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·25. August 2026
Schon wieder der Pokal-Held: Isak Johannesson rettet erneut den 1. FC Köln

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Elias Schnaubelt
25 August, 2026
Man möchte fast sagen: Er hat es schon wieder getan. Durch die Tore von Isak Johannesson stehen die Kölner in der zweite Runde des DFB-Pokals und haben einen Sieg gegen Würzburg eingefahren.

Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
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Aus Würzburg berichtet Elias Schnaubelt für come-on-fc.com
Einfach mal wieder souverän die erste Runde des DFB-Pokals überstehen, ein Traum für viele FC-Fans, der auch dieses Mal nicht in Erfüllung ging. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten bekleckerten sich die Kölner zum Saisonauftakt nicht gerade mit Ruhm. Dabei lieferte vor allem die nicht erkennbare Spielidee Grund zur Sorge. Als die Würzburger Kickers zu allem Überfluss auch noch in Führung gingen und wenig Chancen zuließen, zeichnete sich die Katastrophe bereits am Horizont ab. Jedoch weigerte sich Isak Johannesson, dieses Schicksal zu akzeptieren. Im Stile eines Mittelstürmers besorgte der 23-Jährige den Ausgleich, bevor er das Spiel mit einem wunderschönen Schlenzer vollends zu Gunsten des FC drehte. Nicht, ohne zu zittern und mit einer Prise Aluminiumglück, überstanden die Geißböcke die nachfolgende Drangphase und schleppten sich erfolgreich bis zum Schlusspfiff.
Matchwinner Johannesson fand nach der Partie relativierende Worte: „Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das Tor war ein bisschen unglücklich. Aber wir hatten gute Chancen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in die nächste Runde gekommen sind.“ Dabei hätte der Abend ohne Johannesson ziemlich bitter für den 1. FC Köln enden können, denn auch bis zum Ausgleich bahnte sich ein Treffer nicht unbedingt an. Dass der Isländer aber immer für große Pokalmomente gut sein kann, stellte der Nationalspieler bereits in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf man vor einem Jahr auf den Angstgegner Jahn Regensburg. Viele hatten die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok nach einer überzeugenden Vorbereitung inklusive eines beeindruckenden 4:0-Erfolgs gegen Atalanta Bergamo hoch auf dem Zettel. Allerdings verlangte der Drittligist den Kölnern alles ab und führte bis spät in die Nachspielzeit mit 1:0.
In Minute 90+6 glich Eric Martel aus, bevor Johannesson in Minute 90+9 den erlösenden Siegtreffer erzielte. Damals wie heute manifestierte sich der Isländer als Retter in höchster Not, der liefern kann, wenn es darauf ankommt. Folgerichtig wurde er nach seinem Doppelpack gegen die Würzburger Kickers zum Man-of-the-match gekürt. Dabei könnte diese Auszeichnung den Mittelfeldspieler nun vor logistische Aufgaben stellen: „Die Trophäe kommt vielleicht in Island ins Wohnzimmer, genau weiß ich das noch nicht.“ Bestimmt wird der 23-Jährige einen schönen Platz dafür finden, im besten Fall kommen in dieser Saison noch weitere Trophäen dazu.
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Zu Beginn der vergangenen Spielzeit wechselte Johannesson als einer der besten Spieler der zweiten Liga von Fortuna Düsseldorf zum Nachbarn nach Köln. Für eine Ablöse von 5,5 Millionen Euro sicherten sich die Kölner die Dienste eines Spielers, der soeben elf Tore und sechs Vorlagen in der 2. Bundesliga aufgelegt hatte. Gerade durch den persönlich erfolgreichen Einstand gegen Regensburg erhoffte man sich beim FC einen vergleichbaren Output des Mittelfeldspielers. Unter Lukas Kwasniok konnte Johannesson allerdings nie sein volles Können unter Beweis stellen, am Ende standen lediglich sechs Torbeteiligungen in Liga und Pokal. Dabei stellt sich aber auch die Frage, ob der Isländer auf seiner bessten Position eingesetzt wurde. Während er bei Düsseldorf noch häufig als offensiver Achter, manchmal sogar als Zehner, auflaufen durfte, spielte er beim FC häufig einen Part auf der Doppel-Sechs. Dabei ging viel seines offensiven Potenzials verloren, während gleichzeitig seine Schwachpunkte im Defensivspiel sichtbar wurden.
Im 4-2-3-1-System von René Wagner existiert nun die Rolle des Spielers hinter den Spitzen. Da man mit Ellyes Skhiri kürzlich einen weiteren Sechser verpflichtete, könnte sich eine offensivere Positionierung von Jóhannesson als interessantes Gedankenspiel entpuppen. Mehr Freiheiten nach vorne und weniger Aufgaben in der Defensive könnten den Mittelfeldmann maximieren. Dann könnten die FC-Fans schon bald den Spieler bestaunen, der einst die 2. Bundesliga mit seinem Spielwitz verzaubert hat.
In der vergangenen Saison traf der Isländer gegen Regensburg in der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand aus Kölner Sicht. Und rettete den FC nach schwacher Leistung.
Der Isländer ist zentraler Mittelfeldspieler. Dabei allerdings eher offensiv ausgerichtet. Die direkte Konkurrenz ist Paul Okon-Engstler. Auf der defensiven Sechs sind beim FC aktuell Ellyes Skhiri und Tom Krauß vorgesehen. Es soll noch ein weiterer kreativer Spieler unter Vertrag genommen werden.
Auch in der 2. Runde gibt es wieder zwei Töpfe. Im ersten die Teams der 1. und 2. Bundesliga, die „Amateure“ im zweiten. Allerdings hat sich das Gleichgewicht verschoben. Es werden wieder Mannschaften aus Topf2 gegen Mannschaften aus Topf1 gezogen. Sollte der Amateur-Topf „leer“ sein, wird es also auch zu Begegnungen zwischen Teams aus den ersten beiden Ligen kommen.
Da Bayern München und Borussia Dortmund am Wochenende den Supercup ausgetragen haben, fehlen noch zwei Pokal-Begegnungen der ersten Runde. Die werden Anfang September nachgeholt. Daher wird die Auslosung erst am 5. September im Rahmen der Sportschau stattfinden.







































