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·17. August 2026
Sollte Frankfurt Atubolu holen? Diese bitteren Nebenwirkungen hätte ein Transfer

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·17. August 2026

Zuletzt deutete alles darauf hin, dass Kaua Santos im Tor von Eintracht Frankfurt noch eine letzte Chance als Stammkeeper bekommen würde. Dies ist aber offenbar keineswegs mehr sicher. Die SGE soll sich mit einer Verpflichtung von Freiburg-Schlussmann Noah Atubolu beschäftigen. Dies klingt auf den ersten Blick plausibel, jedoch hätte ein Transfer auch seine Schattenseiten.Wir sehen uns die Argumente für und gegen eine Atubolu-Verpflichtung an:
Zwar waren die Keeper-Leistungen von Kaua Santos und Michael Zetterer nicht der einzige Grund für die vielen Gegentore in der vergangenen Saison, jedoch hatte insbesondere Kaua Santos auch keinen geringen Anteil daran. Der Brasilianer ist seit seinem Kreuzbandriss (zumindest Stand jetzt) kein Keeper mehr, den man in der Bundesliga bedenkenlos zwischen die Pfosten stellen kann.Nicht ohne Grund musste Santos auch in der vergangenen Saison wieder für Zetterer weichen. Zetterer ist jedoch eigentlich als Backup eingeplant und auch kein Schlussmann, der zur Bundesliga-Spitze gehört. Entscheidend war aber nicht nur, dass kein Top-Keeper auf dem Feld stand, sondern dass die Torwartwechsel auch den Abwehrverbund in Schwierigkeiten gebracht haben. Für eine stabile Hintermannschaft ist es wichtig, dem Torwart bedingungslos vertrauen zu können. Dies war bei der SGE zuletzt nicht mehr der Fall, weshalb ein Atubolu-Transfer definitiv seine Vorteile hätte. Atubolu ist ein hochveranlagter Schlussmann, der seine Qualitäten schon bewiesen hat und der künftige deutsche Nationaltorhüter werden könnte. Bedenkt man, dass Atubolu mit 24 Jahren auch noch entwicklungsfähig ist, kann die Wahrscheinlichkeit als hoch erachtet werden, dass die Eintracht mit diesem auf Jahre eine Top-Lösung im Tor hätte. Ein Benefit, der nicht unterschätzt werden sollte.
Das Problem für die SGE-Verantwortlichen ist, dass es im Kader nicht nur auf der Torhüter-Position an verlässlichen Top-Spielern mangelt. Nach den Abgängen von Rasmus Kristensen und Nathaniel Brown besteht auf den Außenverteidiger-Positionen ein qualitativer und quantitativer Mangel. Es ist eine heiße Wette, dass Elias Baum nach der gebrauchten letzten Saison auf Anhieb funktioniert und auf der linken Seite ist noch weniger eine Top-Lösung in Sicht.Für die Frankfurter wäre es folgerichtig auch lohnenswert, auf diesen Positionen nachzubessern. Zumindest ein Spieler für die linke Seite müsste noch zwingend kommen. Muss man jedoch einen Atubolu-Transfer stemmen, könnte gerade hier das nötige Geld fehlen. Dass die Frankfurter finanziell nicht optimal aufgestellt sind, zeigt die Tatsache, dass der Kalimuendo-Deal noch immer nicht verwirklicht werden konnte – und wohl auch nicht mehr wird. Sollten keine großen Beträge durch Abgänge mehr erwirtschaftet werden, ist es definitiv grenzwertig, die verbliebene Kohle in einen neuen Keeper zu stecken.
Der SC Freiburg hat mit Mio Backhaus bereits einen neuen Keeper verpflichtet und möchte Noah Atubolu folgerichtig ein Jahr vor Vertragsende unbedingt zu Geld machen. Zwar haben die Breisgauer finanziell gewisse Vorstellungen, jedoch wäre ein Atubolu-Deal unter normalen Umständen noch teurer.
Die Eintracht hat gewissermaßen Glück, dass noch kein anderer Klub zugeschlagen hat und der Bedarf auf der Torhüter-Position bei den internationalen Top-Teams derzeit wohl nicht gegeben ist. Klar ist aber auch, dass Frankfurt nur jetzt die Chance hat, Atubolu zu verpflichten. Macht man dies nicht, wird dieser zu einen anderen Klub wechseln und vermutlich so schnell nicht mehr auf den Markt kommen. Folgerichtig wäre es verlockend, die Gunst der Stunde zu nutzen.
Sollte die SGE jetzt Atubolu verpflichten, wäre das wohl das Ende von Kaua Santos bei der Eintracht. Der Brasilianer hätte kaum noch die Chance, sein eigentlich gewaltiges Potenzial doch noch auszuschöpfen. Kaua Santos würde auf der Bank versauern und könnte auch nicht mehr die großen Summen in die Kassen spülen. Der Verkaufszeitpunkt wäre jetzt schon schlecht, würde vermutlich aber auch nicht mehr besser werden, da er keine Aussicht mehr auf Spielzeit in Frankfurt hätte.Dies wäre gewissermaßen schade, weil Kaua Santos vor seiner Verletzung als zukünftiger Weltklasse-Keeper gehandelt wurde. Der junge Brasilianer hat eine enorme Athletik und sagenhafte Reflexe. Gewinnt er das Vertrauen in sich und seinen Körper zurück, kann er noch immer sein einstiges Versprechen wahr werden lassen. Dafür müsste man Santos aber bedingungslos vertrauen. Es ist nur logisch, dass es schwierig ist, einem Keeper zu vertrauen, der so oft gepatzt hat, jedoch sind das noch immer Spätfolgen der Verletzung und der angeknacksten Psyche.
Die Eintracht steht wahrlich vor einer schwierigen Entscheidung. Auf der einen Seite wäre es von Vorteil, Kaua Santos noch eine Chance zu geben, weil man geneigt ist zu sagen, dass es mit diesem eigentlich nur noch aufwärts gehen kann. Auf der anderen Seite hat man im Hier und Jetzt die Chance, eine Problemposition mit einem Top-Spieler zu beheben.
Die Bosse haben nicht die Möglichkeit, Santos noch ein Jahr die Chance zu geben und erst im Anschluss gegebenenfalls mit einem Atubolu-Transfer zu reagieren. Sollte Atubolu grünes Licht geben, müsste die Eintracht wohl zuschlagen, jedoch müssen es die Konditionen erlauben, auch auf der linken Abwehrseite noch nachbessern zu können. Sollte Frankfurt noch Verkäufe tätigen und Geld erwirtschaften, könnten aber ohnehin auch noch andere Problemstellen behoben werden. Daher ist die Tendenz: Atubolu verpflichten!
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