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·17. April 2026

Scharfe Kritik vom Bayern-Patron: Hoeneß zweifelt an Nagelsmann

Artikelbild:Scharfe Kritik vom Bayern-Patron: Hoeneß zweifelt an Nagelsmann

Uli Hoeneß hat mit ungewohnt deutlichen Worten Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann geübt – und dabei gleich mehrere Baustellen im deutschen Nationalteam ausgemacht.

Im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ stellte der Ehrenpräsident des FC Bayern klar, dass er mit der aktuellen Entwicklung beim DFB nicht zufrieden ist. Besonders der Umgang mit Personalien, die Kommunikation nach außen und die fehlende Kontinuität in der Mannschaft stoßen dem 74-Jährigen sauer auf.


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Ein zentrales Thema ist für Hoeneß die Torwartdiskussion rund um Manuel Neuer. Aus seiner Sicht hätte Nagelsmann die Situation deutlich ruhiger und klarer moderieren müssen. „Ich hätte ganz klar gesagt: Wir spielen jetzt mit Baumann oder Nübel und warten die Entwicklung ab“, erklärte Hoeneß. Gleichzeitig betonte er, dass Neuer auch kurzfristig vor einem Turnier noch problemlos hätte integriert werden können – ohne die öffentliche Debatte.

„Zu viel Gerede über die Medien“

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Foto: IMAGO

Noch deutlicher wurde Hoeneß bei der Kritik an Nagelsmanns Kommunikationsstil. Der Bundestrainer laufe Gefahr, zu viele Themen öffentlich zu diskutieren und damit unnötige Unruhe zu erzeugen. „Viele Dinge werden in den Medien zerredet“, so Hoeneß. Probleme müssten intern gelöst werden – nicht in der Öffentlichkeit. Als positives Gegenbeispiel führte er Bayern-Coach Vincent Kompany an, der sich nie negativ über eigene Spieler äußere.

Auch die öffentliche Kritik an Spielern wie Deniz Undav sieht Hoeneß kritisch und spricht sogar davon, dass dieser dadurch „diskreditiert“ worden sei.

Neben der Kommunikation bemängelt Hoeneß vor allem die sportliche Linie. Ihm fehle eine klare Stammformation, die sich einspielen könne. „Das fehlt mir im Moment: Kontinuität“, stellte er fest. Statt immer wieder neue Spieler zu testen, müsse sich Nagelsmann auf eine feste Achse konzentrieren.

Als Beispiel nannte Hoeneß auch Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, die für ihn gemeinsam das Zentrum im DFB-Team bilden sollten.

Hoffnung mit Blick auf die WM

Trotz der Kritik sieht Hoeneß noch Chancen für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft 2026. Voraussetzung sei jedoch, dass Nagelsmann rechtzeitig eine klare Struktur schafft und sich auf einen festen Kern festlegt.

„Wenn er von Anfang an sagt: Das ist meine Mannschaft, dann können wir ein gutes Turnier spielen“, so Hoeneß. Ein Halbfinaleinzug sei unter diesen Umständen durchaus realistisch.

Auch abseits des Sportlichen sendete Hoeneß eine deutliche Botschaft: Die WM müsse sich wieder auf den Fußball konzentrieren. Politische Diskussionen rund um das Turnier lehnt er ab.

Sein Fazit ist klar – und typisch Hoeneß: Weniger öffentliche Debatten, mehr Fokus auf das Wesentliche. Nur so könne die Nationalmannschaft wieder erfolgreich sein.

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