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·23. April 2026
Rosenior entlassen! Fragen und Antworten zum Chelsea-Beben

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·23. April 2026

Der FC Chelsea hat sich von Liam Rosenior getrennt. Die Blues haben am Mittwoch offiziell bestätigt, dass es nicht mit dem Trainer weitergeht, der erst im Januar Enzo Maresca ersetzt hatte. Das ist ein schwerer Schlag für Chelsea.
Denn: Rosenior galt als die Lösung für eine längere Zeit. War bis 2032 vertraglich an den FC Chelsea gebunden. Der Coach sollte dafür sorgen, dass bei Chelsea alles wieder stabiler wird. Doch nur etwas mehr als 1,5 Punkte sammelte er in seinem bisher 23 Spielen im Schnitt.
Chelsea will im Sommer eine neue, langfristige Lösung präsentieren. Bis dahin will man die Wunden lecken und den Schaden begrenzen. Doch was führte letztlich zur Trennung? Und wie geht es kurzfristig weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Nun, die Bilanz der letzten Wochen spricht hier klar für sich. Und gegen den Trainer. Er schaffte es nicht, für Stabilität zu sorgen. Hinzu kommt, dass er zuletzt mit einem Systemwechsel zwar noch einmal etwas versuchte, die Mannschaft aber nur weiter destabilisierte. Gegen Brighton standen plötzlich diverse Defensivspieler mehr im Aufgebot, Chancen für die Seagulls gab es aber dennoch ohne Ende. Nach 0:11 Toren in fünf Ligaspielen bei 0 Punkten war der Punkt erreicht, an dem die Reißleine gezogen wurde.

Foto: Getty Images
Es wird keinen Trainer geben, der jetzt angestellt wird und der langfristig bleibt. „Calum McFarlane wird bis zum Saisonende als Interimstrainer die Mannschaft übernehmen und dabei von den bestehenden Mitarbeitern im Verein unterstützt werden, während wir uns bemühen, die Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe zu erreichen und im FA Cup weiterzukommen“, heißt es in der Pressemitteilung der Blues.
Hier gehen die Meldungen ein wenig auseinander. Klar ist: Rosenior war bis 2032 gebunden. Das heißt, dass die Abfindung durchaus hoch ausfallen könnte, sofern es keine Klausel gibt, die das anderweitig regelt. Manch ein Medium schreibt, dass eine Klausel existiert, andere schreiben von bis zu 24 Millionen Pfund (!) an Abfindung. Dazu käme ja noch die an Strasbourg überwiesene Ablösesumme sowie Beraterhonorare, sodass man sich schnell bei bis zu 30 Millionen Pfund wiederfinden würde. Das wäre aber der Extremfall.
Einiges. In der Liga ist alles sehr eng beisammen. Die Blues haben zwar momentan keine guten Chancen auf die Champions League, aber erstens ist noch nicht ganz klar, wie viele Teams die Premier League stellt und zweitens gibt es ja auch noch andere europäische Wettbewerbe. Die Reißleine wurde auch gezogen, weil es sogar möglich ist, dass Chelsea gar nicht international spielt. Im FA Cup ist derweil sogar der Titel noch drin. Am Sonntag findet das Halbfinale gegen Leeds statt.
Die Blues sollen, so heißt es in England, zumindest bevorzugen, einen international erfahrenen Trainer zu verpflichten. Diego Simeone aus Madrid loszueisen sei dabei zum Beispiel ein Thema. Die Frage wäre, wie sehr Chelsea auf ein solches Profil beharrt. Frei verfügbar wären unter anderem Andoni Iraola, Oliver Glasner, Xabi Alonso und Xavi Hernandez. Auch Gareth Southgate und Ruben Amorim sind auf Jobsuche. Dazu sind Überraschungen immer möglich.









































