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·31. August 2026

Tischtennis: BVB erstmals im Pokal-Final4

Artikelbild:Tischtennis: BVB erstmals im Pokal-Final4

Einen Tag nach dem ersten Erfolg in einer K.o.-Phase des Pokal-Wettbewerbs im Achtelfinale (3:0 gegen den Ligarivalen TTC Zugbrücke Grenzau) setzte das Team von Borussen-Coach Evgeny Fadeev sein erstes großes Ausrufezeichen auf nationalem Eliteniveau: Der Einzug ins sportlich wertvolle und prestigeträchtige Pokal-Final4. Fadeev beschrieb die Entscheidung als „glücklichsten Moment in meinem Trainer-Leben“, Abteilungsleiterin Ulla Reitemeyer kündigte die umgehende Übermittlung der guten Nachricht an Vereinspräsident Hans-Joachim Watzke an.

Bisher waren drei Achtelfinalteilnahmen (2020, 2024 und 2025) Dortmunds beste Pokal-Ergebnisse. Bei der Pokal-Endrunde in Neu-Ulm (voraussichtlich am 3. Januar) trifft der momentane Bundesliga-Vierte nun in der Vorschlussrunde auf Triple-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT.


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Beinahe erwartungsgemäß schickte Fadeev gegen die Lokalmatadore aus Unterfranken wie schon am Vortag wieder sein Top-50-Trio in die Box, mischte aber seine Aufstellung gehörig durch. Anders Lind rückte als Nummer 13 der Weltrangliste im Vergleich zum Vortag von Position zwei auf die Eins vor, dafür wiederum rotierte Joao Geraldo von der Spitze auf die Drei und Kristian Karlsson für das Eröffnungseinzel auf die Zwei.

Spielverlauf

Karlsson nahm im ersten Match gegen Routinier Bastian Steger die Verantwortung an. Bei seinem Viersatz-Erfolg hatte der schwedische Linkshänder den mit 45 Jahren ältesten Bundesliga-Stammspieler nahezu jederzeit unter Kontrolle. Vorentscheidend zugunsten Karlssons waren beim Zwischenstand von 1:1 Sätzen auf dem Weg zum Gewinn des dritten Durchgangs im dritten Satz zwei „Zwischenspurts“ auf 5:0 und 9:1. Letztlich nutzte Dortmunds früherer Doppel-Weltmeister im vierten Satz seinen dritten Matchball zur wichtigen BVB-Führung.

Lind begann gegen den erfahrenen Österreicher Daniel Habesohn verhalten, arbeitete sich aber nach dem ersten Satz immer besser in das Match und erspielte sich – seiner Klasse entsprechend – zunehmend immer mehr Vorteile und brachte sein Team auf Final4-Kurs.

Auch für Geraldo bewahrheitete sich Fadeevs Prognose für ein „sehr hartes und schweres Spiel“. Der Portugiese hatte gegen den gebürtigen Hammer André Bertelsmeier großen Widerstand zu brechen, ehe der Neuzugang den vierten Pflichtspielerfolg seiner Mannschaft in Serie und damit die erhoffte Halbfinalteilnahme perfekt machen konnte.

Ursula Reitemeyer (Abteilungsleiterin Tischtennis): „Ich bin unsagbar stolz auf diese Leistung. Zu keinem Zeitpunkt war nicht ein Spiel wirklich eng geworden. Das war ein solider, seriöser und gut herausgespielter Sieg für uns. Wenn wir zurück in Dortmund sind haben wir wirklich einen guten Grund zu feiern.“

Evgeny Fadeev (Trainer): „Das ist der glücklichste Moment in meinem Trainer-Leben. Wir haben das erste groß Ziel unserer Vereinsgeschichte erreicht, das spiegelt auch unsere Entwicklung der vergangenen Jahre. Wir alle können der Mannschaft nur danken, alle haben sehen können, wie unsere Spieler zusammengehalten haben. Wir haben Bad Königshofen von Anfang an unter Druck gesetzt und auch bis zum Ende unter Druck gehalten. Wir haben durch die Klasseleistung von allen Spielern, auch kämpferisch, verdient gewonnen. Ich hoffe, dass dieser Erfolg uns auch für die Bundesliga einen weiteren Impuls geben kann.“

Anders Lind: „Ich bin sehr froh und stolz. Wir sind angetreten, um das Final4 zu erreichen – und wir haben es geschafft. Jeder von uns hat seine Aufgaben super gelöst, ob in der Box oder auf der Bank.“

Joao Geraldo: „Für uns war das der erste Schritt, auf den wir gehofft haben und den wir uns auch vorgenommen haben. Jeder in unserem Team ist wichtig und hat seinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet. Es macht mich stolz, zu dieser Mannschaft zu gehören.“

Ausblick

Nach dem Pokal ist vor der Bundesliga: Für den BVB steht schon am Donnerstag (19 Uhr, Dyn) beim TTC OE Bad Homburg wieder Meisterschafts-Alltag auf dem Programm. Beim Mitaufsteiger von 2024 im Taunus würde Fadeevs Mannschaft durch den dritten Liga-Erfolg nacheinander ihren Platz im Vorderfeld der Tabelle mit Schlagdistanz zur Spitze festigen. Nach dem Duell mit den Hessen, gegen die Dortmund drei seiner vier bisherigen Punktspiele im Oberhaus gewinnen konnte, folgt für die Borussen eine Bundesliga-Pause bis zum Heimspiel am 21. September (Montag, 18.30 Uhr, Dyn) gegen den TTC Fulda-Maberzell.

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