Rund um den Brustring
·21. August 2026
Rund um das Pokalspiel in Rostock

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·21. August 2026

Täglich grüßt das Murmeltier: Der VfB muss im DFB-Pokal wieder nach Rostock fahren.
Endlich geht der Vereinsfußball los. Nach einer armseligen WM, die den (Nationalmannschafts-)Fußball nachhaltig seinen Ruf und seine Selbstachtung gekostet hat, geht es wieder in den normalen Fußballalltag zurück. Endlich wieder komische VAR-Entscheidungen, peinliche DFB-Rechtfertigungen, super Bayern, die alles und jeden weghauen, spielende Wettbewerbsverzerrungen, die sogar laut Kartellamt wettbewerbsschädlich sind, und natürlich der gute alte DFB-Pokal. Und wie es der Zufall so will, fahren wir nach Rostock… mal wieder. Einen Gegner, dem wir nicht nur des Öfteren im Pokal begegnet sind, sondern auch gegen den wir das ein oder andere Mal rausgeflogen sind.
Doch nicht nur der DFB-Pokal hat eigene Gesetze, auch der VfB Stuttgart in der Hoeneß/Wohlgemuth-Ära. Ich mein, wer hätte jemals gedacht, dass wir zwei Mal hintereinander nach Berlin fahren? Und sogar einmal davon den Pokal mit nach Hause nehmen? Vielleicht gilt deswegen Rostock für den Hoeneßschen VfB nicht als der Erstrundenangstgegner. Vielleicht wird es heute Abend im Ostseestadion eine klare Angelegenheit sein und der VfB fährt mit Rückenwind zum Saisonstart nach München.
Hansa Rostock spielt mittlerweile „nur“ noch dritte Liga und kämpft seit seinem Abstieg erfolglos um den Aufstieg. Sie haben seit unserem letzten Aufeinandertreffen 2021 an Qualität eingebüßt. Doch die Leistungen und Erfolge der Hanseaten gegen uns waren nie eine Frage der der Qualität. Viele der der verlorenen Duelle gegen Rostock im Pokal fielen in eine Zeit, in der es nicht so gut lief für die Jungs im roten Brustring, hinzu kommt noch die gewaltige Kraft des Ostseestadion. Die Fanszene von Hansa Rostock hat zwar einen zweifelhaften Ruf, dennoch sind sie sehr passioniert und schreien ihre Jungs regelmäßig zu Heimsiegen. Wichtig wird sein, möglichst früh das Ding klarzumachen. Denn je länger das Spiel geht, desto immenser wird der Druck von den Rängen und wer weiß, was dann alles passieren kann. Schließlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze.
Die Verletztenliste zum Saisonstart ist noch gut gefüllt. Während Arevalo, Assignon, Jaquez und Sauer nach ihren jeweiligen Verletzungen beziehungsweise Operationen noch Rückstände aufholen, fallen Diehl, Seimen und unser ewiges Sorgenkind Zagadou mit Oberschenkelverletzungen aus. Fraglich sind Leweling und Hendriks.
Ich denke, das ist die beste Elf, die wir haben. Nartey wurde als Rechtsverteidiger ausprobiert, also wieso sollte er es auch nicht gegen Rostock spielen dürfen? Bouanani, der eine gute Vorbereitung gespielt hat, darf starten, dafür kommt Tiago Tomás von der Bank, wenn wir wieder eines seiner Last-Minute-Tore benötigen.
Mit sieben Spielen belegt Hansa Rostock zusammen mit Schalke Platz 3 der meisten Pokalduelle gegen den VfB. Mit zwei Siege und vier Niederlagen ist die Bilanz recht negativ für unseren VfB. Mit den vier Niederlagen steht Hansa Rostock ebenfalls auf Platz 3 der meisten Niederlagen des VfB im Pokal – zusammen mit Köln, Leverkusen und Gladbach. Doch der Trend is our friend: Die letzten zwei Duelle konnte der VfB jeweils 0:1 in Ostseestadion für sich entscheiden.
Es ist wahrlich nicht das einfachste Los, aber dennoch ein guter erster Stressstest für den VfB. Wir gehen als klarer Favorit in das Duell und könnten mit einem Sieg Hansa Rostocks Ruf des Angstgegners endgültig ad acta legen.
Titelbild: © Martin Rose/Getty Images







































