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·5. September 2026

"So verrückt kann Fußball sein": Aachens Achterbahn der Gefühle

Artikelbild:"So verrückt kann Fußball sein": Aachens Achterbahn der Gefühle

Es sind diese Geschichten, der nur der Fußball schreibt: Im Heimspiel gegen den SV Meppen lag Alemannia Aachen vor einer Woche nach elf Minuten 0:2 hinten, am Freitagabend führten die Schwarz-Gelben in Ingolstadt nach ebenfalls elf Minuten mit 3:0. Sehr zur Freude von Trainer Mersad Selimbegovic, der von einem besonderen Spiel sprach.

"Das erlebt man nicht so oft"

Trainer Mersad Selimbegovic musste erstmal durchatmen, als er zum Interview mit "MagentaSport" kam. "So verrückt kann Fußball sein. Letzte Woche gibst du das Spiel in elf Minuten her, heute gewinnst du das Spiel in elf Minuten. Das erlebt man nicht so oft." Nach einer frühen roten Karte gegen Decker war Aachen bereits nach vier Minuten in Überzahl, verwandelte den anschließenden Freistoß in Person von Scepanik zum 1:0 (6.), netzte binnen sieben Minuten über Schroers (8.) und Köster (11.) noch zwei weitere Male ein und stellte die Weichen damit frühzeitig auf Sieg. "Das sind schon besondere Spiele, die du nicht besonders oft haben willst, in beide Richtungen", meinte Selimbegovic, wobei er mit dem Spielverlauf am Freitagabend natürlich vollends zufrieden war. "Aber ich bin zu lange im Geschäft, um zu wissen, dass das keine Regelmäßigkeit sein kann."


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Dass nach der wilden Anfangsphase keine weiteren Tore gefallen sind, begründete Aachens Coach damit, dass es "sehr schwer" sei, sich Chancen zu erspielen, "wenn sich der Gegner mit neun Mann hinten reinstellt". Dennoch habe es seine Mannschaft gut gemacht. "Das ist eine ungewöhnliche Situation. Darauf kann man sich nicht vorbereiten." Glücklich zeigte sich der 44-Jährige auch damit, dass erstmals in dieser Saison die Null stand. "Das tut uns gut. Ein Lob an alle, die auf dem Platz waren, weil wir auch in Umschaltmomenten hellwach waren."

Lob für Rückkehrer Oehmichen

Großen Anteil am Sieg hatte Rückkehrer Jonas Oehmichen, der die rote Karte und den daraus folgenden Freistoß herausholte sowie das 2:0 vorbereitete. "Er hat sich schnell wieder komplett eingelebt und Verantwortung übernommen. Das ist wichtig", lobte Selimbegovic und meinte: "Er hat wahrscheinlich zugehört, was ich vor dem Spiel gesagt habe, diese Ausstrahlung und Energie, die wir brauchen." Oehmichen bestätigte das: "Wir haben uns vorgenommen, direkt mit viel Energie rauszukommen. Wir wollten Gas geben und Ingolstadt unter Druck setzen. Das ist uns sehr gut gelungen."

Beim Foul von Decker "spüre ich auf jeden Fall einen Kontakt", sagte der 22-Jährige. "Ich will mir den Ball schon für einen Schuss hinlegen, dann rennt er ein bisschen ungestüm in mich rein. Ich kann den Unmut der Ingolstädter zwar ein bisschen verstehen, aber ich glaube, man sieht da einen deutlichen Kontakt. In dem Tempo ist es dann schwer, auf den Beinen zu bleiben." Dass Oehmichen wieder in Aachen ist, freute auch Mika Schroers: "Ich bin sehr, sehr froh, dass wir es noch geschafft haben, 'Oehmi' zu verpflichten. Wir sind schon eingespielt, auch was letzte Saison betrifft. Es macht Riesenspaß, mit ihm zusammenzuspielen." Genauso soll es jetzt auch weitergehen. Am besten schon am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Jahn Regensburg.

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