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·29. Juni 2026

Rückkehr auf die Trainerbank: Ivan Juric übernimmt in Monza

Artikelbild:Rückkehr auf die Trainerbank: Ivan Juric übernimmt in Monza

AC Monza geht seine Rückkehr in die Serie A mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie an: Ivan Juric übernimmt ab dem 1. Juli 2026 die erste Mannschaft der Biancorossi. Der Klub aus der Lombardei bestätigte die Verpflichtung des 50-jährigen Kroaten am Montag offiziell. Juric unterschreibt bis 2028 und folgt auf Paolo Bianco, der Monza zwar über die Play-offs zurück in Italiens höchste Spielklasse geführt hatte, dennoch nicht weitermachen darf.

Es ist eine Entscheidung mit Signalwirkung. Monza setzt nicht auf den Aufstiegstrainer, sondern auf einen Coach, dessen Name in Italien für Intensität, klare Abläufe und kompromisslosen Fußball steht. Juric gilt als Trainer mit einer sehr eigenen Handschrift: aggressives Pressing, enge Mannorientierungen, viel Laufarbeit. Seine Mannschaften sollen nicht abwarten, sondern Spiele körperlich und taktisch herausfordern. Genau diese Identität könnte Monza im Kampf um den Klassenerhalt gut gebrauchen.


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Gleichzeitig bringt Juric eine Vergangenheit mit, die zuletzt alles andere als geradlinig verlief. Bei der AS Roma blieb er zwischen September und November 2024 weniger als zwei Monate im Amt. Auch sein Engagement bei Atalanta endete früh: Als Nachfolger seines Mentors Gian Piero Gasperini gestartet, wurde er im November nach nur 13 Punkten aus elf Spielen wieder entlassen. Dazwischen lag ein kurzer Abstecher nach England zu Southampton, wo er den Abstieg aus der Premier League nicht verhindern konnte.

Für Monza ist die Verpflichtung deshalb auch eine Wette. Der Klub, der inzwischen von einem amerikanischen Investor geführt wird und bei dem die Familie Berlusconi nur noch Minderheitsanteile hält, steht vor seiner erst vierten Saison in der Serie A. Nach dem direkten Wiederaufstieg soll Juric Stabilität, Struktur und Serie-A-Erfahrung liefern.

Die Rahmenbedingungen sind anspruchsvoll. In Italien ist der Sommer einmal mehr von zahlreichen Trainerwechseln geprägt. Fast die Hälfte der Serie-A-Klubs verändert sich auf der Bank – darunter auch große Namen wie der AC Mailand und Napoli. Monza versucht in diesem unruhigen Umfeld, früh Klarheit zu schaffen.

Juric bekommt damit die Chance, sein zuletzt angekratztes Bild zu reparieren. Für Monza wiederum beginnt ein neues Kapitel: weniger romantisch als der Aufstieg unter Bianco, dafür mit einem Trainer, der weiß, wie Überlebenskampf in der Serie A funktioniert. Ob daraus ein mutiger Neustart oder ein weiteres kurzes Kapitel wird, entscheidet sich ab dem Sommer auf dem Platz.

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