FC Red Bull Salzburg
·10. Mai 2026
Titelchance nach 1:2-Niederlage futsch

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·10. Mai 2026

In der vorletzten Runde der ADMIRAL Bundesliga unterliegen wir beim LASK mit 1:2. Der LASK nutzt zwei Einwürfe innerhalb weniger Minuten zum Doppelschlag aus, ehe Karim Konate kurz vor dem Ende noch verkürzt. Mit der Niederlage müssen wir uns eine Runde vor Saisonende leider endgültig aus dem Titelrennen verabschieden.
Mit dem Blick auf die vorletzte Runde der ADMIRAL Bundesliga reisten wir nach Linz, wo der LASK die Chance hatte, vor eigenem Publikum seinen erst zweiten Meistertitel nach dem Titelgewinn 1965 klarzumachen. Eine besondere Kulisse also, in der wir unsere eigenen Ambitionen nicht aus den Augen verlieren wollten.

Der Start in die Partie war energisch, aber auf beiden Seiten noch etwas ungestüm. Dennoch waren wir von Beginn an das aktivere Team: Maurits Kjaegaard prüfte in der 8. Minute nach einer guten Idee von Yorbe Vertessen erstmals den gegnerischen Keeper. Die Gastgeber hingegen agierten anfangs auffällig zurückhaltend, ein Remis schien ihnen zunächst das Wichtigste zu sein, um die Meisterschaft weiter in der eigenen Hand zu behalten. Die klarste Chance der Anfangsphase gehörte uns: Stefan Lainer flankte in der 16. Minute vielversprechend auf Vertessen, doch der Kopfball des Belgiers landete knapp über der Latte. Torabschlüsse, Ballbesitz, Spielrhythmus, alles sprach in dieser Phase für unsere Roten Bullen. Ab der 25. Minute kamen auch die Linzer besser ins Spiel. Einen gefährlichen Abschluss von Cisse nach einem Freistoß entschärfte Alex Schlager noch reaktionsschnell. Doch dann kippte die Partie in der entscheidenden Phase vor der Pause. In Minute 33 war es ein Einwurf von Usor, den Tornich in die Gefahrenzone weiterleitete und Adeniran zum 1:0 einköpfte. Der LASK schöpfte neue Energie daraus: Nur drei Minuten später erneut ein Einwurf als Ausgangspunkt, Andrade zirkelte das Leder an den Pfosten und Jörgensen staubte im Nachschuss zum 2:0 ab.

Der zweite Durchgang gestaltete sich zunächst mühsam. Die Linzer verwalteten ihren Vorsprung routiniert, wir fanden offensiv lange kein Mittel dagegen. Immerhin sorgte Kerim Alajbegovic mit einem kraftvollen Distanzschuss an die Stange für das erste Lebenszeichen (56.) und versuchte es in der 70. Minute erneut mit einem gefährlichen Schlenzer aus der Ferne. Daniel Beichler reagierte mit frischen Kräften, und Joker Karim Konate verteilte per Notizzettel Anweisungen des Trainerteams an seine Mitspieler. Tatsächlich zeigten sich direkt erste Impulse, Eddie Baidoo legte in Minute 71 quer auf Onisiwo, der aus kürzester Distanz jedoch kein Glück hatte. Drei Minuten später traf Baidoo selbst per glückloser Direktabnahme am Fünfmeterraum die Querlatte. Den Anschlusstreffer sollte schließlich ausgerechnet ein Einwurf bringen: Drexler beförderte den Ball weit ins Zentrum, wo Konate per Kopf zum 1:2 traf (87.). Mehr war in der verbleibenden Zeit jedoch nicht mehr drin. Den Meisterteller gab es für den LASK trotz des Sieges noch nicht, da Sturm Graz im Parallelspiel ebenfalls gewann. Für uns steht nach diesem Abend allerdings fest, dass die Plätze eins bzw. zwei und damit die Königsklassen-Qualifikation nicht mehr erreichbar sind. Den dritten Rang gilt es nun am letzten Spieltag zu verteidigen. Am kommenden Sonntag empfangen wir um 14:30 Uhr Hartberg zum Saisonabschluss in der Red Bull Arena. Im Rahmen unseres Familienspieltags erwarten euch Gratis-Kindertickets sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm ab 11:30 Uhr.
Im Rahmen des taggleichen Wings for Life World Runs sind wir heute gemeinsam für den guten Zweck gelaufen. Zusammen kamen wir auf 121,93 Kilometer, was einer Spende von 12.200 Euro an die Wings for Life-Stiftung entspricht, die sämtliche Einnahmen direkt in die Rückenmarksforschung fließen lässt.
Es ist aus zwei Gründen sehr bitter. Zum einen, weil es in meinen Augen total unverdient ist, ohne Punkte heimzufahren. Zum anderen, weil es jetzt Fakt ist, dass wir am letzten Spieltag nichts mit dem Meistertitel zu tun haben. Es tut weh, aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir waren in den ersten 30 Minuten drückend überlegen, gut im Spiel – und haben dann aus dem Nichts diese Gegentore kassiert. Es fühlt sich absolut bescheiden an. Gleichzeitig können wir keinen Anspruch auf den Titel stellen, wenn wir in der Crunchtime dieser Meisterschaft – aus den vergangenen drei Spielen – nur einen Punkt holen.
Daniel Beichler
Wir sind gut reingestartet, hatten das Spiel unter Kontrolle, wussten aber, dass der LASK stark bei Standards ist. Da waren wir unaufmerksam, dann hat’s gescheppert, gleich darauf ist das 0:2 passiert. Und so sind die 30 ordentlichen Minuten dahin. Der Anschlusstreffer ist dann zu spät gefallen. Heute war es auf jeden Fall die fehlende Effizienz, zwei, drei weitere Situationen hätten drin sein müssen. Man muss es aber eben auch erzwingen.
Karim Onisiwo
Wir sind vom Trainerteam sehr gut eingestellt worden, in Wahrheit haben wir uns aber mit zwei, drei Standardsituationen um den Erfolg gebracht. Wir haben es uns zu leicht nehmen lassen und es uns deswegen nicht verdient – egal, wie gut wir reingekommen sind. So haben wir in der Titelentscheidung nichts verloren. Jetzt müssen wir uns für die nächste Saison rüsten, um dann besser gewappnet zu sein!
Stefan Lainer
Aufstellungen & Wechsel
LASK: Jungwirth – Cisse, Tornich, Andrade – Jörgensen (90. Flecker), Bogarde, Horvath ©, Bello – Kalajdzic (61. Danek) – Usor (64. Lang), Adeniran (90. Mbuyamba) FC Red Bull Salzburg: Schlager © – Lainer, Schuster, Drexler, Krätzig (86. Aguilar) – Diabate (70. Baidoo) – Kitano, Kjaergaard – Redzic (55. Alajbegovic), Onisiwo, Vertessen (70. Konate)
Schiedsrichter: Markus Hameter Tore: Adeniran (33.), Jörgensen (36.) bzw. Konate (87.) Gelbe Karten: Danek (88./Foul), Cisse (90.+2/Unsportlichkeit) bzw. keine Zuschauer: 19.000




















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