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·8. August 2026

Saisonvorschau: Rekorde sind zum Brechen da

Artikelbild:Saisonvorschau: Rekorde sind zum Brechen da

Die vergangene Spielzeit war eine Saison der Superlative. Doch hat man das Gefühl, dass der FC Bayern noch viel mehr erreichen kann. Worauf wir uns in der kommenden Spielzeit freuen können.

Mehr Zeit fürs Wiesntliche

In der neuen Saison gibt es nur noch zwei Länderspiel-Pausen bis zum Jahreswechsel. Das ist gut für die Mannschaft, die einen konstanten Spielrhythmus in der Bundesliga und in der Champions League finden kann. Und die Fans müssen sich nicht mehr so häufig überlegen, was sie an spielfreien Wochenenden machen. Zwar bestreiten die Roten in diesem Jahr ausnahmsweise kein Heimspiel während des Oktoberfests – aber wir gehen trotzdem in Lederhosn und Bayern-Trikot auf die Wiesn.


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4 gewinnt?

Dreimal stand unser Frauen-Team in den vergangenen Jahren im Halbfinale der UEFA Women‘s Champions League – letzte Saison fehlte gegen Top-Favorit Barcelona am Ende nur ein kleiner letzter Schritt. Unsere Entwicklung zeigt klar nach oben. Mit jeder internationalen Saison wächst die Erfahrung des Teams um Giulia Gwinn. Warum also nicht in dieser Saison den nächsten Schritt gehen? Das Potenzial ist da, die Qualität sowieso – vielleicht ist genau jetzt die Zeit gekommen, erstmals ins Finale vorzustoßen? Pack ma‘s!

Europäische Großmeister

Wenn wir dieses Jahr die Meisterschale holen, schließen wir mit 36 Titeln in den europäischen Top-5-Ligen zu Real Madrid und Juventus Turin auf – es wäre ein weiterer Beweis für die einzigartige Stellung des FC Bayern in Deutschland und Europa. Mit der Titeljagd würden wir dann natürlich nicht aufhören. In Zukunft müssen wir ja noch die Rekorde von Olympiakos Piräus (48 Meistertitel) und den Glasgow Rangers (55) brechen.

Echtes Generationen-Projekt

Manuel Neuer steht kurz davor, seiner einzigartigen Karriere den historischen Meilenstein von 250 Spielen ohne Gegentor in der Bundesliga hinzuzufügen – 246 weiße Westen hat er schon. Gleichzeitig übernimmt Jonas Urbig Schritt für Schritt noch mehr Verantwortung und sammelt wertvolle Einsatzzeit in großen Spielen, womöglich auch bald in der Nationalmannschaft. Der eine schreibt weiter an seiner Legende, die Story des anderen beginnt erst. Im Bayern-Tor stehen Mythos und Zukunft in dieser Saison Seite an Seite.

122 sind nicht genug

In der vergangenen Saison hat unsere Offensivreihe den vermeintlich ewigen Torrekord aus der Saison 1971/72 förmlich pulverisiert. Was soll nach 122 Treffern in der Bundesliga eigentlich noch kommen? Noch mehr Traumtore natürlich! Es gibt noch viele Ziele für Harry, Michael, Lucho und Co.: vielleicht die meisten Tore im Kalenderjahr schießen? 116 schafften wir 2021. Dafür müsste unser Supersturm allerdings im Schnitt 3,6 Tore in den nächsten 14 Liga-Spielen schießen. Und dass dies zwar schwierig, aber nicht unmöglich klingt, ist das größte Kompliment an die FCB-Offensive. Und es gibt weitere Ziele: Wir könnten versuchen, den 91 Punkte-Rekord aus dem Jahr 2013 zu brechen. Oder die meisten Siege in einer Saison einzufahren (29, 2013 und 2014). Mit einem Jamal Musiala, der immer besser in Form kommt, unserem Supertalent Lennart Karl und den hochkarätigen Neuzugängen scheint in dieser Saison kaum ein Rekord außer Reichweite.

Große Talente für große Fußstapfen

Eine große Mannschaft muss sich permanent verändern – auch und gerade nach Erfolgen. Nur so bleibt der Hunger, nur so kombiniert man Erfahrung mit neuen Impulsen. Nach dem Double-Sieg haben unter anderem Georgia Stanway und Mala Grohs die FCB Frauen verlassen. Aber wir haben spannende neue Gamechangerinnen verpflichtet wie die Niederländerin Sophie Proost oder Neu-Nationalspielerin Sarah Mattner. Erfolgstrainer José Barcala hingegen hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert – und garantiert so Kontinuität, die es ebenfalls für Erfolg braucht.

Neue Heimat

In Unterhaching beginnt für die FC Bayern Frauen eine neue Ära. Bis 2029 zieht die gesamte Frauenfußball-Abteilung samt Nachwuchs und Direktion an den Sportpark – nur 15 Minuten von der Säbener Straße entfernt. Das Stadion wird umfassend modernisiert: Neben LED-Flutlicht und neuen Mannschaftsbänken werden auch die Tribünen saniert und ein neuer Rasen verlegt. So entsteht Schritt für Schritt ein hochmodernes Leistungszentrum, das europaweit Maßstäbe setzen wird. Bereits in dieser Saison werden die Frauen ihre CL-Heimspiele in Haching austragen. Los geht’s am 9. August mit einem Freundschaftsspiel gegen Paris FC.

