Rund um den Brustring
·26. April 2026
Rund um das Spiel gegen Bremen

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·26. April 2026

Der Verein für Bluthochdruck empfängt den abstiegsgefährdeten sowie verletzungsgeplagten SV Werder Bremen.
Ich weiß noch ganz genau wie ich in Berlin saß und dachte was für ein einmaliges Erlebnis in meinem Leben das war und keine 12 Monate später sind wir wieder zurück in Berlin. Doch bevor wir an das dicke B oben an der Spree denken, kommt mit dem dünnen B oben an der Nordsee der triste Bundesligaalltag an den Neckar.
Mit Bremen kommt eine Mannschaft die eine wahre Seuchensaison erlebt. Viele Verletzte, schlechte Kaderplanung und ein Trainerwechsel, der keine zwei Monate später schon in Frage gestellt wurde.
Ich habe nichts gegen Bremen (außer deren Fans in den sozialen Medien), in Bremen war mein allererstes Bundesligaauswärtsspiel und ich finde sie haben ein cooles Stadion, sind ein großer Traditionsverein und haben regelmäßig sehr schöne Trikots. Aber fußballerisch ist das schwere Kost seit dem Abgang von Ole Werner. Auch die Kaderplanung wirft sehr viele Rätsel auf. Ich frage mich wirklich, wie man nach dem gescheiterten Keita-Experiment sich dachte „F*ck it I do it again“ und dann mit Boniface den nächsten sportinvaliden Superstar holen könnte? Aber immerhin ist er dieses Mal nur ausgeliehen und vielleicht erlebt er im Neckarstadion tatsächlich auch sein Comeback… Aber der Rest des Kaders wirkt eher wie ein besserer Zweitligist. Vielleicht liegt es auch an der aktuellen Verletzungsmisere. In Stuttgart werden acht (!) Spieler fehlen. Wenn es so weiter geht, müssen Ailton und Claudio Pizarro wieder ihre Fußballschuhe aus dem Keller holen.
Es zeigt aber auch, was Ole Werner für ein talentierter Trainer ist, wenn er diese Mannschaft fast bis nach Europa geführt hat und dass er mit seinen Aussagen rund um seinen Abgang recht behält. Sehr schade, dass er seine Seele an den Energy-Drink-Hersteller verkauft hat, ansonsten würde ich seine Entwicklung wohlwollend beobachten. Ich möchte betonen, dass ich das alles nicht respektlos oder hämisch meine. Ich finde Bremen gehört viel weiter nach oben, als dass sie im Abstiegskampf herumplätschern.
Hinter Finn Jeltsch steht ein Fragezeichen. Ansonsten müssten alle fit sein.
Das 3–4‑3 gegen Freiburg wäre auch eine gute Lösung für das Spiel gegen Bremen. Ich würde El Khannouss statt Nartey starten, um ihn für ein gutes Spiel zu belohnen.
Nach 113 geführten Bundesligaspielen führt der VfB leicht mit 40 Siegen zu 38 Niederlagen und 35 Unentschieden. Davon gelangen zuhause 26 Siege, 17 Unentschieden und 13 Niederlagen. In den letzten Jahren wechselten sich die beiden Vereine mit Siegen und Unentschieden ab. Während das letzte Aufeinandertreffen der VfB mit 4:0 für sich entscheiden konnte, gewann Bremen das Spiel zuvor im Neckarstadion mit 2:1. Davor gab es ein 2:2. Bremen hat mit 25,23 Jahren den drittjüngsten Kader, was eingesetzte Spiele angeht. Damit sind sie ein Platz vor dem VfB. Bester Torschütze der Bremer ist der Mittelfeldstratege Jens Stage mit 9 Treffern.
Also fassen wir zusammen, mit Bremen kommt ein schwacher Bundesligist, den wir auswärts 4:0 abgeschossen haben, zudem ist er sehr verletzungsgeschwächt und hat einen angezählten Trainer. Es spricht eigentlich alles für den VfB. So sehr, dass mich eine Niederlage nicht überraschen würde. Aber naja, hoffentlich wird aus dem Verein für Bluthochdruck der Verein für Bremenbezwinger und nicht der AuVfBaugegner.
Titelbild: © Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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