Rote Zahlen trotz Transfer-Goldrausch bei Frankfurt: Was bringt ein 100-Millionen-Deal? | OneFootball

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·29. März 2026

Rote Zahlen trotz Transfer-Goldrausch bei Frankfurt: Was bringt ein 100-Millionen-Deal?

Artikelbild:Rote Zahlen trotz Transfer-Goldrausch bei Frankfurt: Was bringt ein 100-Millionen-Deal?

Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, wie stark der Klub im Verkaufen von Spielern ist. Beispiele gibt es genug: Randal Kolo Muani und Hugo Ekitike für jeweils 95 Millionen Euro, Omar Marmoush für 75 Millionen Euro oder Luka Jovic für 63 Millionen Euro.

Umso überraschender wirkt der Blick auf die Zahlen. Denn trotz des Mega-Transfers von Ekitike steht bei der Eintracht für 2024/25 ein Minus von 8,3 Millionen Euro zu Buche, das in der laufenden Spielzeit sogar auf 20 Millionen anwachsen könnte. Wie passt das zusammen, wenn der Verein doch scheinbar ständig Hammerdeals landet?


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Finanzvorstand klärt auf

Im Klub-Podcast nutzte Finanzvorstand Julien Zamberk den Ekitike-Transfer, um genau diese Denkweise einzuordnen.

Die erste Rechnung ist dabei noch simpel: Ekitike kam im Sommer 2024 für 25 Millionen Euro von Paris Saint-Germain. Die Zahlung sollte über die Vertragsdauer von fünf Jahren gestückelt werden. Da es aber schon vorher zum Abgang kam und bislang nur eine Rate gezahlt wurde, steht am Ende noch ein Restwert von 20 Millionen Euro in den Büchern.

Dazu kommen Bonuszahlungen beim Abgang Richtung Liverpool, die in der öffentlichen Wahrnehmung schnell untergehen. Zamberk erklärte: "Wenn man in den Medien von einem 100-Millionen-Transfer liest, kann man davon ausgehen, dass ein gewisser Anteil davon als Bonus verabredet ist. Das kannst du erst mal nicht als garantierte Transfererlöse reinrechnen."

Warum am Ende deutlich weniger übrig bleibt

Bei internationalen Transfers gehen außerdem fünf Prozent an die Ausbildungsvereine, dazu können festgeschriebene Weiterverkaufsbeteiligungen an vorherige Klubs kommen. Zamberk machte klar, dass bei einem Transfer "von 90 bis 100 Millionen" schnell "nochmal zehn Millionen für den alten Verein" abgezogen werden müssen.

Und dann ist da noch der klassische Kostenblock rund um Berater. Auch hier wird es schnell konkret, weil ein Berater laut Zamberk gern "mal zwei, drei, vier oder fünf Millionen mitverdient".In der Summe zeigt sich damit, warum die Schlagzeile nicht gleich die Realität ist. Am Ende könne von einem Hammertransfer wie dem von Ekitike "nur noch" ein Betrag von 50 Millionen übrig bleiben.

Zamberk betonte dazu: "Nicht falsch verstehen: 50 Millionen ist ein überragend gutes Ergebnis. Und wenn du mir sagen würdest, dass ich für die nächsten zehn Jahre garantiert einen 50-Millionen-Überschuss aus Transfers hätte, würde ich es unterschreiben."Gleichzeitig schob er hinterher: "Aber es relativiert so diese reißerischen Überschriften. Das ist ein Teil der Antwort, weil es nicht immer eine einfache Milchmädchenrechnung ist."

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