FC Bayern München
·11. September 2026
So liefen Bayerns Premierenduelle in der Bundesliga

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·11. September 2026

Viel Zeit ließen sich die Bayern im September 2024 nicht, um sich beim damaligen Bundesliga-Neuling Holstein Kiel gebührend vorzustellen. Gerade einmal 15 Sekunden waren von der Uhr, da erzielte Jamal Musiala die Münchner Führung und damit auch das schnellste Auswärtstor in der Bundesliga-Historie des FC Bayern. Schneller waren im Trikot des deutschen Rekordmeisters nur Giovane Elber, der 1998 gegen den Hamburger SV nach 11 Sekunden traf, sowie Lothar Matthäus’ Treffer nach 13 Sekunden gegen Mönchengladbach im Jahr 1986 – beide Tore fielen aber in München.
Neuling SV Elversberg ist der einzige aktuelle Bundesligist, gegen den der FC Bayern im deutschen Fußball-Oberhaus noch nicht angetreten ist. Vor dem Aufeinandertreffen zeigen wir Euch in Bildern, wie die Premierenduelle gegen die übrigen 16 aktuellen Erstligisten gelaufen sind.

Saison 1965/66: Sein zweites Bundesliga-Spiel überhaupt bestritt der FC Bayern um Peter Kupferschmidt (r.) gegen Eintracht Frankfurt. Im Grünwalder Stadion setzte sich der frischgebackene Aufsteiger aus München am 21. August 1965 mit 2:0 durch.

Saison 1965/66: Zwei Mittelstürmer im Duell: Am 2. Oktober 1965 traf der FC Bayern um Gerd Müller auf Borussia Mönchengladbach um Jupp Heynckes. Die Münchner gewannen das Auswärtsspiel knapp mit 2:1.

Saison 1965/66: Der erste deutsche „Klassiker" wurde am 16. Oktober 1965 ausgetragen. Werner Olk (r.) und der FC Bayern unterlagen Borussia Dortmund. mit 0:2.

Saison 1965/66: Das erste Aufeinandertreffen mit dem Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV ging deutlich mit 4:0 an die Bayern. Beim Rückspiel (hier im Bild) gaben sich die Kapitäne Franz Beckenbauer (l.) und Uwe Seeler aber dennoch freundschaftlich die Hand.

Saison 1965/66: Königsblau gegen die Roten feierte seine Uraufführung im Oktober 1965 in der Bundesliga. Die Bayern nahmen beim 1:1 einen Punkt aus Schalke mit.

Saison 1965/66: Der erste Südschlager ging an den FC Bayern: Gerd Müller und Co. entschieden das Gastspiel beim VfB Stuttgart am 27. November 1965 mit 1:0 für sich.

Saison 1965/66: Eine Premiere zum Vergessen - mit 1:6 unterlagen die Bayern im Dezember 1965 beim 1. FC Köln. So hoch verloren sie nie wieder ein erstes Aufeinandertreffen mit einem Bundesligisten.

Saison 1965/66: Gegen keinen anderen Gegner traten die Bayern in der Bundesliga häufiger an als Werder Bremen (118 Spiele). Am 18. Dezember 1965 kam es erstmals zu diesem Duell, das der Rekordmeister 3:1 gewann.

Saison 1978/1979: Am 1. Spieltag empfing der FC Bayern einen Bundesliga-Neuling: Ihr Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am 11. August 1979 entschieden Paul Breitner und Kollegen mit 3:1 für sich.

Saison 1993/94: Das erste Aufeinandertreffen mit dem SC Freiburg ging ebenfalls an den FCB: Christian Ziege und Co. erkämpften sich am 7. August 1993 einen 3:1-Erfolg gegen die Breisgauer.

Saison 2004/05: Im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 27. November 2004 führten Martin Demichelis und der FC Bayern zur Pause bereits mit 3:0. Die Gäste kämpften sich noch einmal heran, doch das Team von Cheftrainer Felix Magath fuhr am Ende einen ungefährdeten 4:2-Sieg ein.

Saison 2008/09: Erster gegen Zweiter hieß es am 5. Dezember 2008, als die TSG 1899 Hoffenheim zum Spitzenspiel in der Allianz Arena gastierte. Der Aufsteiger und Tabellenführer unterlag in München mit 1:2, die Bayern um Mark van Bommel zogen durch den Heimsieg nach Punkten gleich.

Saison 2011/12: Das erste bayerische Derby zwischen dem FC Bayern und dem FC Augsburg stieg am 6. November 2011. Der Rekordmeister gewann bei den Fuggerstädtern durch einen Doppelpack von Mario Gómez mit 2:1.

Saison 2014/15: Zur Wiesn-Zeit schenkten die Bayern Paderborn einige Tore in der Allianz Arena ein. 4:0 endete das Premierenduell mit dem Neuling im September 2014.

