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·16. März 2026

Schalkes Aufstiegstraum hängt gefährlich am Schicksal eines fast 40-Jährigen

Artikelbild:Schalkes Aufstiegstraum hängt gefährlich am Schicksal eines fast 40-Jährigen

Schalke verspielt 2:0-Führung gegen Hannover nach Roter Karte für Dzeko. Vor dem Spiel gegen Darmstadt fehlt der Torjäger nun gesperrt. Vorsprung: drei Punkte.

Edin Dzeko trifft, jubelt, fliegt – und damit fliegt auch ein gehöriger Teil von Schalkes Aufstiegstraum aus dem Stadion. Was die Königsblauen am Samstag gegen Hannover 96 boten, war eine Lehrstunde in zwei Hälften: erst beeindruckende Dominanz, dann erschreckende Zerbrechlichkeit. Das 2:2 gegen einen Gegner, den man schon abgehängt hatte, brennt. Und es brennt nicht nur wegen der verschenkten Punkte, sondern wegen dem, was es über diesen Kader verrät.


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Zunächst war da wieder dieser Mann. Dzeko, ab Dienstag 40 Jahre alt, Ex-Bundesliga-Torschützenkönig, vollendete einen Karaman-Pass gnadenlos zum 1:0, das sechste Tor im achten Spiel. Wenig später köpfte Karaman zum 2:0 ein. Schalke dominierte das bis dahin beste Auswärtsteam der Liga, Trainer Muslic ballte die Faust. Es sah aus wie eine Machtdemonstration. Es sah aus wie Aufstieg.

Dann traf Dzeko einen Gegenspieler mit dem Fuß unbeabsichtigt auf Bauchhöhe – und der Schiedsrichter zeigte Rot. Was folgte, erzählt mehr über Schalke als jedes Tabellenblatt. Karius parierte zunächst noch einen Elfmeter, doch dann traf Nawrocki per Kopf nach VAR-Check, und in der achten Minute der Nachspielzeit ließ Karius eine Flanke unter, Pichler nickte ein. Aus 2:0 wurde 2:2. Innerhalb weniger Minuten. Ohne Dzeko.

Das ist das eigentliche Problem, das dieser Abend freilegt. Schalke hat an diesem Spieltag alle wichtigen Nachrichten geschenkt bekommen: Darmstadt patzte in Magdeburg, Paderborn kam in Bielefeld nicht über ein Remis hinaus, Elversberg verlor in Fürth. Der Vorsprung auf Relegationsplatz drei beträgt immer noch nur drei Punkte. Und die Konkurrenz hat zugeschaut, wie Schalke diese kollektive Einladung zur Verschnaufpause ausschlug.

Jetzt kommt Darmstadt am Samstag – und Dzeko fehlt gesperrt. Das Gipfeltreffen, der Moment, in dem man Abstand schaffen könnte, steht ausgerechnet ohne den Mann an, der diese Mannschaft trägt. Das ist kein Pech, das ist eine strukturelle Frage. Läuft ein Aufstiegsprojekt zu wesentlichen Teilen über einen 39-Jährigen, ist es kein Projekt mehr – es ist eine Wette. Schalke muss jetzt zeigen, dass es mehr ist als das.

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