gegen Niklas Wiemann durchsetzte und den Ball in die Maschen drosch (86‘).

Doch das war nicht der Schlusspunkt der Partie, die am Ende sinnbildlich für die komplette Saison des VfL Osnabrück steht. Denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Robert Tesche das letzte Wort des Tages. Nach der Hereingabe von Bernd Riesselmann hielt der Routinier im Fünfmeterraum seinen Fuß hin und sorgte damit für völlige Ekstase unter den Lila-Weißen (90+2‘). Robert Tesche sorgte mit seinem Treffer zum 3:2 gleich in doppelter Hinsicht für Rekordeinträge in den Geschichtsbüchern. Mit 38 Jahren, 11 Monaten und 6 Tagen krönte er sich zum ältesten Torschützen in der Historie des VfL Osnabrück. Zudem sicherte man sich mit dem Sieg die Auswärtspunkte 37, 38 und 39, was einen neuen Drittligarekord darstellt.

Dies war mit dem Abpfiff für alle nur noch Nebensache. So strömten sowohl Staff als auch Fans auf den Rasen und feierten die Aufstiegshelden mit Sprechchören. Für die Mannschaft ging die Party daraufhin in den Katakomben weiter. Und sicherlich wird auch die Busfahrt zurück in die Hasestadt genauso ausgelassen wie die Hinfahrt, auf der man schließlich bereits den Aufstieg feiern durfte.

Tore: 1:0 (Gözüsirin 32‘), 1:1 (Badjie 59‘), 1:2 (ET Gillekens 68‘), 2:2 (Agrafiotis 86‘), 2:3 (Tesche 90+2‘)

Aufstellungen: SV Wehen Wiesbaden: Stritzel – Neubert (Agrafiotos 81‘), Gillekens, Janitzek – Mockenhaupt (Nink 76‘), Bogicevic, Gözüsirin, Greilinger, Kaya (Kalem 76‘), Schleimer (Stehle 76‘) – Flotho

VfL Osnabrück: Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Henning (Tesche 76‘), Jacobsen (Wagner 85‘), Christensen (Badjie 46‘), Kopacz (Riesselmann 76‘), Lesueur (Pröger 65‘) – Meißner


Text: Jendrik Greiwe Foto: Fabian Frommeyer

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