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·20. Februar 2026
„Sitze ungern an der Scheibe“: Ginter spricht über Bus-Anschlag

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Es war alles für ein Fußballfest angerichtet. Am 11. April 2017 empfing Borussia Dortmund im Viertelfinale der Champions League die AS Monaco. Doch der Tag endete mit einer Katastrophe. Mit den Folgen haben Beteiligte auch heute noch zu kämpfen.
Glück im Unglück: Lediglich zwei der 28 Insassen trugen körperliche Verletzungen davon. Verteidiger Marc Bartra (35/heute Betis Sevilla) zog sich einen Armbruch zu sowie Fremdkörpereinsprengungen. Ein begleitender Polizist erlitt ein Knalltrauma.
Trotz des brutalen Anschlags galt das Motto: The Show must go on. Bereits am Folgetag stand eine immer noch schockierte Dortmunder Elf auf dem Platz, verlor gegen die Monegassen mit 2:3. „Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen, die Familie und Kinder zu Hause haben. Ich fühle mich wie ein Tier, nicht wie ein Mensch“, protestierte Abwehrspieler Sokratis (37/Karriere beendet) damals – jedoch erfolglos. Da auch das Rückspiel im Fürstentum mit 1:3 verloren ging, schied der BVB aus.
Die Auswirkungen des Anschlags sind aber auch langfristige, wie Matthias Ginter (32/SC Freiburg) jetzt im Podcast „Copa TS“ freimütig erzählt. Der Innenverteidiger sollte am Ende jener verhängnisvollen Saison Dortmund verlassen und zu Borussia Mönchengladbach wechseln. „Es sind Scheiben zersprungen und es wurde so rauchig grau im Bus. Da habe ich gedacht: Okay, das war’s“, zitiert ihn BILD.
„Ein paar haben geschrien: ‚Auf den Boden‘.“, erinnerte er sich. „Ich habe gedacht, da kommen jetzt welche rein, das ist jetzt so ein Überfall. Das war mein erster Gedanke. Da war nicht mehr so das Gefühl, irgendwie schnell raus. Sondern man ist da so ein bisschen hilflos im Bus. Es gibt nur zwei Türen. Und wenn da jemand reinkommt, ist es schwierig, da vorbeizukommen.“

Foto: Getty Images
Ginter fürchtete um sein Leben. „Das waren so Momente, in denen man denkt, jetzt bringt es auch nicht mehr viel, sich noch zu verstecken oder so. Aber man macht dann intuitiv das, was man irgendwie versucht zu retten.“
Auswirkungen verspürt er weiterhin. „Es gibt schon Momente, wo es dann noch mal präsent ist, auch heutzutage. Heutzutage sitze ich im Mannschaftsbus ungern an der Scheibe“, berichtet der gebürtige Freiburger. Aber er habe „keine größeren Probleme mehr“, erzählt Ginter, sondern „gelernt, damit zu leben, dass es dazugehört“.









