Saison 2016/17: Thiago eröffnete im Premierenduell gegen RB Leipzig am 21. Dezember 2016 den Torreigen - am Ende setzten sich die Bayern mit 3:0 durch.

Saison 2019/20: Ein enges Duell lieferte sich der FCB mit Union Berlin am 26. Oktober 2019. 2:1 lautete der Endstand aus Sicht der Münchner, für die Benjamin Pavard und Robert Lewandowski trafen.
Fast auf den Tag genau zwei Jahre später tritt der FCB nun wieder die Reise zu einem solchen Premierenduell im Oberhaus an – wieder am 3. Spieltag (Sonntag, 17:30 Uhr), nur dieses Mal ganz im Westen der Republik bei der SV Elversberg. Die Saarländer sind der insgesamt 57. Gegner, auf den die Münchner in der höchsten deutschen Spielklasse treffen – und genau diese Premierenduelle lagen den Münchnern in der jüngeren Vergangenheit.
Aus den 56 erstmaligen Aufeinadertreffen in der Bundesliga gingen die Bayern 39 Mal mal als Sieger hervor (neun Remis, acht Niederlagen). Das bislang letzte Aufeinandertreffen dieser Sorte, das die Bayern nicht gewannen, liegt bereits 26 Jahre zurück. Bei Energie Cottbus unterlagen die Münchner im Jahr 2000 knapp mit 0:1. Seitdem ist gegen den Rekordmeister kein Kraut gewachsen, wenn es gegen einen neuen Gegner geht; alle zehn Partien dieser Art entschieden die Münchner für sich. Folgt am Sonntag in Elversberg also der elfte Erfolg in Folge – passen würde es irgendwie.
So gut sich die Bilanz aus Sicht der Bayern heute liest, so bitter war der Start vor 61 Jahren. Seine allererste Begegnung in der Bundesliga bestritt der FCB, nach dem Aufstieg 1965 selbst ein Neuling, ausgerechnet gegen den TSV 1860 München. Die Löwen behaupteten sich im Stadtderby mit 1:0 – eine schmerzhafte Niederlage, die der Mannschaft von der Säbener Straße jedoch als Initialzündung für eine überraschend starke erste Saison diente: Die Duelle gegen die Sechziger, die am Ende Meister wurden, gegen Borussia Dortmund (0:2) und den 1. FC Köln (1:6) waren die einzigen Premierenspiele, in denen der FCB unterlag (zwölf Siege, zwei Remis). Das Team um Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller schloss die Spielzeit auf dem dritten Tabellenplatz ab – als Aufsteiger wohlgemerkt!
Für Furore sorgte die Mannschaft von Trainer Zlatko „Tschik“ Čajkovski im ersten Aufeinandertreffen mit Borussia Neunkirchen. Das Heimspiel im Grünwalder Stadion am 4. September 1965 gewannen die Münchner grandios mit 6:0. Gegen den heutigen Verbandsligisten trugen sich Rainer Ohlhauser, Gerd Müller (je zwei Treffer), Rudolf Nafziger und Dieter Brenninger in die Torschützenliste ein. Die Außenseiterrolle schien den Bayern gut zu Gesicht zu stehen, nur in der Premierenpartie beim 1. FC Köln am 11. Dezember 1965 gab es eine kalte Dusche. Mit einem 1:6 im Gepäck traten die Münchner damals die Heimreise an.
Die erste Begenung mit Holstein Kiel vor zwei Jahren gewannen die Münchner nach ihrem Blitzstart übrigens mit 6:1, was in Sachen Premierensiege aber nicht ganz fürs Treppchen reicht. Einen 6:0-Kantersieg wie 1965 gegen Borussia Neunkirchen feierten die Münchner auch im ersten Bundesligaspiel gegen Waldhof Mannheim am 17. September 1983 – allein Karl-Heinz Rummenigge traf damals im heimischen Olympiastadion dreimal. Noch deutlicher wurde es, als die SG Wattenscheid 09 am 24. September 1990 erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse auf den FCB traf. Das Team von Coach Jupp Heynckes schenkte dem frischgebackenen Aufsteiger zur Münchner Wiesn gleich siebenmal ein; die Treffer erzielten Roland Wohlfarth, Brian Laudrup (je zwei), Stefan Effenberg, Manfred Bender und Jürgen Kohler.
Ebenfalls torreich ging es im Premienduell mit dem VfL Wolfsburg am 9. August 1997 zu: Den Schlagabtausch entschied der Rekordmeister letztlich beim 5:2-Auswärtssieg für sich. Giovane Elber, Ruggiero Rizzitelli (je zwei) und Thomas Strunz erzielten die Tore. Wie unterhaltsam wird nun also Bayerns Premierenspiel Nummer 57 bei der SVE? Wir sind gespannt!
Ein Besuch in der 13.000-Einwohnergemeinde Elversberg.







































