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·2. Mai 2026
#SGEHSV – Labskaus!

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·2. Mai 2026

Labskaus. Dieses typisch norddeutsche Gericht aus Rindfleisch, rote Beete und Kartoffeln. Alles zusammengerührt und man liebt es oder man hasst es. So trifft es sicher auf den HSV zu und mindestens genau so auf unsere heißgeliebte Diva.
Jetzt, da ich das hier zusammentippe, ist Tag der Arbeit, also Freitag, es ist Abend, ich sitze auf meiner Terrasse in der Sonne und habe doch den einen oder anderen Frühlingsschoppen intus. Jaja, ich bin selbst schuld, habe ich doch hier im kleinen und doch irgendwie feinen Blog dazu erdreistet, den Vorbericht für das Spiel gegen den HSV für mich zu beanspruchen, weil ich aus privaten Gründen eben am Samstag unpässlich bin und mein Ticket an einen meiner Sitznachbarn weitergereicht habe.
Stichwort Schoppen. Während eben solcher ereilten mich Links zu Presseartikeln, eine Menge Messenger-Nachrichten auf etlichen Kanälen, ich müsse mir die Pressekonferenz ansehen. Ich tat so. Und ich hätte nach fünf Minuten tatsächlich gerne wieder abgeschaltet und bis jetzt habe ich den Fokus auf das Spiel gegen den HSV, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten als ich befürchte ihnen schenken zu können, komplett verloren.
Was bitte hat Riera da angestellt? Diese Pressekonferenz dürfte in die Fußballanalen eingehen wie einst die “Flasche leer” von Trappatoni bei den Bayern. Es gibt kein Problem, es ist alles heile Welt, die Journalisten hätten den Verein sinngemäß zu lieben, wie kann man so berichten? Entschuldigung, für mich ist Albert Riera, dessen Auftreten ich am Anfang gut fand im Sinne von “er stellt sich in den Weg um die Mannschaft zu schützen”, der Benzinlaster mitten im Waldbrand, der andere beschimpft, dass er selbst dorthin gefahren ist (weil er blind dem Navigationssystem gefolgt ist ohne selbst die Augen zu öffnen).
Ich werfe Albert Riera jetzt einfach einmal das Gleiche vor wie ich es einst Dino Toppmöller vorwarf, im Übrigen trifft das m. E. auf nahezu alle Menschen zu, denn solch grandiose Schauspieler gäbe es zu wenige: ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er intern, nur mit der Mannschaft, eine andere Art des Sprechens, eine andere Mimik und eine andere Attitüde mitbringt. Und damit ist diese Freitags-Pressekonferenz das i-Tüpfelchen auf eine für mich zwischenzeitlich komplett fehlgeschlagene Episode auf dem Trainerposten der Eintracht.
UliStein mutmaßte vor Wochenfrist mit Blick auf die entspannte Auswechselbank in Augsburg, dass die dort sitzenden Auswechselspieler ihm viel zu entspannt seien und das man ja vermuten könne, dass schon klar sein könnte, dass hier zum Saisonende wieder ein Wechsel stattfinden könne. Ich hoffe zwischenzeitlich, dass er recht hat. Ich fühle mich so definitiv nicht mehr wohl bei meiner Eintracht. Wenn Journalisten keine kritischen Fragen mehr stellen dürfen, wenn diese nur noch abgebügelt werden, dann halte ich das – man verzeihe mir den Vergleich – für ein ähnlich wie in den USA trompetenhaftes Verhalten. Nobody is perfect, auch “der Coach” ist es nicht. Mit Arroganz und Egoismus ist man bei der Eintracht noch nie weit gekommen, siehe auch bei Heynckes, Jupp, der.
Heimspiel ist. Ohne mich. Und beim besten Willen weiß ich nicht, wie das laufen wird. Mit nur einer guten Halbzeit dürfte es selbst gegen den HSV eng werden, die garantiert mit Blick auf den endgültigen Klassenerhalt nochmals richtig bissig werden dürften.
Labskaus. Von allem etwas, durchgerührt. Willkommen in Frankfurt, liebe Hamburger!
(Titelbild: erstellt mit ChatGPT)







































