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·26. November 2025

Tedesco vor Ferencvaros: Rotation, Mercan und Respekt vor starkem Gegner

Artikelbild:Tedesco vor Ferencvaros: Rotation, Mercan und Respekt vor starkem Gegner

Vor dem wichtigenUEFA Europa-League-Spiel gegen Ferencvaros Budapest hat Fenerbahce-Trainer Domenico Tedesco auf der Pressekonferenz ausführlich über den Zustand seiner Mannschaft, die Belastung durch Nationalspiele, mögliche Rotationen und die Stärken des ungarischen Gegners gesprochen. Dabei machte der Italiener klar, dass er trotz Ausfällen und Sperren auf einen breiten Kader vertraut und deutete unter anderem einen Einsatz von Levent Mercan an.

Nationalmannschafts-Rhythmus und Europa-Belastung

Auf die Frage, ob der Nationalmannschafts-Rhythmus die Vorbereitung auf das Europa-League-Duell störe, verwies Tedesco auf die Intensität der letzten Länderspielphase. „Es geht darum, wie viele Spieler in die Nationalmannschaft gehen. In unserem Fall gehen zwölf Spieler und gespielt haben acht. Wir verlieren nicht den Rhythmus, weil sie spielen“, erklärte der Coach und stellte klar, dass seine Profis nach der Unterbrechung körperlich gut zurückgekehrt seien. „Nach der Nationalpause waren wir körperlich gut und jetzt geht es uns gut. Europapokalspiele sind wunderschön. Eine positive Situation für uns.“


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Damit machte Tedesco deutlich, dass er die Doppelbelastung nicht als Ausrede gelten lässt. Im Gegenteil: Die Partien auf internationaler Bühne seien für Fenerbahce eine Chance, sich weiterzuentwickeln, zusätzliche Erfahrungswerte zu sammeln und gleichzeitig im Rhythmus zu bleiben. Der Fokus liege darauf, die körperliche Frische zu bewahren und die Vorbereitung so zu steuern, dass die Mannschaft sowohl in Europa als auch im Ligaalltag stabil performt.

Ausfälle, Sperren und die Chance für neue Gesichter

Natürlich spielen in Tedescos Überlegungen auch die Ausfälle, Sperren und angeschlagenen Profis eine wichtige Rolle. Der Trainer ordnete diese Situation als Teil des Geschäfts ein: „Die Gesperrten, die fehlenden Akteure, sind ebenfalls Teil dieses Spiels. Es ist normal, dass solche Defizite und Probleme von Zeit zu Zeit auftreten.“ Gleichzeitig betonte er das Vertrauen in die Breite des Kaders: „Wir haben eine gute Mannschaft und sie alle haben es verdient, zu spielen. Ich liebe es, neue Gesichter zu sehen. Es gibt gute junge Leute in unserem Team.“

Um seine Rotationsphilosophie zu veranschaulichen, bediente sich Tedesco sogar eines bildhaften Vergleichs: „Du hast zum Beispiel eine Freundin, ich fahre mit dir in den Urlaub, wenn ich Zeit habe, aber nicht, wenn sie nicht mit mir in den Urlaub fährt, wenn ich Zeit habe.“ Gemeint ist: Jede Phase und jedes Spiel verlangt andere Lösungen – und damit auch andere Personalentscheidungen. Nicht jeder kann immer spielen, aber jede Gelegenheit bietet einem anderen Spieler die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen.

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Levent Mercan vor Einsatz gegen Ferencvaros

Besonders aufmerksam verfolgten die Fenerbahce-Fans die Antwort auf die Frage, ob Levent Mercan gegen Ferencvaros sein Amt antreten werde. Die Antwort des Trainers fiel eindeutig aus: „Ja, wir können Levent Mercan morgen sehen.“ Damit kündigte Tedesco an, dass der junge Spieler im Kader eine wichtige Rolle einnehmen könnte – sei es in der Startelf oder als Option von der Bank.

