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·24. Januar 2026
Tönnies wollte Kahn zu Schalke holen: Warum der Deal scheiterte

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Oliver Kahn beim FC Schalke 04? Eigentlich unvorstellbar, doch 2009 wäre dieses Szenario beinahe Realität geworden.
Im Sky-Talk Triple sprachen Clemens Tönnies, langjähriger Aufsichtsratschef der Knappen, und der frühere Weltklasse-Torwart über die Verhandlungen im Jahr 2009. Tönnies wollte Kahn ein Jahr nach dessen Karriereende als Manager nach Gelsenkirchen locken und darüber mit dem „Titan“ im Geheimen verhandeln.
Doch daraus wurde nichts, wie sich der Fleischfabrikant erinnerte. Man habe sich bei ihm zuhause treffen wollen, so Tönnies. „Doch dann rief mich Ollis Berater an und sagte: ‚Clemens, ich glaube, wir können das lassen. Ich wollte gerade zu dir, aber da komme ich nicht durch. Da stehen so viele Reporter vor dem Tor!‘ Was war passiert? Olli hat im Hotel eingecheckt, hat sich die Laufschuhe angezogen und ist durch den Stadtpark“, lachte Tönnies. Kahn entgegnete: „Das war der Fehler. Aber ich hatte noch eine Mütze auf!“
Auch wenn das Treffen nicht ablief wie geplant, waren die Bemühungen, Kahn nach Schalke zu holen, durchaus Ernst. „Ich habe gesagt, wir machen jetzt auf Schalke was Verrücktes. Das habe ich oft genug gemacht. Wir holen jetzt jemanden, der ein unglaubliches Gesicht ist, eine Persönlichkeit, der den Fußball kennt wie kaum ein zweiter. Das war ein ernsthafter Versuch, Olli nach Schalke zu kriegen“, so Tönnies. Trotz guter Gespräche entschied sich der Vizeweltmeister von 2002 jedoch gegen ein Engagement bei Königsblau.

Foto: Getty Images
„Ich habe mich damals noch nicht reif gefühlt“, erklärte Kahn: „Ich war erst ein Jahr aus dem Fußballgeschäft raus und normalerweise ist das keine so gute Idee, wenn man noch so sehr aktiver Spieler im Kopf ist, dann gleich in eine operative Rolle zu gehen.“ Noch heute denke er manchmal an das Gespräch zurück: „Schalke ist einfach ein spannender Verein.“
Anstelle der Torhüterlegende verpflichtete S04 schließlich Felix Magath als Trainer und Manager in Personalunion. Kahn war zunächst als TV-Experte für das ZDF tätig, ehe er ab 2020 im Vorstand des FC Bayern tätig war, dem er von 2021 bis 2023 vorsaß.








































