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·22. April 2026
Schwarzgelbe Lederjacke: Stürmer-Star Kuranyi blickt auf seine Zeit bei S04 zurück

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Er ist einer der erfolgreichsten Schalker Stürmer in der Geschichte der Bundesliga. Doch den Legendenstatus eines Klaus Fischer (76), Klaas-Jan Huntelaar (42) oder Ebbe Sand (53) hat Kevin Kuranyi (44) nicht erreicht. Jetzt blickt er auf seine Karriere zurück.
Mit 71 Bundesligatreffern liegt Kuranyi hinter genanntem Trio. Fünf Jahre trug der Sohn eines Deutschen und einer Panamaerin, der im brasilianischen Rio de Janeiro zur Welt kam, den königsblauen Dress. Seine Zeit auf Schalke hätte er fast mit der Deutschen Meisterschaft gekrönt.
Bis zum 32. Spieltag lag S04 in der Saison 2006/07 an der Spitze der Tabelle. Die Meisterschale schien bereits zum Greifen nah. Doch nach einer 0:2-Niederlage ausgerechnet beim Erzrivalen aus Dortmund in der vorletzten Runde stürzte die Elf von Mirko Slomka (58) von Platz eins.
„Es war unglaublich, wir waren so gut“, erinnert sich Kuranyi in einem Interview mit dem Fußball-Magazin 11Freunde. Er zählt auf: „Mit Manuel Neuer im Tor, Marcelo Bordon, Lincoln und dem jungen Mesut Özil hatte jeder in der Liga Respekt vor uns.“ Kuranyi selbst erzielte in der Saison, die mit der Vize-Meisterschaft endete, 15 Tore.
Noch erfolgreicher als der Schalker Stürmer netzte in jener Spielzeit jedoch Bochums Theofanis Gekas (45), der sich mit 20 Treffern die Torjägerkanone sicherte. Der Grieche schockte S04 bereits am 31. Spieltag, als er für den 2:1-Siegtreffer seines VfL gegen Königsblau sorgte. „Den Sirtaki kann ich bis heute nicht mehr hören“, erzählt Kuranyi.
„Noch schlimmer“ als an der Castroper Straße sei es jedoch in Dortmund gewesen. „Schon im Kabinengang spürten wir, dass etwas anders war“, berichtet Kuranyi. Die Brasilianer beim BVB hätten nicht mit ihren Landsleuten im Schalker Trikot geredet. Diesmal hätten sie „demonstrativ“ weggeschaut. „Da wussten wir: Das wird nicht einfach.“ Kuranyi fragt sich: „Ich weiß nicht, was ich dem Fußballgott getan hatte.“

Foto: Getty Images
Als er 2005 für fast sieben Millionen Euro von Stuttgart nach Gelsenkirchen wechselte, habe er Ebbe Sand („eine Vereinslegende“) ersetzen sollen. Dabei unterlief ihm ein modischer Fauxpas. „Einmal trug ich eine schwarz-gelbe Lederjacke.“ Das sei gar nicht gut angekommen. „Aber dann merkten die Menschen im Pott, dass ich mein Herz am rechten Fleck habe, dass ich ein Malocher bin“, zieht Kuranyi ein versöhnliches Fazit.









































