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·19. September 2026
Schalke-Liebling Huntelaar spricht über Burnout: „Komplett weg vom Fenster“

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Schalke-Legende Klaas-Jan Huntelaar spricht offen über seinen schweren Burnout. Der frühere Torjäger schildert, wie ihn die Arbeit bei Ajax an seine Grenzen brachte.
Klaas-Jan Huntelaar hat offen über seinen schweren Burnout und die Folgen für sein Leben gesprochen. Der frühere Torjäger des FC Schalke 04 hatte nach seiner aktiven Karriere eine Funktion in der sportlichen Führung von Ajax Amsterdam übernommen. Die neue Arbeitswelt wurde für den Niederländer jedoch zunehmend zur Belastung.
Im März 2022 begann Huntelaar seine Tätigkeit bei Ajax. Nachdem unter anderem Marc Overmars und später Edwin van der Sar den Verein verlassen hatten, wuchs sein Verantwortungsbereich. Anders als während seiner Zeit als Fußballprofi fehlten ihm im neuen Alltag die gewohnten Strukturen. Besonders die permanente Erreichbarkeit machte ihm zu schaffen, wie er gegenüber „Sportnieuws.nl“ betonte. „Mein Telefon stand permanent nicht still. Das kannte ich aus meiner Zeit als Fußballer überhaupt nicht.“
Huntelaar versuchte zunächst, die steigende Belastung auszuhalten. Rückblickend weiß er jedoch, dass er dabei zu weit ging. „Ich bin ein Typ, der nicht jammert, sondern weitermacht, aber ich bin über meine Grenzen gegangen“, erklärte der ehemalige niederländische Nationalspieler. Ende 2023 zog er schließlich die Konsequenzen und beendete seine Arbeit bei Ajax aus gesundheitlichen Gründen.
Wie schwer ihn der Burnout getroffen hatte, zeigte sich auch körperlich. „Ich war plötzlich komplett weg vom Fenster“, schilderte Huntelaar die damalige Situation. Zeitweise waren selbst sportliche Aktivitäten kaum möglich. „Am Anfang konnte ich überhaupt nichts mehr, nicht einmal Padel spielen.“
Mittlerweile arbeitet sich der 43-Jährige langsam zurück in einen normalen Alltag. Er spielt wieder Padel und Fußball und absolviert unter anderem CrossFit sowie Personaltraining. Dabei versucht Huntelaar, seinen früheren Ehrgeiz bewusst zu kontrollieren. „Ich will mich nicht zu sehr pushen.“ Vollständig überwunden hat er die schwierige Phase noch nicht. Eine spätere Rückkehr in den Profifußball schließt Huntelaar dennoch grundsätzlich nicht aus.
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