Sabiri trifft erneut: Marokko schlägt Haiti | OneFootball

Sabiri trifft erneut: Marokko schlägt Haiti | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90PLUS

90PLUS

·25. Juni 2026

Sabiri trifft erneut: Marokko schlägt Haiti

Artikelbild:Sabiri trifft erneut: Marokko schlägt Haiti

Zum letzten Spieltag der Gruppe C traf Marokko auf Haiti. Der Karibikstaat stand bereits vor der Partie als ausgeschieden fest, erzielte gegen den amtierenden Africa-Cup-Finalisten aber immerhin zwei Treffer. Der Endstand lautete dennoch 4:2 für Marokko.

Mohamed Ouahbi nahm angesichts der komfortablen Ausgangsposition mit vier Punkten aus zwei Partien vier Wechsel vor. Diop, Mazraoui, Bouaddi und Ounahi nahmen zunächst auf der Bank Platz, während Halhal, Salah-Eddine, Amrabat und El Kaabi in die Startelf rückten. Sebastien Migne, Trainer Haitis, ließ Joseph und Isidor beginnen und verzichtete auf Arcus und Pierrot.


OneFootball Videos


Saibari bringt Marokko den Ausgleich

Marokko übernahm wie erwartet von Beginn an die Kontrolle. Haiti verteidigte jedoch mutig, lief phasenweise hoch an und bestrafte die erste Unsicherheit der Marokkaner eiskalt. Nach einem langen Ball sah Salah-Eddine nicht gut aus, Duverne brachte die Kugel flach in die Mitte, wo Joseph zur Hacke ansetzte und Glück hatte, dass der Ball über den Rücken von Bono zum 1:0 für Haiti im Netz landete.

Marokko reagierte prompt auf den Rückstand und suchte dabei immer wieder El Khannouss und Saibari. Die größte Chance auf den Ausgleich vergab Saibari aus kurzer Distanz, wenig später scheiterte auch Hakimi im Eins-gegen-eins an Placide. Zwei Minuten später war es dann aber der Ex-Dortmunder, der eine abgefälschte Flanke zum Ausgleich über die Linie drückte.

Vier Minuten später schlug Haiti jedoch erneut zu. Nach einer unzureichenden Klärung der marokkanischen Defensive fasste sich Isidor aus rund 20 Metern ein Herz und jagte den Ball sehenswert zum 2:1 in den Winkel.

Doch Marokko zeigte Moral und kam erneut zurück. Bayern-Neuzugang Saibari, der auch in den Spielen gegen Brasilien und Schottland getroffen hatte, schob in der Nachspielzeit nach flacher Vorarbeit von Hakimi aus dem Rückraum zum 2:2 ein. Kurz darauf verpasste Brahim Diaz mit einem Abschluss hauchdünn sogar noch die Pausenführung.

So ging es mit einem spektakulären 2:2 in die Kabine. Marokko war über weite Strecken das aktivere Team, Haiti blieb mit seiner direkten Spielweise aber brandgefährlich und nutzte jeden Fehler des Favoriten gnadenlos aus.

Rahimi entscheidet Partie

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Marokko die aktivere Mannschaft und drängte früh auf die erstmalige Führung. Der Stuttgarter Aktivposten El Khannouss zwang Placide nach 59 Minuten mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade. Doch auch auf der anderen Seite ließ Haiti nach Ballgewinnen immer wieder gefährliche Konteransätze aufblitzen, spielte diese jedoch nicht sauber zu Ende, weil die letzte Konzentration und wohl auch die nötige Qualität fehlten.

Mit zunehmender Spieldauer verlor das Spiel etwas an Tempo, auch weil beide Teams mehrere Wechsel vornahmen und sich das Parallelspiel zunehmend auf die Statik der Begegnung auswirkte. Marokko arrangierte sich phasenweise mit Rang zwei, blieb aber dennoch das gefährlichere Team. Haiti verteidigte leidenschaftlich, leistete sich im eigenen Drittel aber immer wieder kleine Unsicherheiten.

Die Entscheidung fiel schließlich nach einem Standard in der 78. Minute. Nach einer Ecke verlängerte Riad den Ball unfreiwillig auf Soufiane Rahimi. Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer nahm die Kugel an und zog aus der Drehung ab. Gleich doppelt abgefälscht fand der Ball schließlich den Weg ins rechte Eck, sodass Marokko das Spiel erstmals an diesem Abend komplett drehte und mit 3:2 in Führung ging.

Es sollte nicht der letzte Scorerpunkt Rahimis gewesen sein. In der 89. Minute eroberte der 30-Jährige den Ball, bediente Yassine, der wiederum das Leder nur ins Tor einschieben musste und somit den 4:2 Endstand besorgte.

Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Brasilien mussten sich die Nordafrikaner dennoch mit Platz zwei begnügen und treffen im Sechzehntelfinale auf den Zweiten der Gruppe F. Haiti verabschiedet sich zwar aus dem Turnier, feierte mit den zwei Treffern gegen Marokko aber immerhin einen beachtlichen Teilerfolg.

Impressum des Publishers ansehen