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·19. September 2026
Stimmen zum 4. Bundesliga-Spieltag: Polzin-Verlängerung und Gladbachs Trainersuche

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Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 4. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky. Beim Hamburger SV steht die Vertragsverlängerung von Merlin Polzin trotz des Fehlstarts im Mittelpunkt. In Gladbach gibt Sportchef Rouven Schröder Einblicke in die laufende Trainersuche und verrät, dass der Verein inzwischen einen Favoriten hat. Dazu äußern sich unter anderem Didi Hamann, Eren Dinkci, Said El Mala und Jochen Saier zu den aktuellen Themen rund um den Bundesliga-Samstag.
Fußball-Legende Lothar Matthäus in seiner Rolle als Sky-Experte vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln im Volksparkstadion am 14. März 2026 in Hamburg. (Stuart Franklin / Getty Images Europe via Getty Images)
zur Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin trotz des Fehlstarts: „So eine Entscheidung trifft man nicht nach drei Siegen. Der Betrachtungszeitraum beginnt ja quasi beim Antritt eines Trainers. Wenn man Merlin und sein Team ansieht, dann hat er alle Vereinsziele erreicht. Wir haben die Klasse gehalten und freuen uns jetzt auf die zweite Saison in der Bundesliga. Ich empfinde die Mannschaft als unfassbar lebendig, natürlich auch selbstkritisch. Es ist nicht so, dass wir die Tabelle ignorieren. Aber aus unserer Perspektive handeln wir mit voller Überzeugung. Wir sind stark im Dialog und wollen da jetzt gemeinsam mit Überzeugung durchgehen.“
zu möglichen Klauseln in Polzins neuem Vertrag: „Ich glaube, dass Vertragsinhalte und Details jetzt nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind.“
dazu, warum der Vertrag erst jetzt verlängert wurde: „Ich bin damit total fein. Wir sind im Verein total fein. Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass ich es sehr, sehr unseriös empfunden hätte, wenn ich unmittelbar eine Entscheidung getroffen hätte. Mir war es ganz, ganz wichtig, das Trainerteam kennenzulernen. Die Rückmeldungen waren stets positiv, aber mir war wichtig, mir wirklich mein eigenes Bild zu machen. Ich bleibe dabei: Wir treffen die Entscheidung wirklich aus voller Überzeugung. Wir verlängern einen Vertrag nicht nach drei Siegen, aber wir revidieren diese Entscheidung auch nicht nach drei Niederlagen.“
HAMBURG, DEUTSCHLAND – 15. September 2026: Merlin Polzin, Trainer des Hamburger SV, beobachtet eine Trainingseinheit im Volksparkstadion. (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
zur Bedeutung des Heimspiels gegen den 1. FC Köln: „Es ist definitiv der richtige Zeitpunkt heute. Wir haben uns viel vorgenommen nach den vergangenen Wochen und nach der einen oder anderen kritischen Stimme, die zu Recht da war. Wir wollen auf jeden Fall ein richtig geiles Heimspiel abliefern. Ich bin mir sicher, dass die Fans voll da sind.“
zu seiner Vertragsverlängerung: „Für eine Klarheit nach außen ist es definitiv sinnvoll, das Ganze jetzt zu kommunizieren. Die grundsätzliche Einigung besteht schon seit Mitte der Vorbereitung. Das war allen Parteien klar. Trotzdem gilt in dem Moment, wo es fix ist, der absolute Fokus dem, was auf dem Rasen stattfindet.“
zu seinem persönlichen Weg beim HSV: „Am Ende geht es um die Botschaft dahinter. Wir als Hamburger Jungs mit Loic und Richie und Max, der noch dazugekommen ist – dass wir aus dieser Stadt kommen und in diesem Stadion ein Stück weit unsere Jugend verbracht haben, ist etwas ganz Besonderes. Da geht es weniger um die Geschichten drumherum, sondern um das, was wir auf den Platz bringen.“
