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·2. Januar 2026
Supercup: Der türkische Fußball beweist, wie unprofessionell er ist! – Kommentar

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Wenige Tage vor der Austragung des Türkischen Supercups beantragen die teilnehmenden Klubs wegen der zu hohen Belastung der Spieler eine Verlegung des Wettbewerbs. Der Einwand mag durchaus berechtigt sein. Dass der Vorstoß aber erst so kurzfristig kommt, zeugt mal wieder, wie unprofessionell die Verantwortlichen agieren. Ein Kommentar von LIGABlatt-Redakteur Mario Herb.
Mit einem kurzen Blick in den Rahmenterminkalender hätte man es durchaus erahnen können, dass die Austragung des Supercups zur Unzeit kommt. Anfang des Jahres, mittendrin in der knapp vierwöchigen Winterpause, der einzigen echten Spielpause für so manchen Akteur in diesem Jahr, steht im Sommer doch die neue XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko an. Und wird der Supercup in diesem Jahr auch noch im neuen, erweiterten Modus mit vier Mannschaften ausgespielt. Sich die Blöße eines Boykotts zu geben und zum Spiel gar nicht erst antreten – so wie es Fenerbahçe vor nicht allzu langer Zeit im nach Saudi-Arabien verkauften Supercup-Finale gegen Galatasaray fabriziert hat – müsste man also gleich zweimal durchziehen.
Samsunspor komplettiert das Verschiebungsquartett
Antreten wollen die Teilnehmer in diesem Jahr schon, nur nicht jetzt Anfang Januar zum vorhergesehenen Termin. Am Neujahrstag hat Samsunspor als letzter der vier Teilnehmer offiziell beantragt, das anstehende Supercup-Spiel auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. So wie zuvor auch Galatasaray, Fenerbahçe und Trabzonspor verwies Samsun auf den kräftezehrenden Vorbereitungsprozess vor der Saison sowie auf die hohe Belastung durch den engen Spielkalender.
Was wohl Fans und Spieler jetzt denken?!
Um das nicht falsch zu verstehen: Die Anträge der Vereine mögen gerechtfertigt, auch die Gründe dafür valide sein – nur ist der Zeitpunkt des Vorstoßes schlicht unprofessionell, wenn nicht gar unverschämt. Was mögen sich zum Beispiel die vielen im Ausland lebenden Anhänger jetzt denken, die sich für die Tage über den Jahreswechsel einen Heimaturlaub samt teure Karten für die Spiele gebucht haben?! Oder auch die Spieler, die ihren Winterurlaub entsprechend gekürzt haben?! In puncto Organisation und Verlässlichkeit gibt der türkische Fußball hier mal wieder ein ganz schlechtes Bild ab!
Entschieden, ob und wann der Supercup ausgespielt wird, ist übrigens noch nichts. Der türkische Fußballverband hat sich bislang nicht zu den Verschiebungsanträgen der Klubs geäußert. Es bleibt ja auch noch viel Zeit. Das erste Halbfinale, Trabzonspor gegen Galatasaray in Gaziantep, steigt erst in drei Tagen, am Montagabend.









































