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·11. Januar 2026

#SGE – Qualitätsproblem defensiv?

Artikelbild:#SGE – Qualitätsproblem defensiv?

Am Freitag gab es wieder drei. Drei Gegentore, die wieder teilweise fast selbst reingemurmelt waren. Die Tore Nummer 31 bis 33 der immer noch laufenden Hinrunde. Nur mal zum Vergleich, in der Hinrunde 2024/25 standen nach dem 16. Spieltag lediglich 23 Tore zu Buche. Und vier Punkte mehr, aber das nur am Rande.

Sehr interessant ist auch, dass 15 der Gegentore aus den Spielen gegen die Top 4 resultieren. 0:3 gegen den FC Bayern, 1:3 in Leverkusen, 0:6 in Leipzig und jetzt 3:3 gegen den BVB. Bedeutet 3,75 Tore im Durchschnitt. Der Wert eines Absteigers. In den übrigen 12 Spielen der Saison gab es bisher 18 Gegentore, 1,5 pro Spiel.


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Die spannende Frage ist doch jetzt, warum versagt die Defensive der glorreichen SGE immer dann, wenn ihr eine qualitativ hochwertige Offensive gegenübersteht? Und ich spreche ganz bewusst von versagen, denn im Durchschnitt zweieinhalb mal so viele Gegentore, das lässt sich ja nicht alleine mit individuell höherer Qualität der generischen Offensive erklären. Denn es ist ja wie es ist, es gibt verschlafene Anfangsphasen, sieben Gegentore in den ersten 15 Minuten, es gibt eine unfassbare Ansammlung individueller Fehler, man denke nur an den dummen Fehlpass von Collins nach problematischem Anspiel durch Zetterer im Spiel gegen den HSV, und natürlich gibt es ständig wiederkehrende Abstimmungsprobleme, vor allem zwischen der Abwehrkette und dem zentralen Mittelfeld.

Aber wo liegt das Qualitätsproblem? Bei den Spielern? Die Dreierkette ist unverändert gegenüber der erfolgreichen letzten Saison. Larsson, Skhiri, Dahoud und Höjlund waren auch letzte Saison schon dabei. Liegt es am Trainer, der vielleicht seine Schwerpunkte verändert hat und damit wertvolle Abstimmungsarbeit zunichte gemacht hat? Oder liegt es am hohen Rhythmus mit bisher 24 Spielen in der Saison? Oder ist es gar der Baustein Tuta, der letzte Saison immerhin in wettbewerbsübergreifend 44 Pflichtspielen durchschnittlich knapp 80 Minuten auf dem Feld stand, 32 mal als Innenverteidiger, sieben Spiele im defensiven Mittelfeld, einmal im zentralen Mittelfeld und einmal als Rechtsverteidiger. Sollte das der Unterschied sein?

Meine Vermutung ist, dass es eine Mischung aus System und Personal ist. Man spielte häufiger mit einer Art Viererkette, mit Kristensen rechts, Tuta und Koch innen und Theate links. Damit stand man in den Spielen gegen die “großen” deutlich stabiler. Ob das ein Vorbild ist für dieses Jahr? Vielleicht mit einer Viererkette mit Kristensen, Amenda, Koch, Theate? Diese Frage muss Dino Toppmöller beantworten. Aber schnell.

Und noch ein letzter Randaspekt – warum hält Toppmöller am dauerhaft formschwachen Collins fest und gibt Amenda schon wieder keine Chance? Nach der Aussage von Dino auf der PK, Amenda habe wohl einige Spiele zu wenig bekommen, muss sich der Spieler doch verkohlt vorkommen. Oder?

Titelbild Alex Grimm/Getty Images

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