Rund um den Brustring
·23. Mai 2026
Rund um das Pokalfinale 2026

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·23. Mai 2026

Ich weiß noch wie ich am 24.05. vor dem Olympiastadion und es nicht fassen konnte, dass wir wirklich im Finale stehen. Es fühlte sich wie once in a lifetime an. „Sowas werden wir so schnell nicht wieder erleben”, dachte ich mir.
Tja, keine 12 Monate später stehen wir wieder hier. Wieder geht es für den VfB nach Berlin. Zum ersten Mal in seiner Geschichte steht der VfB back to back im Endspiel. Auch ein Zeichen, wie geil es unter Hoeneß läuft. Innerhalb drei vollen Saisons qualifiziert man sich zwei Mal für die Champions League und steht zwei Mal im DFB-Pokalfinale. Dennoch ist es nicht das gleiche wie letztes Jahr. Im Gegensatz zum letzten Jahr stehen wir nicht in der Ostkurve, sondern müssen uns mit den Marathontor „begnügen“. Dieses Mal wird es wohl keine Grüße aus der Ostkurve Richtung Karlsruhe geben. Ach ja, der Finalgegner ist dieses Mal kein sympathischer Underdog aus der dritten Liga. Es ist keine Fanbase, die einfach froh ist, das zu erleben und es ist garantiert kein Gegner, der sicherlich in der ersten Halbzeit von uns drei Dinger kassiert. Es ist der FC Bayern München. Die Mannschaft, die alleine mehrere 100 Mio Euro in ihren Sturm investiert und — surprise surprise — die Bundesliga damit dominiert hat.
Dieses Mal ist es andersherum. Dieses Mal sind wir der Underdog am Marathontor und dieses Mal laufen wir Gefahr eine Packung in der ersten Hälfte zu kassieren. Das ist übrigens kein Euphemismus oder Kleinermachen als wir sind. Schließlich ist uns das beides Mal in der Bundesliga passiert. Insgesamt haben wir dieses Jahr, den Supercup mit eingerechnet, insgesamt 11:3 gegen die Bayern verloren und es hätte durchaus höher sein können, hätten sie in der Rückrunde nicht zwei Gänge runter geschaltet.
Laut Wettquoten sind wir dieses Jahr der größere (!) Underdog, als es Bielefeld letztes Jahr war. Auch taktisch ist es – so sehr ich Hoeneß feiere – ein Mismatch. Der VfB spielt den gleichen intensiven Manndeckungsfußball wie Kompany. Und wenn zwei gleiche Systeme aufeinanderprallen, setzt sich meistens die höhere Qualität durch. Deswegen bin ich kaum überrascht gewesen, dass wir in beiden Bundesliga-Duellen so krass unterlegen waren. Wir können nicht mit dem gleichen Fußball, der gegen Frankfurt (zumindest in der ersten Hälfte) und gegen Leverkusen erfolgreich war, gegen die Bayern spielen. Aber: Noch es ist der DFB-Pokal und der Pokal hat seine eigenen Regeln. Damals hat auch niemand bei Frankfurt daran geglaubt, dass sie die Bayern schlagen können.
Alle Spieler sind fit. Hoeneß hat die Qual der Wahl!
Sehr schwierig vorherzuschauen, wie wir spielen könnten. Ich denke, das muss die beste VfB-Elf sein. Vielleicht Nartey statt El Khannouss oder Chema statt Karazor, aber das sind glaube ich Münzwurfentscheidungen.
im DFB-Pokal duellierten sich der VfB und der FC Bayern schon zehn Mal. Neun Mal gewannen die Münchner, einmal der VfB. Das letzte Aufeinandertreffen war das DFB-Pokalfinale 2013, welches die Bayern 3:2 gewannen. Der einziger Pokalsieg des VfB gegen die Bayern geschah am 09.11.1989 im Achtelfinale. Man gewann überraschend deutlich 3:0, scheiterte jedoch eine Runde später an Werder Bremen mit ebenfalls 3:0.
Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!
Titelbild: © Martin Rose/Bongarts/Getty Images
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