Nur die Raute
·8. August 2026
Ruppige Gangart von Lille: HSV-Fans forderten Spielabbruch!

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·8. August 2026

Im Freundschaftsspiel zwischen dem HSV und Lille ging es zweitweise alles andere als freundschaftlich zu. Zwei HSV-Stars mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Ein Raunen ging durch das Volksparkstadion, als Merlin Polzin in der 55. Minute sowohl Albert Grønbaek als auch Jordan Torunarigha vom Platz beorderte. Beide Profis verschwanden sichtbar angeschlagen in der Kabine. Vor allem den zuletzt so starken Grønbaek schien es heftiger erwischt zu haben. Aber was war passiert?
Bei einem Abschlussversuch aus rund zwölf Metern wurde der Däne bei einem Schussblock von Gala Mukau unsanft getroffen und musste anschließend minutenlang behandelt werden. Nur unter Mithilfe konnte er den Platz verlassen. Auch Torunarigha wurde wenige Minuten zuvor bereits von den Medizinern untersucht und kurz darauf zusammen mit Grønbaek ausgewechselt.
Spätestens ab diesem Moment hatten viele HSV-Fans genug gesehen. „Brecht das Spiel sofort ab, das ist doch nicht die Verletzungen wert“, schrieb ein User bei X und erntete für diesen Beitrag jede Menge Zustimmung. Ein anderer Kommentar wurde noch wesentlich deutlicher: „Gerne auch mal einen von denen wegflexen.“

Foto: IMAGO
Die Social-Media-Abteilung des HSV reagierte wesentlich diplomatischer, verschaffte ihrem Unmut über das Auftreten der nordfranzösischen Gäste jedoch ebenfalls Luft. Auf X teilten die Rothosen ein Bild der Szene, die zur Grønbaek-Verletzung geführt hatte. Versehen wurde dieser Post mit dem Wort „Freundschaftsspiel“ und einem lachenden Emoji. Damit war alles gesagt.
Rein sportlich präsentierte sich der HSV gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Lille derweil mehr als nur konkurrenzfähig. Den frühen Rückstand durch Hákon Arnar Haraldsson (4.) egalisierte Rayan Philippe im letzten von insgesamt drei Spielabschnitten mit einem direkt verwandelten Freistoß (98.). Eine Viertelstunde später traf Otto Stange per Elfmeter sogar zum 2:1 (113.). Nach dem späten Ausgleich durch Soriba Diaoune trennten sich beide Teams letztlich mit 2:2 (127.).
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