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·16. April 2026
Stadtduell ohne akustischen Derby-Charakter: U21 des 1. FC Köln empfängt Fortuna Köln unter Flutlicht

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Daniel Mertens
16 April, 2026
Aufgrund des parallelen Bundesliga-Spiels des FC wird es beim Duell der U21 der Geißböcke gegen Fortuna Köln kein akustisches Duell auf den Rängen geben.

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Es hätte ein perfekter Fußball-Abend für Fußball-Romantiker werden können. Neben dem Stadtderby auf dem Rasen hätten sich auf den Rängen des altehrwürdigen Franz-Kremer-Stadions zwei Fanlager akustisch duellieren können und so einen passenden Rahmen schaffen können. Diese Ideal-Vorstellung machte jedoch der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) mit seiner Ansetzung der Partie parallel zum Bundesliga-Spiel des FC am Millerntor beim FC St. Pauli zunichte. Für die stimmungsvolle Kulisse werden nur die Fortuna-Fans im Gästeblock sorgen und der U21 somit ein akustisches Auswärtsspiel bescheren.
Der WDFV setzt die Spiele der U21 größtenteils parallel an auf Intervention der Polizei. Dabei wird jedoch nicht ersichtlich, welches erhöhte Gefahrenpotenzial beim Duell FC gegen Fortuna droht, wenn beide Fanlager im Stadion anwesend wären. „Das ist das leidige Thema, das wir seit drei Jahren haben, vor allem auch bei Fortuna Köln“, äußerte Trainer Evangelos Sbonias darauf angesprochen gegenüber come-on-fc.com, „die letzten Jahre war es zwei, drei Mal so, glaube ich, dass wir so eine Situation hatten, wo gegen Fortuna Köln ein würdiger Rahmen hätte sein können.“ Dass es sich für seine Mannschaft daher akustisch wie ein Spiel im Südstadion anfühlen wird, schob Sbonias beiseite: „Das ist nichts, was uns irgendwie beeinflusst. Die Situation war schon einige Male so.“
Mit Blick auf das sportliche Duell sprach Sbonias entgegen seiner üblichen Gepflogenheit vor anstehenden Spielen diesmal von einer klaren Rollen-Verteilung: „Fortuna Köln spielt eine überragende Saison und ist das Maß der Dinge. Wir haben in dem Spiel wirklich nichts zu verlieren und sind der klare Außenseiter.“ Das wollte der Coach jedoch als Ansporn für seine Mannschaft verstanden wissen: „Die Jungs können und sollen befreit aufspielen, um auf der Bühne zeigen zu können, dass sie gut Fußball spielen können. Und dann werden wir sehen, was wir dafür bekommen.“
Die jüngste Serie von fünf Niederlagen in Folge gehe derweil auch nicht spurlos an seinen Schützlingen vorbei: „Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, das beschäftigt die Jungs nicht. Es ist eine brutal junge Mannschaft, noch mal jünger als in den vergangenen beiden Jahren. Wir haben am Wochenende wieder mit fünf U19-Spielern gespielt. Natürlich macht es was mit einem, wenn du ständig Aufwand betreibst und eigentlich auch gut Fußball spielst in vielen Phasen und dann nicht dafür belohnt wirst.“ Sbonias ergänzte: „Aber das gehört zur Entwicklung dazu, diese Dinge zu akzeptieren, daran nicht zu zerbrechen, nicht zu hadern, nicht vom Weg abzukommen, um dann gestärkt rauszugehen.“ Der Trainer zeigte sich zuversichtlich: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Jungs daraus auch etwas Positives ziehen können, wenn wir weiterhin mit aller Ruhe und Akribie arbeiten.“
Im Stadtderby wird Sbonias erneut Spielern aus der U19 Spielpraxis geben. Jonathan Friemel ist dabei gesetzt. Weitere Akteure könnten noch dazukommen. Die starke Hinrunde habe diese Situation ermöglicht: „Wir haben den Luxus und das haben wir uns nicht ergaunert, sondern hart verdient. Das Punktepolster haben wir wieder früh in der Saison erreicht, um dann genau solche Entwicklungsschritte zu sehen und solche Jungs vorzubereiten für die nächste Saison und für andere Aufgaben. Eigentlich müssen wir uns glücklich schätzen, dass wir so damit umgehen können.“
Und vielleicht wachsen die Talente just im Derby als David gegen Goliath über sich hinaus und setzen ein sportliches Ausrufezeichen.
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