zur Arbeit mit den Offensivspielern nach dem torlosen Saisonstart: „Videoanalysen helfen natürlich. Auf der anderen Seite geht es aber auch darum, den Jungs in diesem Moment einfach Vertrauen zu schenken. Weniger zu reden, weniger aufzuzeigen, sondern eher im Training durch gelungene Aktionen für Selbstvertrauen zu sorgen. Das haben die Jungs in der Offensive alle gezeigt in dieser Woche. Das bestätigt den Prozess und da hoffe ich natürlich, dass wir möglichst viel davon heute sehen.“
zu seiner Nominierung für die Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp: „Extrem cool. Ich habe mich gefreut, als er sich bei mir gemeldet hat, und habe es direkt meinen Eltern erzählt. Ich freue mich drauf und kann es kaum abwarten.“
Das Borussia-Park-Stadion in Mönchengladbach bei Flutlicht während des Bundesliga-Spiels Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt am 27. September 2025. (Copyright Depositphotos.com)
zum Stand der Trainersuche: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Voller Fokus liegt heute auf dem Spiel. Es ist auch für uns wichtig, noch einmal die Strategie für diese Woche festzulegen. Wir haben es geschafft, sehr, sehr in Ruhe Gespräche zu führen. Die Öffentlichkeit hat es zum Glück noch nicht herausbekommen, dass wir da auf einem sehr guten Weg sind.“
dazu, ob Gladbach bereits einen Trainerfavoriten hat: „Mittlerweile ja.“
zum Anforderungsprofil des neuen Trainers: „Es ist jemand, der natürlich auch eine gewisse Erfahrung haben muss. Der schon gezeigt hat, dass er mit schwierigen Situationen umgehen kann. Das ist ein elementar wichtiger Punkt. Wir sind bei Borussia Mönchengladbach, einem sehr, sehr großen, traditionsreichen Klub, der große Erwartungen hat. Dementsprechend muss man auf die Mannschaft sehr, sehr gut einwirken können, inhaltlich und auch energetisch.“
zu einer möglichen Verpflichtung von Christian Titz: „Christian Titz ist ein herausragender Mensch, vor allen Dingen auch ein herausragender Trainer. Aber er kommt für uns nicht infrage.“
zum Zeitpunkt einer Trainerentscheidung: „Wir lassen uns die Zeit. Auch die Länderspielpause gibt uns die Möglichkeit, die Dinge wirklich in aller Ruhe vorzubereiten. Entscheidend ist heute Mainz 05. Das ist das Wichtigste heute.“
zur Rückkehr von Florian Neuhaus in die Startelf: „Florian Neuhaus hat nie zurückgesteckt. Trotz der klaren Ausrichtung, die wir vorhatten, hat er sich nie hängen lassen. Er hat wie ein Vollprofi trainiert, wie man sich das wünscht. Wir haben auch immer gesagt, dass wir Verträge respektieren. Es gab keinen Wechsel. Florian Neuhaus war letzte Woche schon im Kader und hat sich diese Woche hervorragend gezeigt. Jan-Moritz Lichte hat sich mit seinem Trainerteam Gedanken gemacht. Entscheidend ist Borussia Mönchengladbach und dass wir punkten.“
zur veränderten Wertschätzung für den Fußball und das Leben: „Nicht nur für den Fußball ist die Wertschätzung größer geworden, sondern allgemein für das ganze Leben. Wenn man solche Schicksalsschläge erlebt, sollte man eigentlich für alles dankbar sein.“
zur Bedeutung von seiner Rückkehr und der von Niclas Füllkrug zu Werder: „Wir identifizieren uns einfach mit dem Verein und das spürt man. Wir können eine gewisse Energie mitgeben, auch an die Mitspieler, aber natürlich auch an die Fans. Vor allem in so einem Heimspiel können wir vielleicht auch mal die Fans anzünden und nicht nur die Fans uns.“
Michael Gregoritsch jubelt nach seinem Treffer zum 3:0 für den FC Augsburg im Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach in der WWK-Arena am 9. Mai 2026 in Augsburg. Leonhard Simon / Getty Images Europe via Getty Images
