Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten | OneFootball

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·10. August 2026

Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

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Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

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Redaktion

10 August, 2026

Während sich auf der Zugangsseite alles um Mikey Moore dreht, bleiben auf einer anderen Kaderbaustelle Fragezeichen. Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt weiterhin ein Sechser auf Bundesliganiveau beim 1. FC Köln: Lenkt der Talente-Hype von Problemen ab?

Alle reden über Mikey Moore, dabei tickt beim FC eine ganz andere Uhr: Auf der Sechs herrscht weiterhin Fehlanzeige – und die Zeit bis zum Saisonstart schwindet.

Thomas Kessler am Telefon

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Seit Tagen dominiert im Hinblick auf Neuverpflichtungen ein Thema rund um den 1. FC Köln: Die mögliche Ausleihe von Mikey Moore von Tottenham Hotspur. Der 18-Jährige gilt als vielversprechendes Talent und soll für den FC in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen. Laut Transfer-Journalist Florian Plettenberg fehle für den Transfer nur noch die endgültige Freigabe von Spurs-Coach Roberto De Zerbi. Ansonsten seien sich die Vereine und der Spieler einig. Was dabei in den Hintergrund rückt, ist eine ganz andere Problematik: Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt den Kölnern immer noch ein Sechser auf Bundesliganiveau.

Schon seit längerem ist öffentlich bekannt, dass der 1. FC Köln in diesem Sommer nach einem defensiven Mittelfeldspieler sucht. Mit Eric Martel und Denis Huseinbasic haben zwei Optionen für diese Position den Verein im Sommer verlassen. Und auch Florian Kainz, der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, kam gelegentlich in dieser Rolle zum Einsatz. Als erster Neuzugang wurde schon vor einigen Wochen Paul Okon-Engstler präsentiert. Neben Tom Krauß und Isak Johannesson gehört er allerdings zu den einzigen Kandidaten für diese zentrale Position. An anderen Spielern wie Ellyes Skhiri oder Edson Alvarez war der FC interessiert, am Ende gab es aber keine Einigung. Dennoch scheint es, als würde ein bisschen darüber hinweg gesehen werden, obwohl das erste Pflichtspiel immer näher rückt. Der Grund dafür ist die bevorstehende Verpflichtung des jungen Engländers Mikey Moore auf Leihbasis.

Offensivtalent statt Schlüsselspieler

Auch wenn Mikey Moore ein hochtalentierter Spieler ist, dem eine große Karriere bevorstehen könnte, lenkt sein anstehender Wechsel doch von einem zentralen Problem am Geißbockheim ab. Aktuell stehen im FC-Kader nur drei Kandidaten für die beiden Positionen im Zentrum. Mit Neuzugang Gil Neves sowie den Nachwuchsspielern Kristiyan Irmiev und Patrik Kristal stehen zwar drei Alternativen bereit. Ob sie allerdings sofort Optionen für den Bundesligakader sind, ist eher unwahrscheinlich. Auch Profifußballer benötigen Eingewöhnungszeit. Für Spielertransfers im Sommer gilt als Faustregel: Je früher der Spieler mit seiner neuen Mannschaft trainieren kann, desto besser. Besonders die Wichtigkeit der Teilnahme am Trainingslager wird immer wieder hervorgehoben. So früh wie möglich soll der Kader beisammen sein, um Abläufe einzustudieren und sich aneinander zu gewöhnen.

Bahnt sich ein Paniktransfer an?

All das sind Dinge, die mit dem neuen Sechser, den der Verein noch immer sucht, nun während der Saison stattfinden müssen. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Positionen im Fußball und auch im Spielsystem der Geißböcke. Gesucht wird ein erfahrener Mittelfeldspieler, der dem Kölner Team Stabilität verleiht. Bisher konnte mit einem solchen Kandidaten keine Einigung erzielt werden. Möchte der FC das Risiko eines Paniktransfers kurz vor Ende der Transferphase vermeiden, müssen die Verantwortlichen wohl Kompromisse eingehen. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass ein weniger erfahrener Spieler das bereits ohnehin junge Trio im zentralen Mittelfeld ergänzt. Eine andere Option wäre die Verpflichtung eines Spielers von außerhalb der Bundesliga. Ob sich ein erfahrener Spieler aus dem Ausland oder der 2. Bundesliga sofort im deutschen Oberhaus zurechtfindet, ist jedoch ebenfalls unklar.

Gerade solche Kompromisse möchte Trainer René Wagner auf jeden Fall vermeiden. „Weil die Personalie so wichtig sein kann, lassen wir uns Zeit – und wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, dann können wir es halt nicht machen“ so der Coach nach dem Spiel gegen Real Sociedad. „Wenn wir uns nicht sicher sind oder wenn der Spieler sich nicht sicher ist, dann machen wir nichts, was uns auf der Position nicht gefällt. Dann müssen wir Geduld haben, bis der Spieler sich für uns zeigt – und dann schlagen wir zu.“ Außerdem betonte der Coach, dass gerade die jungen Talente im Verein auf der Position sich reinhängen und anbieten.

Ob sich der FC mit dieser Personalie womöglich verzockt, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Sollte zeitnah kein Spieler für die Sechs verpflichtet werden, bleibt nur noch zu hoffen, dass eines der Talente überrascht – oder Mikey Moore das vielleicht auch kann.


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