Die goldenen Jungs der WM

Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass vor der WM nur erklärte Experten die Namen Nathaniel Brown und Ismael Saibari auf dem Zettel hatten. Das änderte sich in Nordamerika – und mit jedem Spiel stieg ihr Marktwert. „Solche Transfers entstehen nicht aus dem Moment heraus, sondern aus vorausschauender Arbeit“, sagt Max Eberl. Übersetzt: Als die Preise anzogen, war längst alles fix. Brown, 23, traf als Linksverteidiger der DFB-Elf im ersten WM-Spiel seiner Karriere. Die Presse lobte seine „klugen Laufwege und starke Zweikampfführung“ – er bringt Tempo auf der Außenbahn, in beide Richtungen. Saibari, mit 25 gerade zum Fußballer des Jahres in den Niederlanden gewählt, sorgt derweil für noch mehr Wucht im Angriffszentrum und bringt viel Variabilität und Zug zum Tor mit. Und damit passt er ja perfekt in unsere Offensivreihe.

Brasilien an der Säbener

Beim FC Bayern hat es Tradition, Spielerlegenden langfristig an den Verein zu binden. Deshalb kehrt nun Dante – Triple-Sieger von 2013 und Hobby-Musiker („Und Pokal auch …“) – als U23-Trainer zurück an die Säbener Straße. Der Brasilianer hat alle notwendigen Trainerlizenzen erworben und will nun selbst auf den Platz bringen, was er in insgesamt 23 Jahren Profikarriere von großen Fußballlehrern mit auf den Weg bekommen hat: die Menschenführung von Jupp Heynckes, die Detailverliebtheit von Pep Guardiola. Wir sind gespannt, welche Siege und Songs er den FCB-Fans liefert.

1000 Quadratmeter

Während unsere Stars nach einer langen Saison und der WM im wohlverdienten Urlaub waren, begannen die Baggerarbeiten an der Säbener Straße: Das Team von Vincent Kompany bekommt einen dritten Trainingsplatz, das Leistungszentrum wird auf vier Etagen um insgesamt gut 1.000 Quadratmeter erweitert und die medizinische Infrastruktur modernisiert. Bis das Mammutprojekt abgeschlossen ist, wird es noch ein wenig dauern. Der ebenfalls erneuerte FC Bayern Store hat ab August wieder geöffnet.

Endlich wieder Derby

FC Bayern gegen TSV 1860, Rot gegen Blau. Nach fünf Jahren gibt es wieder ein Münchner Derby im Spielbetrieb der Fußball-Männer – auch wenn es „nur“ in der Regionalliga Bayern stattfindet. Nach dem Zwangsabstieg der Löwen brennen unsere Amateure darauf, ihre Bilanz gegen die Erste der Blauen aufzupolieren (3 Siege, 6 Remis, 8 Niederlagen). Am 17. Oktober kommt es zum Stadtduell im Grünwalder Stadion, das Rückspiel (mit dem Heimrecht für unsere Amateure) ist für Ende April 2027 terminiert.

Rivale der Herzen

Nach langen Jahren in der zweiten Liga ist Schalke 04 endlich wieder Teil des Oberhauses. Wir freuen uns schon auf neue legendäre Duelle. Von den bislang 119 Partien konnte der FCB 70 für sich entscheiden. Unvergessen das erste Spiel im Olympiastadion 1972 (5:1) oder das dramatische Pokalhalbfinale 2010 mit einem unwiderstehlichen Arjen-Robben-Solo – und natürlich das Fernduell im Saisonfinale 2001. Auch die Schalke-Fans tun der Liga gut! Mit einem Zuschauerschnitt von mehr als 60.000 in der zweiten Liga gleicht S04 die kleinen Stadien der weiteren Aufsteiger aus Paderborn und Elversberg aus. Gegen Paderborn holten wir in sechs Spielen sechs Siege. Gegen die SV Elversberg haben wir noch gar kein Pflichtspiel bestritten, im September kommen wir zum Antrittsbesuch.

Das Ende ist der Anfang

Ende Dezember kehrte FCB-Legende Svetislav Pešić zu seinem „Herzensclub“ zurück, um interimsmäßig bis zum Saisonende zu coachen. Nun macht der 76-Jährige endgültig Schluss. Neuer Cheftrainer wird Anton Gavel. Der Ex-Bayern-Point-Guard überzeugte in Bamberg mit einer modernen Basketball-Idee und wurde zum „Trainer des Jahres“ gewählt. Gleichzeitig mit Gavel startet auch der neue Sportdirektor Thorsten Leibenath. Mit Transfers von Top-Talenten wie dem Dänen Tobias Jensen und EuroLeague-Veteranen wie Duane Washington legt der FCB den Grundstein für eine erfolgreiche Ära.

Die Rote 7

Unter Zahlenmystikern hält die 7 traditionell einen besonderen Status, und auch beim FCB hat sie sich fest in die Vereinschronik eingeschrieben. Zum Beispiel durch das Jahr 1957 mit dem ersten Pokalsieg. Oder 1967, als der FCB zum ersten Mal eine europäische Trophäe holte – den Europapokal der Pokalsieger. Im Jahr 1987 folgte ein weiterer Meilenstein, als die Bayern mit dem zehnten Meistertitel den 1. FC Nürnberg als Rekordmeister ablösten. Jetzt stellen wir sicher, dass auch das Jahr 2027 unvergesslich bleiben wird!

Die Saisonvorschau erschien im Mitgliedermagazin 51:

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