zu den DFB-Nominierungen von Finn Dahmen und Hennes Behrens: „Es ist eine schöne Anerkennung vor allem für die beiden Jungs. Die machen es sehr, sehr gut. Finn schon eine längere Zeit bei uns. Er war für mich auch ein absoluter Kandidat für die WM, das hat dann leider nicht geklappt. Hennes macht es vom ersten Tag weg sehr, sehr gut, ist super in die Mannschaft integriert und deswegen freue ich mich sehr.“
zum Charakter von Hannes Behrens: „Er wurde von Tag zu Tag offener. Am Anfang war er sehr, sehr schüchtern, aber er ist ein super feiner Mensch, sehr, sehr fleißig und auf dem Platz ein absoluter Gasgeber. Der hört nicht auf.“
zur Nominierung von vier Freiburgern für den DFB: „In diesem Jahr feiern wir 25 Jahre Fußballschule. Es kommt zum richtigen Zeitpunkt. Es ist das Ergebnis eines langen Anlaufs, hoher Kontinuität und unglaublich fleißiger Arbeit. In der Tat eine schöne Momentaufnahme, aber auch eine verdiente.“
zur Bedeutung der Freiburger Fußballschule: „Ich bin selber ein Kind der Fußballschule. Nicht nur viele Spieler haben bei uns den Weg in die erste Mannschaft und auch in den Profibereich gemacht, sondern auch viele der Verantwortlichen. Wir haben da eine gute Richtungsentscheidung getroffen.“
zur Entwicklung von Igor Matanovic: „Wir waren lange an ihm dran, schon als er beim KSC war. Wir haben uns intensiv mit ihm beschäftigt. Es gibt Timing-Fragen, auch in der Kaderplanung. Frankfurt war in dem Bereich so gut bestückt, dass er dort schwerlich auf den Platz kam. Bei uns hat er über ein Jahr Anlauf genommen. Jetzt hat man das Gefühl, dass die Blüte aufgeht. Er hat einen Lernprozess genommen und ist sehr intensiv unterwegs. Das ist unser Spiel.“
zur Einordnung des SC Freiburg als Spitzenmannschaft: „Ein großes Wort. Uns eilt der Ruf voraus, dass wir uns immer kleiner machen, als wir sind. Ich würde es weiterhin so halten. Wir machen es sehr stabil, es wirkt gut. Wir haben Etappenziele, die wollen wir verfolgen. Wir machen uns nicht kleiner, als wir sind, aber Realismus hilft manchmal.“
Igor Matanovic feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum 2:0 für den SC Freiburg im Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen am 30. August 2026 im Europa-Park Stadion. (Daniela Porcelli / Getty Images Europe via Getty Images)
zur Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin beim HSV: „Beim HSV habe ich den Schritt nicht ganz verstanden. Wenn ich mir den ganzen Sommer und die Vorbereitung anschaue, wenn ich mir nicht sicher bin und dann so in die Saison starte: Ob es die richtige Entscheidung war, wissen wir wahrscheinlich erst in sechs, acht Wochen, vielleicht erst in sechs Monaten. Ich hätte es wahrscheinlich so nicht gemacht.“
zum gesuchten Trainertyp bei Borussia Mönchengladbach: „Es braucht keinen Theoretiker, keinen Wissenschaftler. Da braucht es mal einen, der die Jungs anpackt und ihnen wissen lässt, was es heißt, für diesen Verein zu spielen. Das ist natürlich nicht mehr der Verein aus den 70ern. Nur das Stadion ist jede Woche voll, es ist ein Traditionsverein. Da muss mal einer hin, der nicht nur die Mannschaft, sondern den ganzen Verein aufweckt.“
zu Jürgen Klopps XXL-Kader: „Was er bisher macht, dass er zu den Vereinen fährt und sich mit den meisten Spielern persönlich ausgetauscht hat, muss ich sagen: Das hat noch kein Nationaltrainer gemacht. Das ist alles positiv. Aber stellt euch mal vor, Nagelsmann hätte das gemacht. Dann hätten sie ihn zerrissen. Bei Klopp sagen alle immer wunderbar. Es gibt einen Ansatz, viele Spieler einzuladen. Ob er alle hätte einladen müssen, lasse ich dahingestellt. Grundsätzlich finde ich den Ansatz nicht schlecht.“
Für Rückfragen: O-Ton-Service Sky/tg eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
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