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·14. September 2026

Sieg für die Moral – Ausblick Düsseldorf

Artikelbild:Sieg für die Moral – Ausblick Düsseldorf

Im Vergleich zur bitteren 1:2 Heimniederlage gegen den MSV Duisburg tauschte Sascha Hildmann den angeschlagenen Boujellab gegen Karbstein aus und zog Schönfelder um eins nach vorne. Dabei stellte sich die Grundformation gegen den Ball in einem 5-3-2 dar, welches aber keinerlei Stabilität verleihen sollte gegen die schnellen Gegenstöße der Aachener Hausherren. Gerade Benedikt Bauer hatte so seine liebe mühe und sah dabei nicht selten alt aus, was auch beim zweiten Gegentreffer zu sehen war. Ein gebrauchter Nachmittag für den Rechtsverteidiger, der auch zur Halbzeit dann abgelöst wurde.

Bis zum 2:0 für Aachen fand die Jahnelf defensiv keinen zugriff und hätte sich auch über ein 3:0 nicht beschweren dürfen. Doch ein stark parierender Hermann rettete in der Phase die Jahnelf vor dem Todesstoß und zeigte im eins gegen eins seine stärken. Auf Seiten der Jahnelf ging erst mal wenig zusammen, wenn dann über einen gut aufgelegten Schönfelder oder weiterhin formstarken Hermes. Gerade Oscar Schönfelder tankte sich immer wieder stark über links durch und zeigte, dass es doch noch einen Weg zurück in diese Partie gab. Ein Bruch im Aachener Spiel, da sie verletzungsbedingt Wiebe verloren, öffnete die Tür für ein mögliches Comeback und wurde auch genutzt. Nachdem Philipp ansehnlich einen Ball auf Hermes weiterleitete setzte sich dieser gegen Silva durch und verwandelte im Zweitversuch dann den Anschlusstreffer.


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Hingerl steigt zum Matchwinner auf

Die zweite Hälfte startete mit zwei wechseln. Der unglückliche Bauer wurde durch Oliveira ersetzt und Vizekapitän Fein blieb in der Kabine für Leo Mätzler. Einher damit ging auch eine Umstellung wieder zu einem 4-1-4-1 gegen den Ball, was auch den Aachenern zunehmend zu schaffen machte. Ein Spieler, der gerade in Halbzeit 2 deutlich herausstechen sollte wurde Sascha Hingerl. Mit einem frühen Ballgewinn gegen Loune markierte er frech mit einen Beinschuss den Ausgleichstreffer und präsentierte sich danach sehr giftig in den Zweikämpfen. Ballgewinn nach Ballgewinn ging auf seine Kappe und zeugte von einer Mentalität, die im Mittelfeld so schon länger nicht mehr zu sehen war.

Von deutlich griffigeren Regensburgern lies sich Aachen dann auch geradezu beeindruckt in die eigene Hälfte zurückdrängen und hätte sich auch nicht beschweren dürfen, wenn dabei der Führungstreffer für die Gäste gefallen wäre. Jedoch sollte es dazu nicht mehr kommen, ebenso ließ die Jahnelf hinten auch nichts mehr anbrennen und holte sich so zumindest einen verdienten Punkt in der Fremde bei Ex-Trainer Mersad Selimbegovic. Eine Partie, die gerade in der ersten Halbzeit noch sehr schief gehen hätte können, wurde so noch zumindest mit einen Punkt belohnt welcher schon auch Hoffnungen für die kommenden Aufgaben dieser englischen Woche geben kann.

Düsseldorf mit Ex-Knipser kommt

Morgen empfängt im Jahnstadion die Truppe von Sascha Hildmann den Zweitligaabsteiger Düsseldorf. Mit dabei im Kader der ehemalige Torjäger Eric Hottmann, der nicht wenige mit seinen Wechsel nach Düsseldorf überraschte. Das er dabei eine Ausstiegsklausel von nutzen machte, die anscheinend Achim Beierlorzer dem Stürmer noch zugestand, sorgte durchaus für Verwunderung. Warum man solch eine Klausel einen Spieler gab, der wohl aufgrund fehlender Optionen ja doch zu einem Verbleib bereit war, wird an der Stelle wohl ein Geheimnis bleiben.

Die Truppe von Alexander Ende ist nach einem sehr holprigen Saisonstart wohl endgültig in der dritten Liga angekommen und kommt mit ordentlich Rückenwind aus dem Sieg im „Straßenbahnderby“ gegen Duisburg nach Regensburg. Das dieser Kader wohl zwangsweise eher in die Top 5 der Liga gehört muss man neidlos anerkennen, einher damit geht aber natürlich ein gewisser Erfolgsdruck an dem so manch anderer Absteiger schon zerbrochen ist. Eine zweite Saison in der dritten Liga wird der Klub aus NRW möglichst vermeiden wollen.

Zur Personalsituation unserer Jahnelf ändert sich im Vergleich zum Spiel in Aachen nicht viel, die angeschlagenen Hingerl und Boujellab kämpfen mit Blessuren aber sollten dennoch für das Spiel gegen Düsseldorf zur Verfügung stehen. Mit dem Mut der zweiten Hälfte kann man Düsseldorf weh tun, sollten wir jedoch wieder passiv auf bessere Zeiten warten wird ein Team wie die Fortunen das mit aller Wahrscheinlichkeit bestrafen. Hier kann man nur hoffen, dass mit der Rückendeckung der Jahnfans die Jungs den Gästen den Schneid abkaufen kann und darüber endlich zum ersten Heimerfolg der noch jungen Saison führen wird. Pack mas!

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