90PLUS
·23. April 2026
Tomás per Traumtor: Stuttgart zieht ins Finale ein

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·23. April 2026

Am heutigen Donnerstagabend wurde der zweite Finalist für das DFB-Pokal-Endspiel im Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg gesucht. In einem unglaublichen Spiel setzte sich der VfB Stuttgart in der Verlängerung durch und trifft nun am 23. Mai in Berlin auf den FC Bayern.
Sebastian Hoeneß wechselte im Vergleich zur 2:4-Niederlage beim deutschen Rekordmeister auf vier Positionen. Der gesperrte Undav kehrte ebenso in die Startelf zurück wie Mittelstädt, Nartey und Demirovic. Dafür nahmen Jeltsch, Vagnoman, El Khannouss und Tiago Tomás zunächst auf der Bank Platz.
SC-Coach Julian Schuster rotierte nach dem 2:1-Sieg gegen Freiburg und ließ seine vermeintliche Top-Elf beginnen. Die einzige Ausnahme bildete Pokaltorwart und Ex-Stuttgarter Müller, der für Atubolu startete.
Wie bereits beim Spiel in Leverkusen am Vortag verzögerte sich auch diesmal der Anpfiff aufgrund von Pyrotechnik um einige Minuten. Nachdem das Feuer auf den Rängen erloschen war, ging es auf dem Platz mit hoher Intensität weiter.
Intensive Zweikämpfe, hohes Tempo und kleinere Konzentrationsfehler prägten ein Spiel von großer Bedeutung für beide Mannschaften. Nach nicht einmal 17 Minuten hatte Schiedsrichter Welz bereits vier Gelbe Karten verteilt.
Johan Manzambi sah seine Verwarnung wegen Meckerns, nachdem der Schweizer zu vehement einen Elfmeter gefordert hatte. Zuvor war Eggestein nach einem Pass von Grifo in den Sechzehner gezogen und hatte dabei die Laufbahn von Angelo Stiller gekreuzt. Der Stuttgarter berührte Eggestein am Fuß, woraufhin dieser zu Fall kam, den Abschluss aber noch abgeben konnte. Nübel parierte, der Videoschiedsrichter griff nicht ein.
Elf Minuten später hatte Eggestein dann doch Grund zum Jubeln, erneut war Stiller daran beteiligt. Der Stuttgarter spielte einen Rückpass direkt ins Aus. Grifo brachte die anschließende Ecke auf den Kopf von Ginter, der den Ball ins Zentrum verlängerte, wo Eggestein zur Führung einschob.

Foto: Getty Images
Der VfB tat sich auf der anderen Seite unheimlich schwer, gegen die strukturierte Freiburger Defensive zu klaren Chancen zu kommen. Gefährlich wurde es erst ab der 40. Minute, als Undav zunächst für Demirovic ablegte und der Schweizer den Volley über das Tor setzte.
Kurz darauf strich ein Linksschuss von Leweling aus 20 Metern links am Tor vorbei, Müller wäre machtlos gewesen. Zwei Minuten später kam Undav per Volley gefährlich zum Abschluss, doch Matanovic warf sich dazwischen und blockte den Ball.
Auch in der zweiten Halbzeit boten beide Teams ein unterhaltsames und sehenswertes Spiel, wenngleich der VfB Minute für Minute dominanter wurde und den Druck erhöhte.
In der 49. Minute ließ Chris Führich eine Großchance ungenutzt. Demirovic legte stark in die Mitte, doch der ehemalige Paderborner vergab aus kurzer Distanz freistehend. Kurz darauf bot sich Manzambi nach einer starken Einzelaktion die Gelegenheit, die Freiburger Führung auszubauen, doch Chabot rettete in letzter Sekunde.
Es ging weiter hin und her in einem hochklassigen Pokalspiel. Nach 60 Minuten tauchte Stiller im Fünfmeterraum auf, konnte den Ball aber nicht über die Linie drücken, sodass Müller parieren konnte. Zwei Minuten später setzte der Nationalspieler dann einen Fernschuss stark ins linke Eck. Der Stuttgarter Jubel verstummte jedoch schnell, weil Demirovic zuvor im Abseits gestanden hatte.
In der 70. Minute wurde es dann richtig kurios. Auf der einen Seite rettete Nübel glänzend gegen Suzuki aus kurzer Distanz, im direkten Gegenzug trieb der starke El Khannouss den Ball über das halbe Spielfeld und legte dann auf Undav ab. Der DFB Stürmer setzte den Ball vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit einem cleveren Abschluss ins linke Eck zum Ausgleich.
Zehn Zeigerumdrehungen später wäre Undav beinahe mit Unterstützung von Lienhart der Führungstreffer gelungen. Einen Pass des Stürmers fälschte der Österreicher gefährlich ab, der Ball prallte jedoch nur an den Pfosten.
Zwar deutete der Sport Club bei einzelnen Kontern immer wieder an, gefährlich werden zu können, das Spielgeschehen wurde nun aber klar von den Gastgebern bestimmt. Abschlüsse von El Khannouss (87.), Undav (89.), Führich (90+1) und erneut Undav nach einer überragenden Vorlage von El Khannouss (90+4) fanden jedoch nicht den Weg ins Tor, sodass es in die Verlängerung ging.

Foto: Getty Images
Falls die Zuschauer Sorge gehabt haben sollten, dass das Tempo in der Verlängerung heruntergeschraubt wird, sahen sie sich getäuscht.
Kurz nach Wiederbeginn traf Höler nach einem Steckpass zur vermeintlichen 2:1 Führung, Schiedsrichter Welz hatte das vorangegangene Einsteigen gegen Chabot allerdings bereits abgepfiffen, glücklich für die Fans des VfB.
Vier Minuten später kurbelte erneut El Khannouss an, bediente Undav auf der linken Seite, dessen Hereingabe Führich fand. Der Nationalspieler setzte seinen Flachschuss jedoch nur an den Pfosten. Kurz darauf kombinierten sich erneut El Khannouss und Undav stark durch, ehe der Marokkaner aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Florian Müller parierte jedoch mit einer starken Parade und rettete das Unentschieden in die Pause der Verlängerung.
Auch danach ging es mit viel Schwung weiter. Nach einer Ecke kam Karazor im Fünfmeterraum zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch geblockt. In der 118. Minute wechselte Hoeneß noch zweimal und brachte Bouanani und Vagnoman. Zwei Wechsel, die sich auszahlen sollten. Kurz danach trieb Vagnoman den Ball noch einmal nach vorne, spielte auf Bouanani, der in der Mitte Tiago Tomás bediente. Der Portugiese drückte den Ball sehenswert über die Linie und führte den amtierenden Pokalsieger damit ins Finale nach Berlin.









































