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·9. April 2026

Sarai Linder: "Dranbleiben und weiter hart arbeiten"

Artikelbild: Sarai Linder: "Dranbleiben und weiter hart arbeiten"

Die WM-Qualifikation geht in die nächste Runde. Die DFB-Frauen treffen zunächst in Nürnberg auf Österreich (Dienstag, 14. April, ab 18.30 Uhr, live im ZDF). Am Samstag (18. April, ab 18 Uhr) steht in Ried das Rückspiel auf dem Programm. Im DFB.de-Interview spricht die deutsche Nationalspielerin Sarai Linder über die beiden anstehenden Begegnungen, ihre drei Jahre im Kreis der Nationalmannschaft und ihre Vorfreude die Rückkehr nach Nürnberg.

DFB.de: Sarai Linder, seit Anfang der Woche bereiten Sie sich mit der Nationalmannschaft auf die beiden anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Österreich vor. Wie waren die ersten Tage?


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Sarai Linder: Wirklich sehr schön. Es ist immer wieder toll, in diesem Kreis zusammenzukommen. Die Stimmung ist richtig gut. Wir freuen uns auf die beiden Begegnungen mit Österreich. Und ich sogar in doppelter Hinsicht.

DFB.de: Warum das denn?

Linder: Erstens weil das für mich fast ein Heimspiel ist. Ich bin in der Nähe groß geworden. Meine Familie wird da sein. Außerdem viele Freunde und Bekannte. Wenn wir nicht unter der Woche spielen würden, wären es vermutlich noch deutlich mehr. Und zweitens weil ich Nürnberg mein erstes Länderspiel bestritten habe.

DFB.de: Das war am 11. April 2023 ein Heimspiel gegen Brasilien, das Sie mit 1:2 verloren haben.

Linder: Trotz der Niederlage war es ein wichtiger Moment meiner Karriere. Ich bin zur Halbzeit eingewechselt worden. Aber es war auch deshalb sehr besonders, weil an diesem Tag mit Dzsenifer Marozsan eine ganz große Nationalspielerin verabschiedet wurde.

DFB.de: Ihr Debüt liegt also ziemlich genau drei Jahre zurück. Wie haben Sie die Zeit erlebt?

Linder: Sie ist wirklich verflogen. Es ist unglaublich schnell gegangen. Damals war alles neu für mich. Ich habe viel gelernt von Spielerinnen wie Alexandra Popp und Svenja Huth. Sie haben ihre Karrieren in der Nationalmannschaft mittlerweile beendet. Inzwischen würde ich sagen, dass ich zu den gestandenen Spielerinnen zähle, die den jetzt Nachrückenden bei der Eingewöhnung helfen. Wenn wir im Training zwei Teams bilden – jung gegen alt – bin ich immer bei den älteren dabei.

DFB.de: Was waren für Sie persönlich Höhepunkte in den vergangenen drei Jahren?

Linder: Natürlich die Europameisterschaft im vergangenen Jahr, die für alle sehr emotional war. Auch im Rückblick ist es Wahnsinn, wie wir uns da trotz aller Hindernisse und Rückschläge durchgekämpft haben. Wir mussten gemeinsam viele Steine aus dem Weg räumen. Diese Erlebnisse haben uns als Team auf jeden Fall noch stärker gemacht. Auch der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Und für mich persönlich mein erstes Länderspieltor, damals gegen die Niederlande. Das sind auf jeden Fall Meilensteine.

DFB.de: Nun stehen die beiden Begegnungen gegen Österreich auf dem Programm. Wie erwarten Sie den Gegner?

Linder: Grundsätzlich schauen wir zunächst auf uns, dann erst auf die Gegnerinnen. Klar ist aber, dass viele Österreicherinnen in Deutschland in der Bundesliga spielen. Alleine das zeigt, dass sie Qualität haben und dass wir gewarnt sein sollten. Sie haben eine gute Mannschaft und sind vor allem als Team stark. Aber wir sind mit zwei Siegen und ohne Gegentor ergfolgreich in die WM-Qualifikation gestartet. Diese Serie wollen wir fortsetzen.

DFB.de: 5:0 gegen Slowenien und 4:0 gegen Norwegen.

Linder: Genau, das waren sehr ordentliche Auftritte von uns. Mir als Abwehrspielerin ist es natürlich wichtig, dass hinten die Null steht. Aber auch nach vorne waren wir sehr kreativ und torgefährlich. Ich habe den Eindruck, dass es im Moment einfach sehr gut passt.

DFB.de: Stimmen Sie dem Eindruck zu, dass die Mannschaft stabiler geworden ist – auch im Vergleich zum vergangenen Jahr?

Linder: Absolut. Die Abläufe funktionieren immer besser. Jede weiß, was auf ihrer jeweiligen Position zu tun ist. Wir sind mittlerweile gut eingespielt und die Handschrift des Trainerteams ist deutlich zu erkennen. Ich nehme die Entwicklung auch als sehr positiv wahr. Wichtig ist, dass wir jetzt dranbleiben und weiter hart arbeiten.

DFB.de: In diesem Jahr steht kein großes Turnier an. Ist das ganz gut, um mal etwas durchzuatmen?

Linder: Ja, absolut. Da wird es guttun, im Sommer mal ein paar Tage länger frei zu haben und mal durchatmen zu können. Ich freue mich darauf, mal etwas abschalten und neue Kraft tanken zu können. Danach geht es ja Schlag auf Schlag weiter.

DFB.de: Im kommenden Jahr steht die WM in Brasilien auf dem Programm, 2028 folgen die Olympischen Spiele in Los Angeles und 2029 dann die Heim-EM. Ein Highlight jagt das nächste.

Linder: Absolut. Aber so weit schauen wir noch gar nicht nach vorne, zumal wir uns ja auch für die WM erstmal qualifizieren müssen. Klar ist aber, dass die Heim-EM natürlich ein Traum für uns alle ist. Das erlebt man als Fußballerin wahrscheinlich nur einmal im Leben.

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