Für Fenerbahce ist dies auch ein Signal in Richtung Zukunft. Tedesco hatte zuvor bereits betont, wie sehr er es liebe, „neue Gesichter zu sehen“ und jungen Spielern Vertrauen zu schenken. Der mögliche Einsatz von Mercan passt genau in dieses Bild und unterstreicht, dass der Trainer den Konkurrenzkampf hochhält und bereit ist, Leistungen im Training mit Minuten in einem europäischen Schlüsselspiel zu belohnen.

Analyse des Gegners: Ferencvaros stark in der Luft und im Zentrum

Ausführlich ging Tedesco auch auf die Stärken von Ferencvaros ein. Insbesondere die Luftpräsenz des Gegners beeindruckt den Coach: „Ferencvaros ist nicht nur in der Mitte, sondern auch hinten eine gute Mannschaft. Vargas ist der beste Spieler in Kopfballduellen, weil er die Situation wunderbar liest, wenn es um die Mitte geht. Er weiß, wie und wann er springen muss. 30 Prozent ihrer Tore erzielen sie mit Kopfbällen“

Um die Ungarn wirksam zu neutralisieren, formulierte Tedesco einen klaren Matchplan: „Wir müssen sie gut verteidigen. Wir müssen am Boden die Räume eng machen. Wenn wir uns die Quelle der Arbeit ansehen, sollten wir die Mitte blockieren. Wir müssen im Strafraum hellwach sein, mit angemessenem Kontakt spielen und bereit sein. Wir haben darüber gesprochen, wie wir den Ball fern halten wollen. Wir haben geredet und gearbeitet, aber manchmal ist das auf dem Platz anders.“ Für Fenerbahce wird es also darauf ankommen, die Flankenläufe und Standards von Ferencvaros konsequent zu verteidigen und im eigenen Strafraum kompromisslos aufzuräumen.

„Eine der schwierigsten Mannschaften des Turniers“

Auch auf eine Frage eines ungarischen Journalisten ging der Fenerbahce-Coach ausführlich ein. Gefragt, wie er Ferencvaros einschätze, verwies Tedesco als Erstes auf die nackten Zahlen: „Ferencvaros zeigt, was für eine Mannschaft das ist, wenn man sich das Tableau ansieht. Dies ist eine der schwierigsten Mannschaften des Turniers.“ Er lobte die Spielweise des Gegners als „direkt und vertikal“ und hob hervor, dass das Team „in vielen Statistiken eine führende Position“ einnehme.

Mit Blick auf einzelne Akteure verwies Tedesco vor allem auf die internationale Erfahrung im Kader: „Naby Keita spielte für Liverpool und Leipzig. Sie haben sehr gute Spieler in ihrem Kader.“ Daraus leitete er eine klare Forderung an seine Mannschaft ab: „Wir müssen von der ersten Sekunde an bereit sein.“ Für Fenerbahce bedeutet das, dass es keinen Raum für Anlaufphasen geben wird – weder mental noch taktisch. Die Türken müssen vom Anpfiff weg präsent sein, Zweikämpfe annehmen und die eigenen Qualitäten auf den Platz bringen.

Selbstbewusstsein, Rotation und viel Respekt

Insgesamt vermittelte Domenico Tedesco vor dem Europa-League-Auftritt gegen Ferencvaros ein Bild von selbstbewusster Entschlossenheit, gepaart mit großem Respekt vor dem Gegner. Er sieht seine Mannschaft physisch gut vorbereitet, vertraut der Breite des Kaders und ist bereit, mit Rotationen auf Ausfälle und Belastungen zu reagieren. Gleichzeitig warnt er vor den klaren Stärken des ungarischen Meisters – insbesondere im Luftduell und im vertikalen Umschaltspiel.

Für Fenerbahce wird die Partie damit zum Prüfstein: Kann die Mannschaft die Worte ihres Trainers auf dem Platz umsetzen, die Räume im Zentrum schließen und die eigene Qualität in einem europäischen Topspiel abrufen? Klar ist: Mit einem möglichen Einsatz von Levent Mercan, einem detaillierten Matchplan und der Erfahrung eines Trainers wie Tedesco bringt der Klub alle Voraussetzungen mit, um den Abend gegen Ferencvaros erfolgreich zu gestalten.

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