FC Bayern München
·13. Mai 2026
So will der FC Bayern gegen Köln die Bundesliga-Saison veredeln

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·13. Mai 2026

Zum Abschluss der Bundesliga-Saison 2025/26 empfängt der FC Bayern am Samstag, 15:30 Uhr, den bereits geretteten Aufsteiger 1. FC Köln in der Allianz Arena. Die Partie steht im Zeichen einer Münchner Rekordsaison und eines Effzeh, der die Klasse mit Minimalpunktzahl hält. Bayern und Köln trafen insgesamt 101 Mal in der Bundesliga aufeinander (54 Bayern-, 23 Effzeh-Siege, 24 Remis). Bevor die Münchner in den 1980er-Jahren Platz eins der ewigen Bundesliga-Tabelle übernahmen, stand Köln ganz oben.
Seit einem 2:3 in Köln im Februar 2011 ist der FC Bayern in 22 Pflichtspielen gegen den Effzeh ungeschlagen (20 Siege, zwei Unentschieden) – nur gegen den VfL Wolfsburg läuft aktuell eine noch längere Serie (25 Pflichtspiele). Doch ungeachtet dieser Aufeinandertreffen spielt der Rekordmeister ohnehin mit 86 Punkten nach 33 Spielen seine drittbeste Bundesliga-Saison; nur 2012/13 (88) und 2013/14 (87) waren es zu diesem Zeitpunkt noch mehr. Ein Sieg gegen Köln würde 89 Punkte und damit die drittbeste Endausbeute der Vereinsgeschichte bedeuten (hinter 91 Punkten 2012/13 und 90 Punkten 2013/14). Zudem könnte Bayern zum dritten Mal nach 1986/87 und 2012/13 eine Liga-Spielzeit mit nur einer einzigen Niederlage abschließen.
Spektakulär ist auch die Münchner Offensivbilanz: 117 Tore bedeuten jetzt schon die historisch beste Offensive einer Bundesliga-Saison. In den europäischen Top-5-Ligen des Jahrtausends übertraf diesen Wert nur Real Madrid zweimal: 2011/12 (121) und 2014/15 (118). Gleichzeitig holte der FCB 29 Punkte nach Rückständen – eingestellter Bundesliga-Saisonrekord, den zuvor nur Bayer 04 Leverkusen 1999/2000 erreicht hatte.
Ein weiterer Blick auf die Rekorde: Sollte am 34. Spieltag noch ein U20-Spieler sein Saisondebüt feiern, käme der FCB auf elf eingesetzte Teenager in der Bundesliga und würde damit einen neuen Saisonrekord aufstellen (aktuell zehn, geteilter Bestwert mit Schalke 04 1980/81).
Der 1. FC Köln hingegen fuhr nur einen einzigen Sieg aus den letzten 13 Bundesligaspielen ein (3:1 gegen Werder Bremen, dazu sechs Unentschieden und sechs Niederlagen). Mit 32 Punkten steht der Aufsteiger auf Rang 14 - in der Drei-Punkte-Ära hatte ein Tabellen-Vierzehnter nach 33 Spielen nur einmal weniger Zähler (Bochum 2008/09 mit 31). Läuft Köln mit 32 Punkten über die Ziellinie der Saison, wäre das die geteilt schwächste Ausbeute eines Tabellen-Vierzehnten überhaupt (ebenso St. Pauli 2024/25 und Bochum 2008/09). Mit den 32 Zählern wäre man nach 34 Spieltagen zudem in acht der letzten elf Saisons abgestiegen oder zumindest auf dem Relegationsrang gelandet.
Auswärts wartet der Effzeh seit einem 1:0 bei der TSG Hoffenheim Anfang Oktober 2025 auf einen Sieg. Zwölf Bundesligapartien in Folge ohne Dreier (sechs Unentschieden, sechs Niederlagen) bedeuten die längste aktuelle Negativ-Serie der Liga. Insgesamt gelangen den Kölnern damit nur zwei Auswärtssiege in dieser Saison – genauso wie Heidenheim und St. Pauli.
Defensiv drückt besonders die Standardanfälligkeit: Köln kassierte 25 Gegentore nach ruhenden Bällen – ligahöchstwert und Einstellung der vereinseigenen Negativmarke seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2004/05. Insgesamt standen erst drei „Weiße Westen“ zu Buche; weniger Zu-Null-Spiele hat nur Wolfsburg (zwei) und Heidenheim (eines). Bliebe es dabei, wäre das ein neuer Negativrekord für eine Bundesliga-Saison der Kölner.
Michael Olise prägt die Münchner Offensive wie kaum ein Flügelspieler zuvor. Mit 34 direkten Torbeteiligungen (15 Tore, 19 Assists) hält er den Rekord für die meisten Saison-Scorer eines Flügelspielers seit 2004/05 – er überbot damit Dortmunds Jadon Sancho (33 Torbeteiligungen 2019/20).
Olise ist erst der zweite Spieler seit Beginn der detaillierten Datenerfassung, der in einer Saison auf mindestens 15 Tore und 15 Assists kommt. Acht seiner 27 Bundesligatore erzielte der Franzose aus der Distanz. Zum zweiten Mal in Folge traf er viermal in einer Saison von außerhalb des Strafraums; mehr Distanztreffer in einer Bundesliga-Saison schaffte seit 2004/05 nur Michael Ballack (fünf in 2005/06). Mit 179 Torschussbeteiligungen (79 Vorlagen, 100 Abschlüsse) führt Olise die Liga an. Kommen gegen Köln noch zwei Assists hinzu, würde er den Vorlagenrekord seit 2004/05 einstellen, den Thomas Müller mit 21 Assists 2019/20 aufgestellt hat.
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